Kerstin Hoppenhaus und Andreas von Bubnoff werden "Journalists in Residence" am HITS

Heidelberg, (PresseBox) - Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) bietet Wissenschaftsjournalisten die Möglichkeit, durch einen längeren Aufenthalt mehr über rechnergestützte, datengetriebene Forschung zu erfahren. Das Programm wurde inzwischen zum dritten Mal international ausgeschrieben. Kandidaten aus sechs Kontinenten hatten sich beworben, die Jury wählte Kerstin Hoppenhaus (Berlin, Deutschland) für das Jahr 2018 und Andreas von Bubnoff (New York, USA) für 2019 aus.

Die deutsche Wissenschaftsjournalistin Kerstin Hoppenhaus wird in diesem Jahr als siebte „Journalist in Residence“ ans Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) kommen. Das Programm wurde zum dritten Mal international ausgeschrieben. Für den Aufenthalt hatten sich Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten aus sechs Kontinenten beworben. Unter den Bewerbern waren sowohl freie Journalisten als auch festangestellte Redakteure. Eine Jury aus Wissenschaftsjournalisten sowie Wissenschaftlern aus Universitäten, Max-Planck-Instituten und dem HITS wählte Kerstin Hoppenhaus für das Jahr 2018 aus. Sie wird ihre Arbeit am Institut im Juli 2018 aufnehmen.

Kerstin Hoppenhaus studierte Biologie in Mainz, Tübingen, Lyon und Jena. Nach dem Diplom absolvierte sie ein Projektstudium Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg im Bereich Wirtschafts- und Wissenschaftsfilm. Parallel zum Studium arbeitete sie als freie Mitarbeiterin bei verschiedenen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern.

Seit 2005 arbeitet sie als freie Regisseurin für Dokumentationen, Forschungsfilme und Online-Projekte und schreibt gelegentlich für die Wochenzeitung „Die Zeit“. Sie ist Mit-Herausgeberin eines Ebooks über die Rolle von Online Videos in Wissenschaftsjournalismus und -kommunikation. http://home.digitalgrip.de/ 

Kerstin Hoppenhaus war an zahlreichen Projekten maßgeblich beteiligt, die mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden: So zum Beispiel mit dem Grimme-Preis, dem ersten Preis beim Festival Epona in Cabourg, Frankreich, und mehrmals mit dem Deutschen Filmpreis. Für die Entwicklung einer crossmedialen Onlineplattform wurde sie 2014 mit dem „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“ ausgezeichnet.

2017 erhielt sie bereits zum zweiten Mal ein Projektstipendium im Rahmen des Innovative Development Reporting Grant-Programms des „European Journalism Centre“ für ein Reportageprojekt in Malawi.

Ihren Aufenthalt am HITS möchte Kerstin Hoppenhaus dazu nutzen, das Zusammenspiel von Wissenschaft und Daten besser zu verstehen und aus diesem besseren Verständnis heraus neue mediale Formate zu entwickeln, die geeignet sind, die Komplexität der neuen Datenlandschaften zu fassen und auch für Laien zugänglich zu machen.

Die Jury entschied sich ferner für den in New York ansässigen deutschen freien Wissenschaftsjournalisten Dr. Andreas von Bubnoff, der 2019 ans HITS kommen wird. Der promovierte Molekularbiologe lebt und arbeitet seit 20 Jahren in den USA. Seine Arbeiten sind in zahlreichen englischsprachigen Publikationen erschienen wie WIRED, The Atlantic, Nautilus, Quanta Magazine, Nature oder Cell, aber auch in Presseorganen im deutschsprachigen Raum (FAZ, DIE ZEIT, „RiffReporter“). http://andreasvonbubnoff.squarespace.com/

Das „Journalist in Residence“ Programm bietet seit 2012 berufserfahrenen Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen vergüteten Gastaufenthalts. Die Journalisten können während ihres Aufenthalts mit den Forschungsgruppen interagieren, eigene Projekte umsetzen und an internen Kolloquien und Seminaren der HITS-Forscher teilnehmen.

Bislang waren sechs Journalistinnen und Journalisten aus Indien, USA, Spanien und Deutschland als „Journalist in Residence“ am HITS (siehe „Alumni“ https://www.h-its.org/de/presse/journalist-in-residence-programm/alumni ). Den Anfang machte 2012 der preisgekrönte deutsche Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz. Er ist inzwischen Chefredakteur des Science Media Center Germany in Köln und hat gemeinsam mit HITS-Forschern den „OperationsExplorer“ entwickelt. Zuletzt verbrachte die indische Wissenschaftsjournalistin T.V. Padma fünf Monate am Institut und startete dort ein eigenes datenjournalistisches Projekt.

Das HITS ist ein privates, gemeinnütziges Forschungsinstitut. Es wurde 2010 von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira und der Klaus Tschira Stiftung ins Leben gerufen. Rund 120 Wissenschaftler aus 20 Ländern arbeiten am HITS in zwölf Forschungsgruppen in Bereichen, in denen große Datenmengen produziert und verarbeitet werden – von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein Ziel des Instituts ist es, die Bedeutung der computergestützten, datengetriebenen Forschung (data-driven science) insbesondere in den Naturwissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Ausführliche Informationen zun Programm und FAQ: https://www.h-its.org/de/presse/journalist-in-residence-programm/ 

HITS gGmbH

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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