Hitachi Power Tools Europe GmbH 1979 bis 2009

Drei Jahrzehnte unter Strom

(PresseBox) ( Willich, )
Deutschland im Februar 1977: Ein kleiner Japaner steht einsam an seinem winzigen Stand auf der Kölner Eisenwarenmesse, dem weltweit wichtigsten Schaufenster der Werkzeugbranche. Der Mann ist ein Pionier, ein erster vorsichtiger Kundschafter, ausgeschickt von HITACHI KOKI, einem Werkzeughersteller und Tochterunternehmen des riesigen HITACHI-Konzerns. Mit HITACHI verbinden die deutschen Verbraucher bestenfalls Unterhaltungselektronik. HITACHI-Elektrowerkzeuge? Kennt hierzulande kein Mensch, der Markt ist fest in einheimischer Hand, man kauft deutsch.

Die Messe hinterlässt ganz offensichtlich einen positiven Eindruck, denn bereits am 1. Januar 1978 eröffnet HITACHI KOKI ein Verbindungsbüro an der Düsseldorfer Königsallee. Der Standort Düsseldorf ist kein Zufall: Hier gibt's bereits eine große Japaner-Kolonie. Die ersten Kontakte werden geknüpft und mögliche Vertriebswege ausgespäht. Zwölf Monate später ist es dann soweit: Am 1. Januar 1979 wird in Erkrath bei Düsseldorf mit fünf Mitarbeitern die HITACHI POWER TOOLS EUROPE GMBH (kurz "HTE") gegründet.

Mit Bohrmaschinen, Schlagschraubern, Bohr- und Meißelhämmern, Winkelschleifern und auch schon einer ordentlichen Auswahl von Akkumaschinen ist HTE gut sortiert. Die Geräte sind ausgereift und bewährt - in Japan. In Deutschland beginnt das ganz große Klinkenputzen. Von Anfang an geht's für die Außendienstler ausschließlich in den Fachhandel. Besonders die Hämmer sind es, die dafür sorgen, dass sich HITACHI-Elektrowerkzeuge auch hierzulande in recht kurzer Zeit einen guten Namen machen.

In Erkrath wird jeden Monat ein neuer Rekordumsatz gefeiert. Üppige Abendessen und das eine oder andere Schälchen Sake zehren aber auf Dauer an der Kondition der Belegschaft. Doch nicht nur der Hosenbund wird zu eng, die Räumlichkeiten werden es auch: Das kleine Büro und die 500 Quadratmeter Lagerfläche reichen hinten und vorne nicht mehr. Ein Umzug steht an, und wie der Zufall es will, lockt die niederrheinische Stadt Willich mit einem nagelneuen Industriegebiet, bester Verkehrsanbindung und überaus reizvollen Rahmenbedingungen. Am 15. Dezember 1982 erfolgt der Umzug.

Die EU-Wirtschaftspolitiker machen sich Sorgen um die heimischen Hersteller und erwägen Strafzölle auf asiatische Hightech-Produkte. HITACHI entschließt sich, eine eigene Montage in Willich hochzuziehen. Am 1. Oktober 1988 startet auf zwei Fertigungslinien für Hämmer und Schlagbohrmaschinen und mit bis zu 48 gewerblichen Mitarbeitern die Montage. Am 15 Juni 1989 kann bereits die 100000. Maschine "Made in Willich" gefeiert werden, am 9. Juni 1993 wird die halbe Million begossen. Die angedrohten Strafzölle kommen nicht, und so ist Mitte der 90er Jahre Schluss mit der niederrheinischen Fertigung. Das unter anderem mit HTE-Knowhow in Dublin/Irland errichtete und auf deutlich höhere Stückzahlen ausgelegte neue HITACHI-Werk übernimmt den Job.

Drei Jahrzehnte HITACHI POWER TOOLS EUROPE sind prall gefüllt mit wirtschaftlich wichtigen Entscheidungen (z. B. 1980 Eröffnung der Niederlassung in Belgien und 1990 in Österreich), mit technischen Highlights (z. B. die mikrocomputergesteuerte Schlagbohrmaschine DV20VA - eine Revolution) und auch mit jeder Menge - aus heutiger Sicht -unterhaltsamer Anekdoten: Messestände, die 30 Minuten vorm Eintreffen des obersten HITACHI-Chefs zusammenbrechen; regelmäßiger nächtlicher Telefonterror, weil man in Japan anfangs mal wieder die Zeitverschiebung vergessen hatte. Es gab Phasen, in den personell (zu) kräftig experimentiert wurde und in denen man sich auf Erfolgen etwas zu sehr ausruhte.

Doch um 2005 herum wacht HTE endlich auf, die Zeit des bedächtigen Mitschwimmens ist endgültig vorbei. Neue Köpfe, neue Konzepte, neue Produkte - nun ist er wieder sehr kräftig zu spüren: der Unternehmensgeist, der einen kleinen Japaner vor vielen Jahren dazu brachte, ganz allein auf einer wichtigen Messe zu stehen. HITACHI POWER TOOLS EUROPE ist heute so gut aufgestellt wie nie zuvor. Und dafür sorgen tagtäglich 65 in der Wolle grün gefärbte Mitarbeiter und ihre Partner im Handel.

Prost! Oder wie der Japaner sagt: Kanpai!
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