Erfolgreich am Ziel: Entwicklung von Modellen zur Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen auf ein Hochschulstudium

Im Rahmen der BMBF-Initiative "Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge" (ANKOM, http://ankom.his.de) stellen zehn Pilothochschulen ihre umfangreichen Arbeiten und Ergebnisse vor. Der Sammelband mit dem Titel "Die Entwicklung von Anrec

(PresseBox) ( Hannover, )
Exemplarisch wurden Anrechnungsmodelle in fünf Fachdisziplinen (Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Informationstechnologien, Ingenieurwissenschaften sowie Sozialwesen und Wirtschaftswissenschaften) an drei Technischen Universitäten, vier Fachhochschulen und fünf Universitäten entwickelt. Die dargestellten Projekte zeigen, wie qualitätsgesicherte Verfahren zur Äquivalenzprüfung von Fortbildungsabschlüssen gemessen an einschlägigen Hochschulstudiengängen entstanden sind und welche Schnittmengen an gleichwertigen Lernergebnissen ermittelt wurden.

Eine enge Zusammenarbeit von Hochschullehrenden, Kammern, Prüfungsausschüssen, Bildungsträgern und Fachschulen sowie Fortbildungsteilnehmer/inne/n bzw. -absolvent/inn/en und beruflich qualifizierten Studierenden war eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg dieser Arbeit. Involviert waren auch Unternehmen, Vertretungen der Beschäftigten, Berufsverbände und Landesministerien für Wissenschaft, Kultus und Wirtschaft in sieben Bundesländern.

Das Spektrum der Buchbeiträge reicht von empirischen Untersuchungen zur Anrechnungsfähigkeit von Lernergebnissen der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Praxis bis hin zu konzeptionellen Überlegungen zur Feststellung von Gleichwertigkeiten in beruflicher und hochschulischer Bildung. Um gesicherte Erkenntnisse darüber zu erhalten, wurden Studierende, Fortbildungsteilneh-mer/innen, Lehrende und weitere Expert/inn/en beider Bildungssektoren befragt. Abhängig von Fortbildungsabschluss und Studiengang sind bis zu 50 % (wie es der KMK-Beschluss von 2002 maximal einräumt) der Lernergebnisse beruflicher Qualifizierungen als anrechnungsfähig ermittelt worden.

Zukünftig besteht an den ANKOM-Pilothochschulen die Möglichkeit, bestimmte durch die berufliche Bildung und Praxis erworbene Studienleistungen auf Studiengänge anrechnen zu lassen. Dies kann pauschal (Anrechnung von Fortbildungszertifikaten auf Studienmodule), individuell (Anrechnung individuell nachgewiesener Lernergebnisse) oder in einer Kombination beider Verfahren geschehen. Die Berücksichtigung der Lernbiographien beruflich Qualifizierter eröffnet diesen neue Chancen der Teilhabe an Hochschulbildung. Um das Vertrauen in die entwickelten Anrechnungsverfahren zu festigen, sind sie Teil des Qualitätssicherungssystems der Hochschulen und werden im Rahmen der Akkreditierung von Studiengängen extern begutachtet. Die Verfahren werden in den kommenden Semestern an den Hochschulen erprobt und kritisch evaluiert.

Die Printversion von "Die Entwicklung von Anrechnungsmodellen. Zu Äquivalenzpotenzialen von beruflicher und hochschulischer Bildung" können Interessent/inn/en gegen eine Schutzgebühr von 20 ¤ direkt bei HIS bestellen. Die gesamte Publikation steht alternativ als PDF-Download unter http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-200813.pdf kostenlos zur Verfügung.
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