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Pressemitteilung BoxID: 336129 (Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH)
  • Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH
  • Konradinerallee 9
  • 65189 Wiesbaden
  • http://www.ttn-hessen.de
  • Ansprechpartner
  • Werner Eicke-Hennig

Die "Hessische Energiespar-Aktion" informiert: Ein Energiesparprogramm für den Altbau

(PresseBox) (Frankfurt/Main, ) Frisch gebackene Besitzer von Altbauten fragen häufig: Wie kann ich Energie sparen? Wie vorgehen? Was sind die richtigen Techniken? "Hier helfen fünf Punkte weiter", sagt die Hessische Energiespar-Aktion.

Erstens: "Legen Sie ein Einsparziel fest, halbieren Sie Ihren Heizenergieverbrauch, ist unser Rat", so Werner Eicke-Hennig der Leiter der Aktion. Die vorgeschlagenen Einspartechniken müssen dann nachweisen, dass sie zu einem Heizenergie-Verbrauch von 10 Litern Heizöl oder 10 m³ Erdgas pro m² Wohnfläche und Jahr führen. Das weitergehende Ziel von 5 Liter Heizöl oder 50 kWh pro m² Wohnfläche und Jahr ist die Voraussetzung für den Einsatz erneuerbarer Energien am Haus. Gebäudebeispiele für beide Standards stehen unter www.energiesparaktion.de. "Klicken Sie auf "Altbau" und "Demonstrationsgebäude". Den Einsparerfolg der dort aufgeführten Gebäude haben wir nachgeprüft", so Eicke-Hennig.

Zweitens: Ein Konzept beschreibt, wie das gesetzte Ziel erreicht werden kann. Energieberater in der Nähe findet man unter www.energiesparaktion.de oder www.bafa.de. Das Honorar für die Beratung ist mit diesem auszuhandeln. Die "Vor-Ort-Energieberatung" der BAFA fördert ca. 300 EURO pro Haus. Der Berater entwickelt ein Konzept, das die möglichen Einsparungen durch Wärmeschutz und Heiztechnik, die Kosten und die Fördermittel benennt. "Hierbei empfehle ich den "Energiepass Hessen", weil er das "Energiesparkonzept" für das jeweilige Haus liefert", sagt Eicke-Hennig, "in der Regel führen sechs Techniken zum Energiesparhaus, die sind auch auf unserer Internetseite beschrieben."

Drittens: Mit der Wärmedämmung des Hauses fängt jedes Konzept an. Wärmeschutzmassnahmen sparen den größten Teil des Heizenergieverbrauchs ersatzlos weg. "Heizenergie durch Einsparung ersetzen" ist der Trick", sagt Eicke-Hennig. Dämmung an Dach, Außenwand, Kellerdecke sowie Wärmeschutz-Fenster sind unverzichtbar. "Der Wärmeschutz wird immer noch unterschätzt, ich werde stets nach exotischen, teuren Produkten für den Heizungskeller gefragt", so Eicke-Hennig, "man muss aber die Zusammenhänge sehen. Die großen Heizwärmemengen für einen ungedämmten Altbau können Sonnenkollektoren nicht liefern. Und beim ungedämmten Haus muss das Heizwasser so heiß sein, das die Stromrechnung bei einer Wärmepumpe schmerzen würde." Ein möglichst geringer Energieverbrauch ist deshalb immer die Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz erneuerbarer Energien.

Viertens: Umstellung beim Energieträger prüfen. Eine der Wahlmöglichkeiten ist es, beim vorhandenen Energieträger zu bleiben und hier die beste Kesseltechnik einzusetzen. Ein moderner Brennwertkessel für Gas oder Öl erzeugt nur noch sehr geringe Umwandlungsverluste im Heizkeller. "Er wird durch den Wärmeschutz der Gebäudehülle ergänzt, so wird ein Energiesparkonzept daraus, mit dem 10-Liter Heizöl oder 10 m³ Erdgas pro qm Wohnfläche mit bekannten Techniken erreicht werden können", meint der Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion.

Fünftens: Nun ist die Entscheidung über Erneuerbare Energien zu treffen. Hierfür ein einfaches Kriterium: Sind die vorgeschlagenen Techniken so teuer, dass beim Wärmeschutz am Haus gespart werden müsste, dann ist der Hauseigentümer schlecht beraten. Sind die Einsparmöglichkeiten durch Dämmung weitgehend genutzt, kann man ein gut gedämmtes Haus durch "Sonne plus Brennwertkessel" oder durch "Sonne plus Holz" beheizen. Der bayrische Architekt Dasch zeigt dies schon heute unter www.sonnenhaus-institut.de. Einen finanzierbaren Einstieg bieten Brennwertkessel plus Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung. Größere Kollektorflächen (z.B. 24 m² statt 6 m² für ein Einfamilienhaus) und größere Speichervolumen (4-6 m³ pro EFH) können 50 % des durch Wärmedämmung stark reduzierten Heizenergieverbrauchs decken, der Rest kann z.B. durch einen Pelletofen mit Wassertasche versorgt werden. Weiterhin zu bedenken: Elektrowärmepumpen arbeiten nur in einem gut gedämmten Altbau effizient. Pelletkessel senken nicht den Energieverbrauch. Ist das Haus nicht gut gedämmt, können Preissteigerungen beim Brennstoff zum Problem werden. "Heute können wir rund 8 % der hessischen Wohngebäude mit Holz beheizen, bei durch Wärmedämmung halbiertem Heizenergieverbrauch wären es schon 16 %, die mit dem heimischen Energieträger versorgt werden können", stellt Eicke-Hennig den Zusammenhang her.

Informationen zur "Hessischen Energiespar-Aktion", zum "Energiepass Hessen", den Kooperationspartnern, die 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, viele weitere Fachbeiträge oder die Energieberaterliste erhalten Sie unter www.energiesparaktion.de

Die "Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.