PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 524033 (Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH)
  • Hessische Energiespar-Aktion - Institut Wohnen & Umwelt GmbH
  • Konradinerallee 9
  • 65189 Wiesbaden
  • http://www.ttn-hessen.de
  • Ansprechpartner
  • Werner Eicke-Hennig
  • +49 (6151) 2904-58

Die "Hessische Energiespar-Aktion" informiert: Aus der Praxis der Energieberatung: Dämmung im Dom zu Fulda

(PresseBox) (Darmstadt, ) Schon 1992 bekam die mächtige Domkuppel des Fuldaer Doms eine 14 cm starke Dämmung aus Steinwolleflocken. Über der Kuppel befindet sich noch ein kalter Dachraum, in dem die 1800 m² große Kuppelkonstruktion an einer Stahl- und Holzkonstruktion hängt. Von hier wurden die Dämmflocken 14 cm stark aufgeblasen und legten sich gut an alle Unebenheiten an. Es entstand eine lückenlose Dämmschicht, die bis heute dauerhaft gegen Wärmeverluste schützt. Dabei hatte man keineswegs die Energieeinsparung im Sinn, denn so große Bauwerke werden nicht beheizt oder nur temperiert.

Die Dämmung beseitigte damals Feuchteschäden, denn die Domkuppel schmücken religiöse Motive. Diese Malerei wurde in den Wintern sehr kalt und feucht, weil die Oberflächentemperatur des Putzes zeitweilig auf Werte um 6-10 °C sinken konnte. Oberhalb der Kuppel, im kalten Dachraum, herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt. Da warme Luft nach oben steigt, sammelt sich die feuchtwarme Luft aus der Kirche in der Kuppel. Am kalten Putz kam es zu verstärkter Kondensation. Die Luftfeuchte schlug sich im kalten Putz als Wasser nieder, erhöhte dessen Materialfeuchte und schädigte damit die Malereien. Schwarze Streifen und Flecken wurden sichtbar.

Nach der Dämmung kühlt der Putz nicht mehr so aus, das begrenzt die Kondensation. Die Putzfeuchte normalisierte sich und die Schädigung der Malereien hörte auf. "Dies ist ein gutes Beispiel dafür, wie man durch Wärmedämmung vorhandene Feuchteschäden beseitigen kann", sagt Werner Eicke-Hennig von der Hessischen Energiespar-Aktion, ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Mit der Einblasdämmung, die am Fuldaer Dom zum Einsatz kam, können auch Dachböden oder der Luftzwischenraum im zweischaligen Mauerwerk gedämmt werden. Hierzu gibt es verschiedene Dämmstoffe: Steinwolleflocken, Perlite-Granulat (geblähtes Lavagestein), Polyurethan-Granulat, usw. Die Dämmung lässt sich schnell und ohne großen Schmutz im Haus ausführen. Sie ist auch besonders kostengünstig. Beim Einfamilienhaus ist bei der Wanddämmung meist nur ein kleines Fahrgerüst für die Giebel erforderlich, das beschränkt die Gerüstkosten. Beim zweischaligen Mauerwerk wird eine Bohrung pro m² in die Fugen von Sichtmauerwerk gesetzt. Oder es werden ganze Steine zeitweilig herausgenommen, um das Material einzublasen. "Die Einblasdämmung ist schnell ausgeführt, zu überschaubaren Kosten. Bei 80 Cent pro Liter Heizöl oder cbm Erdgas gehört sie zu den hochwirtschaftlichen Maßnahmen. Sie bietet sich für alle ungenutzten und nicht ausbaubaren hessischen Dachböden oder das zweischalige Mauerwerk an", sagt Werner Eicke-Hennig von der Hessischen Energiespar-Aktion dazu.

Publikationen des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, so die Energiesparinformation Nr. 6 "Wärmedämmung von geneigten Dächern - Wissenswertes über Wärmeschutz im Dach" finden Sie unter www.energieland.hessen.de

Informationen zur "Hessischen Energiespar-Aktion", zum "Energiepass Hessen" - derzeit zum rabattierten Preis, den Kooperationspartnern, die 14 Energiesparinformationen mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken, viele weitere Fachbeiträge oder die Energieberaterliste erhalten Sie unter www.energiesparaktion.de

Informationen zu den aktuellen Förderrichtlinien und -möglichkeiten finden Sie unter www.kfw.de, www.bafa.de, oder www.foerderdata.de bzw. www.energiefoerderung.info Die "Hessische Energiespar-Aktion" ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.