PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 646357 (Kulzer GmbH)
  • Kulzer GmbH
  • Leipziger Straße 2
  • 63450 Hanau
  • http://www.heraeus-kulzer.com
  • Ansprechpartner
  • Katharina Hanke
  • +49 (69) 921019-32

Vom Hörsaal in die Fertigung

Zahnmedizinstudenten besuchen Heraeus Kulzer

(PresseBox) (Hanau, ) Wie wird aus einem Datensatz eine fertige Krone? Wie sieht die Zukunft von CAD/CAM aus? Und wie lese ich eine Legierungstabelle richtig? Diese Fragen beantwortete Heraeus Kulzer im November den Zahnmedizinstudenten der Uni Gießen bei einer Werksführung in Hanau. Die hohe Innovationskraft in der digitalen Prothetik beeindruckte die angehenden Zahnmediziner.

"Ich finde es wichtig, dass sich die Studenten immer auf dem neuesten Stand der Zahnmedizin halten. Bei Heraeus Kulzer haben sie neue Technologien kennengelernt und konnten so die Brücke von der Theorie zur Praxis schlagen", so das Fazit von Dr. Kerstin Wegner, stellvertretende Leiterin der Vorklinik an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik. Heraeus Kulzer hatte am 29. November 30 Studenten des 5. Semesters der Vorklinik der Justus-Liebig-Universität Gießen eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Kurz vor dem Physikum lernten die Studenten in Hanau die digitale und die analoge Prothetik von der Herstellerseite kennen.

Das Smartphone für die Abformung

"In fünf bis sieben Jahren wird der Intraoralscan in Deutschland flächendeckend verfügbar sein", ist Dr. Norbert Ueberück, Team-Leiter Clinical Services and Training bei Heraeus Kulzer, überzeugt. "Die ältere Generation steht dem oft noch skeptisch gegenüber, für die Studenten wird der Intraoralscanner bald so geläufig sein wie das Smartphone." Als Zahnarzt konnte Dr. Ueberück genau erklären, worauf es beim Scannen ankommt und was die Studenten bei der Präparation beachten müssen. "Vieles läuft bei der digitalen Abformung genauso wie bei der analogen: Für die tiefsubgingivale Präparation muss der Behandler Fäden legen und den Mund trocken halten. Anders als bei anderen Scannern braucht er beim cara TRIOS kein Kontrastmittel oder Puder."

Am Intraoralscanner cara TRIOS von Heraeus Kulzer durften die Studenten selbst üben - und nahmen diese Einladung zum Scannen-Lernen zahlreich an. "Das abgewinkelte Handstück liegt angenehm in der Hand und der Scanner ist leicht zu bedienen. Vor allem erkennt er die zu scannenden Zähne gut", fasst Student Matthias Kiefer seine Eindrücke zusammen. "Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, später mit dem Intraoralscanner zu arbeiten." Die Scanspitze erschien den Studenten zu Beginn sehr groß, stellte sich in der Handhabung aber als gut zu steuern heraus. Auch laut Testpatientin Sophia Rieger fühlte sie sich im Mund angenehm an.

Digitaler Workflow von Abutment bis Zirkonoxid

Im cara Fräszentrum konnten die Studenten live erleben, was mit den Abformungsdaten passiert, wenn sie im Labor angekommen sind und der Zahntechniker den Zahnersatz computergestützt fertigen lässt. In Hanau stellt Heraeus Kulzer aus digitalen Konstruktionen Gerüste aus Zirkonoxid, PMMA, CAO, Lithium-Disilikat und Kobalt-Chrom her. Florian Neidhardt, Entwickler Prozesstechnik bei Heraeus Kulzer, begleitete die Studenten Schritt für Schritt auf dem Weg der Kronen und Brücken durch die cara Fertigung, vom digitalen Auftragseingang bis zum Versand der fertigen Restauration. 400 bis 500 Aufträge bearbeitet das cara Team pro Tag - rund 220.000 Einheiten pro Jahr. Nach dem Fräsen sichten die Mitarbeiter der Qualitätssicherung, allesamt Zahntechniker, jede Einheit zweimal manuell - vor und nach dem Sintern. Nacharbeiten ist durch das präzise Fräsen kaum erforderlich, Glätten vor dem Sintern genügt. Heraeus Kulzer hat dabei einen hohen Qualitätsanspruch: Ist der einwandfreie Sitz der Prothese gefährdet, fertigt das cara Team die Krone oder Brücke neu. "Wie ordnen Sie die einzelnen Teile immer dem richtigen Auftrag zu?", wollten die Studenten wissen. Auf dem Nestingbild, das die Materialronde durch den gesamten Prozess begleitet, ist die Anordnung der Teile eindeutig markiert. Zudem ermöglicht eine eigens entwickelte Software den Abgleich des vorliegenden Teils mit den Konstruktionsdaten. Heraeus Kulzer gewährte Einblick in die Entwicklung neuer Möglichkeiten. So könnten gedruckte Keramiken in ein paar Jahren gang und gäbe sein.

Die richtige Legierung für jede Indikation

Warum gibt es auf dem Dentalmarkt so viele verschiedene Legierungen? Das fragt sich mancher Student. Allein bei Heraeus Kulzer können Anwender zwischen 40 Legierungen wählen. "Um den verschiedenen Anforderungen an Zahnersatz gerecht zu werden", lautete die klare Antwort von Zahntechnikermeister Heinz Schebela, der vor seinem Ruhestand 30 Jahre Leiter der Anwendungstechnik bei Heraeus Kulzer war. "Den Zahnarzt und Zahntechniker beschäftigen bei der Wahl der Legierung vor allem ökonomische Faktoren, mögliche Allergien und die Mundsituation des Patienten", so Schebela. Er erklärte den Gießener Studenten, welche Legierung sich für welche Indikation eignet. Handfestes Praxiswissen, das sie sowohl im Studium als auch im späteren Berufsleben brauchen.

"Von Anfang an auf dem aktuellen Stand"

"Für die Studenten war es spannend zu sehen, wie weit die digitale Zahnmedizin heute schon ist", fasst Dr. Wegner ihre Eindrücke zusammen. "In Zukunft ist nur erfolgreich, wer sich schon im Studium auf dem aktuellen Stand der Zahnmedizin hält und die Innovationen verfolgt".

Kulzer GmbH

Die Heraeus Kulzer GmbH ist ein weltweit führendes Dentalunternehmen mit Sitz in Hanau (Deutschland). Seine Divisionen Dental Materials und Digital Services unterstützen Zahnärzte und Zahntechniker mit einem umfassenden Produktangebot im Bereich Ästhetische Zahnheilkunde, Zahnerhalt, Prothetik und Parodontologie sowie Digitale Zahnheilkunde. Mit rund 1.400 Mitarbeitern erzielte Heraeus Kulzer 2012 einen Produktumsatz von mehr als 350 Mio. €.

Seit Juli 2013 gehört Heraeus Kulzer zur japanischen Mitsui Chemicals-Gruppe. Die Mitsui Chemicals Inc. (MCI) mit Sitz in Tokio ist mit 13.000 Mitarbeitern in über 90 Ländern aktiv. Ihre innovativen und funktionalen Chemieprodukte sind in der Automobil-, Elektronik- und Verpackungsindustrie ebenso gefragt wie im Umweltschutz und im Healthcare-Bereich.