PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 735873 (Kulzer GmbH)
  • Kulzer GmbH
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  • 63450 Hanau
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Parodontitis-Fortbildung mit Prof. Dr. med. dent. Nicole Arweiler "Wir brauchen managebare Taschen"

(PresseBox) (Hanau , ) "Acht von zehn Menschen in der Bevölkerung haben ein parodontales Problem", so Prof. Dr. med. dent. Nicole Arweiler zur Therapie der Volkskrankheit Parodontitis. Die Abteilungsdirektorin am Lehrstuhl für Parodontologie der Universität Marburg veranschaulichte im Rahmen ihres Vortrages aus dem dentXperts education-Programm von Heraeus Kulzer anhand aktueller Studienergebnisse und Patientenfälle, wie effektiv antimikrobielle Begleittherapien sein können.

Anfang April fand in Saarbrücken bereits die zweite Veranstaltung der Zahnarztfortbildungsreihe "Möglichkeiten und Grenzen der nicht-chirurgischen Parodontitistherapie" von Heraeus Kulzer statt. Prof. Dr. med. dent. Nicole Arweiler verdeutlichte zu Beginn ihres Vortrags, dass Prophylaxe, Frühdiagnostik und systematische Parodontitistherapie essentiell im Kampf gegen parodontale Erkrankungen sind. Anhand ihres Marburger Paro-Konzepts erläuterte sie, wie diese drei Grundpfeiler systematisch ineinander greifen und mit welchem zeitlichen Umfang der Behandler planen muss.

"Gingivitis ist kein Kavaliersdelikt"

Bereits die Gingivitis zählt zu den parodontalen Erkrankungen, deren Entzündungsprodukte unbehandelt zu einer Parodontitis führen können. Eine fundierte Frühdiagnostik ist daher unerlässlich. Sind bereits Parodontitiden zu erkennen, gilt es schnell zu handeln, um betroffene Zähne zu erhalten und die Allgemeingesundheit nicht zu gefährden. Das klassische Scaling und Rootplaning (SRP) spiele hier die zentrale Rolle. Bei hoher Bakterienkonzentration oder extrem tiefen, schwer zugänglichen Taschen (≥6 mm) stoße SRP allein an Grenzen. "Es geht darum, managebare Taschen von 4 - 5 mm zu bekommen", so Arweiler. "Dafür muss auch die Mundhygiene stimmen. Zeigen Sie ihren Patienten, wie sie Pflege- und Hygieneprodukte richtig anwenden. Und machen Sie klar: eine lebenslange, regelmäßige Nachsorge ist notwendig."

Lokale Antibiose als unterstützender Faktor

Eine antimikrobielle Begleittherapie kann eine wirksame Unterstützung der Parodontitistherapie sein. Während Arweiler in der aktiven SRP-Phase eher eine systemische Antibiose empfiehlt, sieht sie in der Reevaluations-Phase oder im Rahmen der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) Vorteile durch lokale Antibiotika. Die gezielte Applikation in die betroffene Zahnfleischtasche sichere eine hohe Konzentration am Wirkort und sei unabhängig von der Patientencompliance. Hier setzt zum Beispiel Ligosan® Slow Release an: Das 14-prozentige Doxycyclin-Gel gibt seinen Wirkstoff kontinuierlich über einen Zeitraum von zwölf Tagen ab. Weitere Vorteile von Ligosan sieht Arweiler in der zusätzlich antiinflammatorischen Wirkung und der einfachen Applikation. Die Wirkweise wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien sowie Publikationen nachgewiesen und das Antibiotikum hat sich bereits über viele Jahre auf dem Markt etabliert. Die Referentin verwies dabei auch auf die signifikant höhere Reduktion von Leitkeimen* und der Sondierungstiefe** bei der unterstützenden Anwendung lokaler Antibiotika. Ein weiterer Vorteil: Gegenüber Doxycyclin könne bisher keine Resistenzbildung beobachtet werden.* Zum Ende der Veranstaltung machte Arweiler deutlich, dass lokale Antibiotika eine fachkundige Reinigung der supra- und subgingivalen Bereiche nicht ersetzen: "Produkte sind nur so gut, wie die Reinigung der Zähne".

Weitere Fortbildungen mit Prof. Dr. med. dent. Nicole Arweiler

Deutschlandweit sind in diesem Jahr noch vier weitere Veranstaltungen zur Parodontitistherapie geplant:
Mittwoch, 22.04.2015 in Oldenburg
Mittwoch, 09.09.2015 in Bochum
Mittwoch, 16.09.2015 in Erfurt
Mittwoch, 07.10.2015 im Raum Erding/Freising

Die Veranstaltungen finden nach den Leitsätzen und der Punktebewertung von Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) statt. Teilnehmende Zahnärzte erhalten vier Fortbildungspunkte. Interessierte können sich informieren und anmelden bei Janice Hufnagel, Tel. 06181-35-4041, oder via E-Mail an janice.hufnagel@kulzer-dental.com.

*Quelle: Ratka-Krüger P et al., J Periodontal. 2005 Jan;(1): 66 - 74
**Quelle: Matesanz-Pérez P, García-Gargallo M, Figuero E, Bascones-Martínez A, Sanz M, Herrera D.J.: A systematic review on the effects of local antimicrobials as adjuncts to subgingival debridement, compared with subgingival debridement alone, in the treatment of chronic periodontitis. Clin Periodontol. 2013 Mar;40(3):227-41

PHARMAZEUTISCHE INFORMATION

Ligosan Slow Release, 14 % (w/w), Gel zur periodontalen Anwendung in Zahnfleischtaschen (subgingival), Wirkstoff: Doxycyclin
Zusammensetzung: 1 Zylinderkartusche zur einmaligen Anwendung enthält 260 mg Ligosan Slow Release.

Wirkstoff: 1 g Ligosan Slow Release enthält 140,0 mg Doxycyclin entsprechend 161,5 mg Doxycyclinhyclat. Sonstige Bestandteile: Polyglykolsäure, Poly[poly(oxyethylen)-co-DL-milchsäure/glycolsäure] (hochviskos), Poly[poly(oxyethylen)-co-DL-milchsäure/glycolsäure] (niedrigviskos).

Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der chronischen und aggressiven Parodontitis bei Erwachsenen mit einer Taschentiefe von ≥ 5 mm als Unterstützung der konventionellen nicht-chirurgischen Parodontitis-Therapie.

Gegenanzeigen: Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Doxycyclin, anderen Tetracyclin-Antibiotika oder einem der sonstigen Bestandteile von Ligosan Slow Release; bei Patienten, die systemische Antibiotika vor oder während der Parodontaltherapie erhalten; während der Odontogenese (während der Frühkindheit und während der Kindheit bis zum Alter von 12 Jahren); während der Schwangerschaft; bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer akuten Porphyrie; bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion.

Nebenwirkungen: Nach Behandlung mit Ligosan Slow Release waren Häufigkeit und Ausprägung von Nebenwirkungen vergleichbar den Nebenwirkungen nach konventioneller Parodontitisbehandlung. Gelegentlich auftretende Nebenwirkungen sind: Schwellung der Gingiva (Parodontalabszess), "kaugummiartiger" Geschmack bei Austritt von Gel aus der Zahnfleischtasche. Da die Anwendung von Ligosan Slow Release nachweislich nur zu sehr geringen Doxycyclin-Plasmakonzentrationen führt, ist das Auftreten systemischer Nebenwirkungen sehr unwahrscheinlich.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Überempfindlichkeitsreaktionen, Urticaria, angioneurotisches Ödem, Anaphylaxie, anaphylaktische Purpura. Innerhalb der Gruppe der Tetracyclin-Antibiotika besteht eine komplette Kreuzallergie. Bei Verabreichung von Doxycyclin an Kinder während der Zahnentwicklung ist in seltenen Fällen eine irreversible Zahnverfärbung und Zahnschmelzschädigung beobachtet worden. Verschreibungspflichtig.

Pharmazeutischer Unternehmer: Heraeus Kulzer GmbH, Grüner Weg 11, 63450 Hanau
Stand der Information: 07/2013

Kulzer GmbH

Die Heraeus Kulzer GmbH ist ein weltweit führendes Dentalunternehmen mit Sitz in Hanau (Deutschland). Als verlässlicher Partner unterstützt das Unternehmen seit Jahrzehnten Zahnärzte und Zahntechniker mit einem umfassenden Produktangebot in der Ästhetischen Zahnheilkunde, Zahnerhaltung, Prothetik, Parodontologie und Digitalen Zahnheilkunde. Ihr Fachwissen und ihr Herzblut für den Dentalmarkt treiben die über 1.400 Mitarbeiter an 25 Standorten weltweit an. Sie verkörpern das, wofür der Name Heraeus Kulzer steht: Service, Qualität und Innovation. 2013 erzielte Heraeus Kulzer so einen Produktumsatz von mehr als 400 Mio. USD. Heraeus Kulzer gehört zur japanischen Mitsui Chemicals-Gruppe. Die Mitsui Chemicals Inc. (MCI) mit Sitz in Tokio ist mit über 14.700 Mitarbeitern bei 134 Tochtergesellschaften in 27 Ländern aktiv. Ihre innovativen und funktionalen Chemieprodukte sind in der Automobil-, Elektronik- und Verpackungsindustrie ebenso gefragt wie im Umweltschutz und im Healthcare-Bereich.