PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 788733 (Heinz Nixdorf Institut)
  • Heinz Nixdorf Institut
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  • 33102 Paderborn
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Durch intelligente Arbeitsvorbereitung einen Schritt voraus

(PresseBox) (Paderborn, ) Um Herstellern eine intelligente Planung ihres Produktionsprozesses zu ermöglichen, hat die Fachgruppe "Wirtschaftsinformatik, insb. CIM" des Heinz Nixdorf Instituts (Universität Paderborn) zusammen mit ihren Projektpartnern eine Dienstleistungsplattform entwickelt. Mithilfe dieser Plattform kann noch vor dem Fertigungsprozess festgestellt werden, wie ein Werkstück optimiert hergestellt werden kann.

Die Wissenschaftler um Prof. Dangelmaier haben im Rahmen des Projekts "In- VorMa" ("Intelligente Arbeitsvorbereitung auf Basis virtueller Werkzeugmaschinen") ein mathematisches Modell erstellt, das die Werkstattfertigung abbildet. Das Modell umfasst dabei u.a. die Belegung der Maschinen, die Start- und Endzeiten der einzelnen Produktionen sowie die Schichtpläne der Mitarbeiter. "Außerdem haben wir in Kooperation mit unseren Partnern der Fachhochschule Bielefeld den sogenannten 'Setup-Optimizer' entwickelt", erklärt M. Sc. Jens Weber, Mitarbeiter von Dangelmaier. "Dadurch können wir ermitteln, wie ein Bauteil optimal in eine Maschine eingespannt werden muss, damit bei minimalem Zeitaufwand keine Kollisionen entstehen." In der Regel entscheiden Mitarbeiter abhängig von ihren individuellen Erfahrungswerten, wie sie ein Werkstück in einer Maschine positionieren. Das kann allerdings zu unvorhersehbaren Fehlern führen.

Bei der intelligenten Planung mithilfe der Plattform wird zunächst ein Auftrag angelegt, zum Beispiel 'Fertigung eines Bauteils A'. "Anschließend ermittelt die Cloud-Anwendung eine Maschine in der Fabrik, die das Bauteil anfertigen kann. In einem nächsten Schritt wird geprüft, ob das Bauteil wie gedacht hergestellt werden kann. Dann wird der gesamte Produktionsprozess auf der Basis virtueller Werkzeugmaschinen simuliert und das Programm zeigt an, mit welchen Parametern

'Bauteil A' optimal produziert werden kann", erklärt Weber. "InVorMa" wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und fand in enger Zusammenarbeit mit den Fachgruppen "Strategische Produktplanung und Systems Engineering" (Heinz Nixdorf Institut) und "Decision Support & Operations Research" der Universität Paderborn, der Arbeitsgruppe "Computational Materials Science and Engineering" der Fachhochschule Bielefeld, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Strothmann Machines & Handling GmbH und DMG Mori Seiki AG statt. Das Projekt hat eine Laufzeit von vier Jahren und wird im Juni abgeschlossen.

Heinz Nixdorf Institut

Das Heinz Nixdorf Institut ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut der Universität Paderborn. Ziel ist es, die Forschung auf anwendungsnahen Gebieten der Informatik und Ingenieurwissenschaft zu stärken. Im Zentrum stehen technische Systeme, die auf dem Zusammenwirken von Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Informatik beruhen. Typisch für derartige Systeme sind Erzeugnisse der Informations- und Kommunikationstechnik, der Verkehrstechnik, des Maschinenbaus und der Medizintechnik. Am Institut wirken neun Professoren mit etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Pro Jahr promovieren hier etwa 20 Nachwuchswissenschaftler/ innen.