Wirtschaft und Ausbildung gehen Hand in Hand: Werkstoffprüfer werden in Sachsen ausgebildet

(PresseBox) ( Nossen, )
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- Kooperationsvertrag: Das Berufliche Schulzentrum (BSZ) „Julius Weisbach“ in Freiberg und die Hegewald & Peschke GmbH beschließen enge Zusammenarbeit
- Kurze Wege: Einzige Berufsschule für angehende Werkstoffprüfer in Sachsen
- Praxisnah: Berufsschüler nutzen das Applikationslabor der Hegewald & Peschke GmbH für eine Ausbildung an modernster Technik

Die Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH und das Berufliche Schulzentrum „Julius Weisbach“ in Freiberg ermöglichen angehenden Werkstoffprüfern ab diesem Lehrjahr eine praxisnahe Ausbildung in Sachsen. Der Berufsschulunterricht erfolgte bisher ausschließlich in Bayern.

Die Hegewald & Peschke GmbH stellt dazu das hauseigene Applikationslabor mit modernster Meß- und Prüftechnik zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Die Berufsschüler werden hier im Rahmen von Praktika bereits in ihrem ersten Ausbildungsjahr grundlegende Prüfverfahren wie die Härteprüfung oder den Zugversuch sowie metallographische Untersuchungen durchführen. Erfahrene Fachingenieure der Hegewald & Peschke GmbH betreuen die angehenden Werkstoffprüfer und vermitteln interessante sowie vor allem praxisnahe Einblicke in den Berufsalltag.

Der Abwanderung von Fachkräften entgegen wirken

Volker Peschke, Geschäftsführer der Hegewald & Peschke GmbH, sieht bei der Ausbildung von Werkstoffprüfern in der Region großen Nachholbedarf. „Der Wirtschaftsstandort Sachsen profitiert von dem neuen Angebot der Berufsschule Freiberg, denn immer mehr Unternehmen suchen gut ausgebildete Werkstoffprüfer. Uns muss daran gelegen sein, qualifizierte Fachkräfte und damit Know-how in sächsischen Unternehmen zu halten. Gemeinsam mit dem BSZ Freiberg tragen wir unseren Teil dazu bei, der Abwanderung von Fachkräften etwas entgegen zu setzen.“

Bisher konnten sich angehende Werkstoffprüfer aus Sachsen zwar Ausbildungsunternehmen aus der Region suchen, um die Berufsschule zu besuchen, mussten sie allerdings bis nach Bayern.

Schüler und Unternehmen – große Nachfrage auf beiden Seiten

Dr. Frank Wehrmeister, Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft (BSZ) „Julius Weisbach“ erklärt: „Eine Reihe von Unternehmen sind an uns herangetreten, denn die langen Wege zur Berufsschule in Bayern schreckte bisher viele Interessenten ab.“

Das BSZ hat dann zunächst gemeinsam mit der Industrie und Handelskammer geprüft, ob auch die Nachfrage bei den Berufsschülern vorhanden ist. Schließlich musste eine Mindestschülerzahl von 16 zur Einrichtung einer neuen Landesfachklasse erreicht werden. „Mit derzeit 21 angehenden Werkstoffprüfern haben wir diese Zahl deutlich überschritten. Auch für das kommende Lehrjahr ist die Nachfrage ausreichend“, sagt Dr. Frank Wehrmeister.

Partnerschaften für die Zukunft

Für die Unternehmen ist neben der räumliche Nähe auch die Qualität der schulischen Ausbildung entscheidend. „Ein eigenes Prüflabor könnten wir nicht finanzieren. Daher haben wir uns auf die Suche nach Alternativen begeben“, ergänzt Dr. Frank Wehrmeister. „Die Hegewald & Peschke GmbH verfügt über ein sehr hohes technisches Know-how und bringt wichtiges Praxiswissen ein. Das Unternehmen ist daher für uns der ideale Partner. Gemeinsam können wir den Berufsschülern eine fachlich anspruchsvolle und praxisnahe Ausbildung an modernster Technik anbieten.“

Die Perspektiven für die angehenden Werkstoffprüfer sind sehr gut. Viele der Berufsschüler haben namhafte Ausbildungsunternehmen gefunden. Neben der Kooperation mit der Wirtschaft profitiert das Berufliche Schulzentrum auch von der Nähe zur TU Bergakademie Freiberg. Das Schülerlabor `Sciene meets school´ der Universität bringt seine umfassende Kompetenz für Werkstoffe und Technologien in die Ausbildung der künftigen Werkstoffprüfer ein.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Neuordnung und Modernisierung des Berufsbildes Werkstoffprüfer/-in auf Bundesebene ist die Zusammenarbeit zwischen der Berufsschule und der Hegewald & Peschke GmbH eine wichtige Grundlage. Der Klassenlehrer der Werkstoffprüfer arbeitet auch im Rahmenlehrplanausschuss der Kultusministerkonferenz mit.

Über das Berufliches Schulzentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“

Der Schulstandort am Schachtweg in Freiberg wurde 1952 bis 1954 errichtet und als Betriebsberufsschule der Freiberger Bleierzgruben "Albert Funk" eröffnet. Zunächst erfolgte die Ausbildung in Bergbauberufen später kamen weitere Ausbildungsberufe hinzu. Im Ergebnis der Neustrukturierung der Berufsausbildung im Osten Deutschlands wurde die Schule in den Jahren 1990 bis 1992 zu einem gewerblich-technischen beruflichen Schulzentrum in Trägerschaft des Landkreises Freiberg ausgebaut. Seit 1991 trägt es den Namen "Julius Weisbach". Durch die Übernahme von Lehrlingen aus anderen ehemaligen Betriebsberufsschulen erreichten die Schülerzahlen einen bis dahin unerreichten Höchststand von 1.650. Zum 1. August 2005 wurde das Berufliche Schulzentrum für Technik mit dem Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft Freiberg zum BSZ für Technik und Wirtschaft "Julius Weisbach" vereint. Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 gehört das ehemalige Berufliche Schulzentrum Flöha als Außenstelle zum BSZ "Julius Weisbach" Freiberg. Im Schuljahr 2011/12 lernen ca. 1.400 Schülerinnen und Schüler an der Einrichtung. Weitere Informationen über die das Berufliche Schulzentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ finden Sie im Internet unter www.bsz-freiberg.de.
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