Vollautomatische Werkstoffprüfung: Hegewald & Peschke GmbH und EKF Automation GmbH entwickeln innovatives Prüfzentrum

(PresseBox) ( Nossen/ Dresden, )
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- Vollautomatisch: 24h-Vollautomatischer Betrieb für Metallzugversuche
- Normkonform: Dehnungsgeregelte Zugversuche mit berührungslosem Laserextensometer nach DIN 6892-1
- Flexibel: Flexible und kundenspezifische Resultatsermittlung

Die Hegewald & Peschke Meß- und Prüftechnik GmbH und die EKF Automation GmbH haben gemeinsam ein neues Prüfzentrum für Flach- und Rundproben aus Qualitätsstählen entwickelt. Mit der erfolgreichen Kooperation erweitert die Hegewald & Peschke GmbH ihr Angebot im Bereich der vollautomatisierten Werkstoffprüfung. Das Probenhandling wird von einem leistungsfähigem Industrie Sechsachs-Roboter übernommen, der mit einem innovativem Spezialgreifer ausgestattet ist. Das Herzstück des neuen Prüfzentrums ist eine Prüfmaschine der Inspekt 400 KN der Hegewald & Peschke GmbH.

Die Prüfanlage ermöglicht berührungslos dehnungsgeregelte Metallzugversuche nach DIN 6892-1 im vollautomatischen 24-Betrieb.

Entwicklungskooperation für die vollautomatische Werkstoffprüfung

Metallverarbeitende Unternehmen setzen immer häufiger auf vollautomatische Prüfanlagen und die damit verbundenen Vorteile: Die Auslastungen der Maschinen steigen, der Personalaufwand wird reduziert und die Prüfkosten sinken. Das neue Prüfzentrum verleiht der industriellen Qualitätssicherung neue Impulse, denn es bietet hohe Prüfgeschwindigkeiten bei einer bedienerunabhängigen Auswertung sowie einer automatischen Registrierung der Prüfergebnisse.

Das Prüfzentrum wurde gemeinsam mit der Dresdner EKF Automation GmbH, einem der führenden Anbieter in der Roboter- und Automatisieriungstechnik, im Auftrag eines großen deutschen Stahlunternehmens entwickelt und ist mit einer Reihe von technischen Innovationen ausgestattet.

Technische Innovationen für den vollautomatischen Zugprüfversuch

Die EKF Automation GmbH zeichnete sich für die Installation und Optimierung eines Industrieroboters mit Spezialgreifer, einer optischen Dicken- und Breitenmessstation, eines speziellen Markierungssystems für die berührungslose Dimensionsmessung sowie für die Steuerungssoftware verantwortlich.

Franziska Würz, Leiterin Entwicklung und Projektmanagement der EKF Automation GmbH erklärt eine zentrale Herausforderungen des gemeinsamen Projektes: „Der Industrieroboter muss in der Anlage mit Flach- und Rundproben verschiedener Abmessungen arbeiten. Für uns war es deshalb besonders herausfordernd, die Technik auf diesen Toleranzbereich abzustimmen. Neben der Installation einer zuverlässig arbeitenden Messstation musste auch ein präzise arbeitender Spezialgreifer für den Industrieroboter entwickelt werden.“

Im Prüfzentrum durchlaufen die Flach- und Rundproben aus Qualitätsstählen verschiedene Stationen, wo sie vermessen und mit Prüfmarkierungen versehen werden. Diese sind notwendig, denn die Dehnungsmessung übernimmt ein Lasermesssystem. Die Markierungen werden an einer speziellen Markierstation von Düsen aufgespritzt und im Verlauf des Prüfvorgangs von Sensoren optisch erfasst, sodass die Dehnungsverteilung präzise nach Probenabschnitten ausgewertet werden kann.

Volker Peschke, Geschäftsführer der Hegewald & Peschke GmbH erklärt: „Im Vergleich zu herkömmlichen Ansatzdehnungsaufnehmern arbeiten wir bewusst mit berührungslosen Dehungsmessgeräten, denn diese sind verschleißfrei. Zudem kann so die Dehnungsverteilung bestimmt werden. Die Prüfanlage ist in dieser Kombination aus Neuerungen bisher einmalig. Sie wird derzeit bei einem namhaften deutschen Qualitätsstahlhersteller sehr erfolgreich getestet.“

Probenmagazine ermöglichen vollautomatischen Schichtbetrieb

Die Probenzuführung erfolgt über Probenregale. Hier können bis zu 80 Flach- und ca. 110 Rundproben hinterlegt werden. Eine Neubestückung der Regale ist je nach Prüfaufkommen in der Regel aller acht Stunden notwendig und erfolgt über einzelne Schubkästen. Diese können separat entnommen und neu befüllt werden, ohne dabei den Prüfvorgang zu unterbrechen. Bei Bedarf arbeitet die Prüfanlage vollautomatisch und ohne weitere manuelle Eingriffe im 24h-Betrieb.

Alle für den Prüfvorgang notwendigen Handling-Aufgaben werden von einem vollautomatisch arbeitenden Sechsachs-Roboter übernommen. Die zerstörten Proben sowie Ausschuss werden in einem separaten Kasten abgelegt.

Die Zugprüfmaschine Inspekt 400 KN im Detail

Das Herzstück der Anlage ist die Inspekt 400 KN. Die elektro-mechanischen Universalprüfmaschinen der Baureihe Inspekt wurden von der Hegewald & Peschke GmbH insbesondere für den Einsatz in der Metall- und Baustoffindustrie konzipiert. Der Prüfrahmen zeichnet sich durch eine hoch steife und robuste Rahmenkonstruktion aus und ist damit auch im 3-Schichtbetrieb besonders verschleißarm.

Doppelseitige hydraulische Spannzeuge stellen eine exakte Positionierung der Prüflinge sicher, denn die Proben können gleichmäßig von beiden Seiten angefahren werden. Optische Sensoren überwachen den Spannvorgang und verhindern Fehlstellungen.

Berührungslos dehnungsgeregelter Metallzugversuch nach DIN 6892-1

Ist die Probe eingespannt, beginnt der berührungslos dehnungsgeregelte Metallzugversuch nach DIN 6892-1. Alle innerhalb der Norm geforderten Resultate können ermittelt werden. Das Prüfpersonal kann die Ergebnisse der Versuche bei Bedarf in Echtzeit am angeschlossenen Terminal verfolgen. Je nach Prüfanforderung stehen verschiedene Ausgabemasken zur Verfügung. Die ermittelten Resultate werden automatisiert an einen Host-Rechner übertragen und verwaltet. Die Prüfergebnisse können direkt mit einem ERP-System gekoppelt und kundenspezifisch ausgelesen werden.

Die Prüfanlage erfüllt alle aktuellen sicherheitstechnischen Standards gemäß der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sowie der EMV-Richtline 2004/108/ES. Herauszustellen ist in diesem Zusammenhang das besondere Sicherheitsprogramm des Industrieroboters „Safe Operation“. Diese Technologie macht mechanische Achsbereichsüberwachungen überflüssig und verhindert zudem, dass der Roboter aus seinem definiertem Arbeitsraum ausbrechen kann. Das Prüfzentrum bietet ein Maximum an Sicherheit für Betriebsumgebung und Personal.

Über die EKF Automation GmbH

Die EKF Automation GmbH entwickelt und fertigt komplett automatisch arbeitende Montageanlagen. Mit den Systemen und Lösungen des Dresdner Unternehmens wird der Werkstückfluss in Fertigungslinien automatisiert und Mess- und Prüflösungen integriert. Darüber hinaus stellt das Unternehmen spezielle Prüfautomaten sowie Sondermaschinen für Spezialaufgaben in der Industrie her. Die Einsatzbereiche finden sich in einer Vielzahl industrieller Produktionsanlagen mit hohen Stückzahlen, z.B. in der Automobil- und Elektroindustrie oder in für Menschen hochbelasteten Umgebungen wieder. Weitere Informationen über die EKF Automation GmbH finden Sie im Internet unter www.ekf-dd.de.
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