Sicherheitsfolie reduzierte Auswirkungen der Bombenexplosion in Oslo

(PresseBox) ( Münster, )
2007, weit vor der Detonation der Bombe im Regierungsviertel, installierte HAVERKAMP-Partner Mil Sec 15.000 Quadratmeter der Sicherheitsfolie PROFILON® ER1 an den Fenstern vieler Regierungsgebäude in Oslo. Dank der sprengwirkungshemmenden Hochsicherheitsfolien wurde der lebensbedrohliche Splitterflug in dem eng bebauten Regierungsviertel nachweislich reduziert und damit eine noch größere Katastrophe verhindert.

Ein kurzer Rückblick: Am Nachmittag des 22. Juli 2011 zerstörte die kräftige Explosion einer Autobombe das Regierungsviertel in Oslo fast völlig. Acht Menschen kamen ums Leben, zehn wurden schwer verletzt. Die Explosion ereignete sich zwischen dem Öl- und Energieministerium und einem 17-stöckigen Hochhaus, in dem mehrere Ministerien und das Büro von Ministerpräsident Jens Stoltenberg untergebracht waren. In einem VW Crafter-Kleintransporter wurde eine Bombe auf Basis von 950 Kilogramm ANFO zur Explosion gebracht.

Die Welt blickte vor allem auf die massiven Zerstörungen in der Hauptstadt: Aus den Gebäudekomplexen stieg schwarzer Rauch auf, die Dachetage des Öl- und Energieministeriums brannte, das riesige Hausviertel ist seitdem eine Ruine. Die Druckwelle der Explosion zerstörte Gebäudefassaden im Umkreis von einem Kilometer. Es lagen Trümmerteile in den Straßen rund um den Anschlagsort.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte die Anschläge in Norwegen. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen sich die 15 Ratsmitglieder am 23. Juli 2011 "auf das Schärfste [gegen die Taten aus,] alle Terrorakte sind verbrecherisch und unentschuldbar, was auch immer ihr Beweggrund ist", hieß es in der Erklärung.

Dennoch: Bombenanschläge und Sprengstoffattentate sind mittlerweile zu einer täglichen Bedrohung geworden. Rund 60 Anschläge gegen Einrichtungen und Ansammlungen von Menschen in Friedenszeiten werden seit 1983 weltweit gezählt. Viele unschuldige Menschen verloren ihr Leben. Daneben entstanden Sachschäden, die durch die Druckwelle, meist innerhalb der Gebäude, ausgelöst wurden. Ein 100%iger Schutz im Falle eines Sprengstoffanschlages ist nicht möglich, jedoch eine Reduzierung der Auswirkungen.

PROFILON® ER1 milderte Folgen der Explosion

Deshalb montierte das norwegische Unternehmen Mil Sec, Exklusiv-Handelspartner von HAVERKAMP in Norwegen, zwischen 2007 und Ende 2010 rund 15.000 Quadratmeter der Sicherheitsfolie PROFILON® ER1 an den Fenstern der Regierungsgebäude in Oslos Zentrum im Auftrag der norwegischen Regierung.

Eine präventive Maßnahmen, die am 22. Juli 2011 vielen Menschen in der Umgebung des Anschlagortes das Leben rettete.

Der Grund: HAVERKAMP hat mit der Sicherheitsfolie PROFILON® ER1 eine sprengwirkungshemmende Folie für die Nachrüstung einfacher Glasflächen entwickelt, weil die Glasflächen physikalisch den geringsten Widerstand der Gebäudefassade aufweisen. Im Falle eines Sprengstoffanschlages können die einzelnen Glassplitter zu scharfkantigen Geschossen von bis zu 10.000 m/sec. werden - abhängig von der Art und Menge des Sprengstoffes und der Entfernung zum Gebäude, die Ursache für 80% aller tödlichen Verletzungen. Die PROFILON® ER1 wurde speziell dafür entwickelt, diesen gefährlichen Splitterflug zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Möglich ist dies aufgrund einer besonderen Faserstruktur der 4-lagigen, kaltlaminierten Sicherheitsfolie, die bisher als einzige Folie erfolgreich den Druckstoßrohr-Test gemäß DIN EN 13541 ER 1 (NS) bestanden hat. In diesem Härtetest simuliert das deutsche Fraunhofer-Institut für Kurzyzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut (EMI), eine realitätsnahe Explosion in einem Druckstoßrohr. Vergleichbar mit der Explosion eines Sprengsatzes in einer Großstadt inmitten dichter, hoher Bebauung, wo die Gebäude in der Umgebung die Druckwelle der Explosion wieder und wieder reflektieren -wie in Oslo. Durch die relativ lange Dauer der Druckwelle - mindestens 21ms - werden die Sicherheitsfolien einer extrem hohen Belastung ausgesetzt. Der Härtetest zeigt: Die Sicherheitsfolie PROFILON® ER1 bindet nachweislich die gefährlichen Glassplitter und bleibt mittels Randanbindung mit dem Fensterrahmen verbunden.

Die PROFILON® ER1 ist weltweit die einzige Sicherheitsfolie, die diesen Test bestanden hat und somit über sprengwirkungshemmende Eigenschaften verfügt. In Oslo hat die Sicherheitsfolie PROFILON® ihre Zuverlässigkeit bewiesen.

"Bei aller Fassungslosigkeit über den Anschlag sind wir bei HAVERKAMP gleichermaßen erleichtert und verdientermaßen stolz drauf, hier eine noch größere Katastrophe verhindert zu haben. In Oslo selbst äußert man sich auch anerkennend darüber, dass viele Menschen ihr Leben und ihre Gesundheit der Abwehrwirkung dieser Sicherheitsfolie verdanken", erzählt Ulrich Haverkamp, Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens.

Die Bilder aus der norwegischen Hauptstadt sprechen für sich: Zwar wurden einige Fensterrahmen durch die Wucht der Explosion komplett aus der Laibung herausgedrückt, die Folie hielt die Glassplitter jedoch zusammen und verhinderte so den lebensgefährlichen Splitterflug.

PROFILON ER1 Sicherheitsfolien werden inzwischen weltweit an durch Anschläge besonders gefährdeten Gebäuden eingesetzt. Das mehrlagige Folienlaminat mit einer Stärke von 475 ? wird von innen auf die Scheibe montiert und äußerst stabil über eine Randanbindung mit dem Fensterrahmen verbunden. Die hochspezialisierte Technologie von PROFILON® ER1 wirkt zusätzlich durchwurfhemmend, ist schwer entflammbar und brandüberschlagshemmend.

Was zudem insbesondere Architekten von auffälligen und im Umgebungsstil prestigeträchtiger Fassaden freuen wird: hohe Klarsichtigkeit und Transparenz von PROFILON® ER1 sorgen für nahezu unsichtbaren Schutz. Die spezialgehärtete langlebige Oberfläche ist extrem kratzfest und lässt sich einfach mit herkömmlichen Reinigungsmitteln säubern.

www.haverkamp.de
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