Grünes Licht für die HPI Schul-Cloud: Bundesländer übernehmen Regelbetrieb und Weiterentwicklung

(PresseBox) ( Potsdam, )
Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) hat die Vereinbarung der Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen begrüßt, das Pilotprojekt HPI Schul-Cloud in den Regelbetrieb zu überführen und die Weiterentwicklung zu sichern. Die Schaffung der datensouveränen digitalen Infrastruktur für den Schulunterricht war seit 2017 von der Bundesregierung gefördert worden. Das Pilotprojekt endet wie geplant Ende Juli 2021. Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel dankte den Landesregierungen in Potsdam und Hannover für das bereits gegebene grüne Licht zur Übernahme der Plattform. Mit der formalen Zustimmung des Erfurter Landeskabinetts zur Vereinbarung rechnet der Wissenschaftler am 15. Juni.

"Wie erhofft, sind die drei beteiligten Landesregierungen bereit, ihre jeweiligen länderspezifischen Bildungs- und Schul-Clouds, die auf der HPI Schul-Cloud basieren, im Verbund weiterzubetreiben und -entwickeln. Das wird den kräftigen Digitalisierungs-Schub für die schulische und berufliche Bildung in diesen Ländern verstetigen", sagte Meinel.

Nach seinen Worten ist es mit der HPI Schul-Cloud gelungen, "eine leistungsfähige Lern- und Arbeitsumgebung zu schaffen, die alle für einen digital unterstützten Unterricht notwendigen Werkzeuge und einen sicheren Zugang zu vielfältigen Lerninhalten bietet". Aktuell greifen nach HPI-Angaben mehr als 1,3 Millionen Personen an über 4.000 Schulen in allen Bundesländern auf die HPI Schul-Cloud zu. Besonders stark hatte die Nutzung zugenommen, als das Bundesministerium für Bildung und Forschung im März 2020 die Plattform für alle Schulen in Deutschland öffnete, die kein vergleichbares Angebot des Landes oder Schulträgers nutzen konnten. Auch die drei Länder hatten ihre Pilotprojekte für alle Schulen geöffnet.

HPI Schul-Cloud wurde zur systemrelevanten IT-Infrastruktur
In einem Rückblick sprach Projektleiter Meinel von "spannenden, erkenntnisreichen Jahren der Forschung und Entwicklung". Angefangen habe es 2017 mit einem kleinen Kreis von Pilotschulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC. Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie habe sich die Cloud-Plattform ab Frühjahr 2020 dann für viele Schulen sogar zur systemrelevanten IT-Infrastruktur entwickelt. "Wir freuen uns, dass sie auch über die Krise hinaus eine wichtige Stütze des digitalen Unterrichts bleiben wird", sagte der Potsdamer Informatikwissenschaftler.

Er hoffe, dass sich auch weitere Bundesländer der interoperablen Schul-Cloud-Lösung anschließen werden, für die sich Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen bereits entschieden haben: "Denn das wäre doch viel zeit- und kostensparender, als 13 verschiedene eigene Plattformen zu entwickeln bzw. zu betreiben", so Meinel.

Moderne Cloud-Struktur und vielfältige Funktionen

Die HPI Schul-Cloud ist vom HPI als gemeinnütziges Open-Source-Projekt entwickelt worden. Sie unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Eltern beim digital gestützten Unterricht - und das nicht bloß in Phasen von Schulschließungen. Bereitgestellt werden alle dafür erforderlichen Funktionalitäten, zum Beispiel Office- und Videosystem, Messenger-Dienst, Design Thinking-Board, Dateiablage sowie Identitätsmanagementsystem. Lerninhalte verschiedener Anbieter werden über den integrierten Lern-Store datenschutzkonform zur Verfügung gestellt. Dank der modernen Cloud-Infrastruktur kann das System kurzfristig sich veränderndem Bedarf angepasst werden, um hohe Auslastungen abzufangen.

Kurzprofil HPI Schul-Cloud
Das Hasso-Plattner-Institut entwickelt seit 2017 gemeinsam mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC, zahlreichen Experten aus Wissenschaft und Praxis und gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Schul-Cloud, mit der digitale Inhalte verschiedener Anbieter einfach und sicher in der Schule genutzt werden können. Ziel der HPI Schul-Cloud ist es, eine intuitiv bedienbare digitale Lehr- und Lernumgebung zu schaffen, die orts- und zeitunabhängig von jedem Endgerät genutzt werden kann und datenschutzkonform ist. Aktuell greifen über 1,3 Millionen Nutzer:innen auf die HPI Schul-Cloud zu. Nachdem zunächst ausschließlich Schulen des Projektpartners MINT-EC sowie Schulen über die Kooperationen mit den Bundesländern Niedersachsen (Niedersächsische Bildungscloud), Brandenburg (Schul-Cloud Brandenburg) und Thüringen (Thüringer Schulcloud) beteiligt waren, wurde die HPI Schul-Cloud im März 2020 in Reaktion auf die Corona-Pandemie deutschlandweit für alle Schulen geöffnet, die kein vergleichbares Angebot des Landes oder des Schulträgers nutzen konnten.

Weitere Informationen zur HPI Schul-Cloud unter:
https://hpi-schul-cloud.de/
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.