CeBIT: Start-up des HPI stellt Geschäftsprozesse auf den Prüfstand

Potsdam, (PresseBox) - Die Optimierung von IT-gestützten Geschäftsprozessen ist für Unternehmen eine große Herausforderung: Selten werden Verbesserungspotentiale systematisch erfasst, der manuelle Aufwand ist hoch und die Umsetzung von Lösungen meist subjektiv. Auf der CeBIT zeigt das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Halle 6 am Stand E18 ein neues Werkzeug, das unerwünschte Prozessabweichungen automatisch erkennt und deren Ursachen identifiziert.

Mit LANA Process Mining, der Lösung des HPI-Start-ups „Lana Labs“, behalten Unternehmen die Übersicht über die eigenen Abläufe und können schnell und zielgerichtet auf Probleme reagieren. „Im ersten Schritt überprüft unsere Software über einen automatisierten Soll-Ist Abgleich, ob die tatsächlich ausgeführten Prozesse den Prozessmodellen des jeweiligen Unternehmens entsprechen“, erklärt Lana-Labs-Gründer und HPI-Absolvent Dr. Rami-Habib Eid-Sabbagh (34). Das erfolge mittels Auswertung und Visualisierung der digitalen Spuren, die bei jeder Transaktion im eigenen IT-System entstehen. „Dabei wird schnell sichtbar, welche Schritte nicht so laufen, wie geplant“, so Eid-Sabbagh. Ein Unternehmen könne so blitzschnell erkennen, ob und wo Abläufe doppelt ausgeführt oder an welchem Punkt wichtige Stationen übersprungen werden.

„Es ist häufig schon ein großer Fortschritt, wenn durch den Soll-Ist-Abgleich deutlich wird, was im Betrieb wirklich passiert. Das heißt aber noch nicht, dass die Gründe offensichtlich sind“, weiß Mitgründer Dr. Thomas Baier (31). Seit kurzem könne Lana Labs auch dabei unterstützen, den Problemen auf den Grund zu gehen: „Alle Abweichungen haben spezifische Eigenschaften, die etwas über den größeren Zusammenhang aussagen“, so Baier. Das könne im Einzelfall etwa ein Wochentag oder – beispielsweise im produzierenden Gewerbe – ein bestimmtes Material sein. Die neue Software kombiniert die vielen Kontext-Informationen, die bei einer Abweichung auftreten, und liefert ein klares Bild über mögliche Ursachen.

Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (https://hpi.de) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet das HPI den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 530 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen elf IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.

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