SmartRegion Pellworm: Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern im Test

Batteriespeicher in das Virtuelle Kraftwerk von HanseWerk eingebunden

Quickborn, (PresseBox) - In einer weiteren Projektphase von SmartRegion Pellworm erforscht die HanseWerk AG die Wirtschaftlichkeit der auf der Insel befindlichen Batteriespeicher. Hierzu hat das Unternehmen jetzt die Speicher in das Virtuelle Kraftwerk ihrer Tochtergesellschaft HanseWerk Natur eingebunden, das aus rund 70 dezentralen Blockheizkraftwerken besteht. Während in der ersten Phase von SmartRegion Pellworm die Überprüfung der technischen Machbarkeit im Vordergrund des Forschungsprojekts stand, liegt der Fokus der zweiten Phase des Projekts nun auf der Wirtschaftlichkeit.

Hierzu testet die HanseWerk-Gruppe, die sich auch im Projekt NEW 4.0 engagiert,  die Forschungsanlagen auf Pellworm zunächst für die Bereitstellung von Regelenergie. Als Regelenergie bezeichnet man die Energie, die ein Netzbetreiber benötigt, um unvorhergesehene Leistungsschwankungen im Stromnetz auszugleichen. Es wird zwischen positiver und negativer Regelenergie unterschieden. Übersteigt die eingespeiste Energie die zum selben Zeitpunkt entnommene Energie, benötigt der Netzbetreiber negative Regelenergie. Bei erhöhter Stromnachfrage ist positive Regelenergie erforderlich. Ein Batteriespeicher wie auf Pellworm kann sowohl positive wie negative Re-gelenergie bereitstellen. 

Für die SmartRegion Pellworm bestehen weitere Aspekte der Wirtschaftlichkeit in der Teilnahme an Arbitragegeschäften im Day-Ahead- sowie im Intraday-Markt, die die HanseWerk-Gruppe perspektivisch testen wird. Denn ein wesentlicher Teil des Börsenhandels mit Strom findet auf dem Day-Ahead-Markt statt, wobei Stromlieferungen für den folgenden Tag (basierend auf aktuellen Verbrauchsprognosen) gehandelt werden. Der Intraday-Handel wiederum findet täglich rund um die Uhr statt. Hier werden kurzfristig anfallende unvorhergesehene Überschüsse verkauft, um anderswo kurzfristige Engpässe auszugleichen. Bis zu 30 Minuten vor Lieferbeginn ist dies möglich. Mit diesem Instrument lässt sich der Bedarf für Regelenergie reduzieren, so dass sich Kosten sparen lassen. Ziel ist es, zu überprüfen, unter welchen Bedingungen bezie-hungsweise mit welchen Geschäftsmodellen ein wirtschaftlicher Betrieb solcher Speicher möglich ist.

HanseWerk Natur betreibt rund 200 effiziente Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Wärme- und Stromerzeugung und passt sich zukünftig flexibel der schwankenden Grünstrom-Erzeugung an. Bei viel Wind wird die Stromproduktion der BHKW heruntergefahren; die Wärmeversorgung wird über Wärmespeicher gesichert. Darüber hinaus werden bei HanseWerk Natur zusätzliche Power-to-Heat-Anlagen errichtet, die den überschüssigen Grünstrom dazu nutzen, Wasser zu erhitzen, um die Energie so in die Nah- oder Fernwärmenetze einzuspeisen.

HanseWerk AG

Die HanseWerk-Gruppe bietet ihren Partnern moderne Energielösungen mit den Schwer-punkten auf Netzbetrieb und dezentraler Energieerzeugung. Das Unternehmen betreibt selbst oder über seine Tochtergesellschaften rund 51.000 Kilometer Strom- und 25.000 Ki-lometer Gasleitungen in vielen Kommunen in Norddeutschland. Über ihre Tochtergesell-schaft HanseWerk Natur ist sie für 800 Kilometer Nahwärmenetze, 1.000 Heizanlagen so-wie 200 umweltschonende Blockheizkraftwerke verantwortlich. Als Partner der Energie-wende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren über 34.000 Anlagen zur Erzeu-gung Erneuerbarer Energien angeschlossen und ist im Forschungsprojekt NEW 4.0 enga-giert.

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