Trotz Krise: Frühjahrsumfrage bestätigt hohes Ausbildungsengagement im Handwerk

Ausbildungssituation im hessischen Handwerk

(PresseBox) ( Wiesbaden, )
"Die hessischen Handwerksbetriebe zeigen auch in der Wirtschaftskrise ein hohes Maß an Verantwortung und halten ihr Ausbildungsengagement auf dem hohen Niveau des Vorjahres," fasste der Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE), Gerhard Repp, das Ergebnis einer Frühjahrsumfrage zur Ausbildungssituation im hessischen Handwerk zusammen. Von den mehr als 1.000 befragten Handwerksbetrieben bildeten im Frühjahr 2009 über 72 Prozent gleich viele Lehrlinge aus wie im Vorjahr, bei 14,1 Prozent der Betriebe gab es mehr und in 13,7 Prozent weniger Auszubildende als im vergangenen Frühjahr. "Vor allem die Kleinbetriebe mit bis zu 4 Mitarbeitern halten ihre Ausbildungsleistung überdurchschnittlich konstant," erläuterte der ARGE-Präsident.

Auch in Zukunft hohe Ausbildungsbereitschaft

Nach der Umfrage wollen mehr als die Hälfte der Betriebe (54 Prozent) auch im nächsten Ausbildungsjahr ihre Ausbildungsleistung konstant halten. 11 Prozent werden voraussichtlich sogar mehr Lehrlinge ausbilden. Dem stehen 8,5 Prozent der Betriebe gegenüber, die Ausbildungsplätze abbauen wollen bzw. müssen. Über ein Viertel der Befragten (26,5 Prozent), und dabei vor allem Kleinbetriebe mit 2 bis 4 Beschäftigten, haben für das kommende Ausbildungsjahr noch keine Entscheidung getroffen. "Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten und täglich neuen Krisenmeldungen ist es sicherlich kein Wunder, dass sich diese Betriebe noch abwartend verhalten", sagte ARGE-Präsident Repp.

Für fast die Hälfte der Betriebe (45,4 Prozent) waren die schlechteren Geschäftsaussichten der entscheidende Grund für ihre Ausbildungsentscheidung in diesem Jahr, worin sich der enge Zusammenhang zwischen Markt und Beschäftigung widerspiegelt. Signifikant war außerdem, dass rund ein Viertel (24,8 Prozent) der befragten Betriebe die mangelnde Eignung der Lehrstellenbewerber als Grund für ihre zurückhaltende oder negative Ausbildungsentscheidung angaben. Nach Angaben von Repp blieben schon im vergangenen Jahr eine erhebliche Zahl von Lehrstellen aufgrund nicht ausreichend qualifizierter Bewerber unbesetzt. "Die Problematik der mangelnden Ausbildungsfähigkeit der Schulabsolventen wird sich angesichts der demographischen Entwicklung gerade für die technisch anspruchsvollen Handwerksberufe künftig noch verschärfen", ist sich der ARGE-Präsident sicher. "Wir brauchen deshalb mehr Maßnahmen zur besseren Berufsorientierung in den Schulen, um mehr junge Menschen für die über 120 spannenden Ausbildungsberufe des Handwerks zu interessieren".

ARGE-Präsident Repp wertete die Ergebnisse der Konjunkturumfrage insgesamt als einen erneuten Beweis für die besondere Ausbildungsverantwortung des heimischen Handwerks. "Gerade in schwierigen Zeiten krempeln unsere Betriebe die Ärmel hoch und bilden zum Teil weit über den eigenen Bedarf aus. Mit einer Ausbildungsquote, die das Verhältnis von Beschäftigten zu Lehrlingen abbildet, von rund 9 Prozent sind und bleiben unsere Handwerksbetriebe Spitze".
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