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Pressemitteilung BoxID: 436661 (Handwerkskammer Wiesbaden)
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Sehr gute Stimmung hält an

Handwerkskonjunktur: Stabil auf hohem Niveau

(PresseBox) (Wiesbaden, ) „Bereits im ersten Quartal hatte sich die sehr gute Stimmung in den Handwerksunternehmen in Ober-, West- und Mittelhessen abgezeichnet. Dieser positive Trend hält an und wird durch die Daten für das zweite Quartal noch untermauert“, erklärte Kammerpräsident Klaus Repp bei der Halbjahrespressekonferenz der Handwerkskammer Wiesbaden. Zurzeit seien 83,6 Prozent aller Betriebsinhaber mit ihrer Geschäftslage mindestens zufrieden. Eine solch gute Einschätzung habe man in den vergangenen Jahren nicht beobachten können. Damit werde das Vorkrisenniveau bei weitem übertroffen. „Der wichtige Geschäftsklimaindex, der die momentane und die erwartete Geschäftslage abbildet, beschreibt mit 84,4 Prozentpunkten, dass die Handwerksbetriebe weiterhin sehr optimistisch in die nähere Zukunft schauen“, freute sich der Kammerpräsident.

Alle Indikatoren positiv

„Alle Indikatoren bestätigen die sehr gute Stimmung in den Handwerksbetrieben“, so Repp. Der Beschäftigtensaldo sei positiv, die Auftragsreichweite und damit die Planungssicherheit betrage mittlerweile acht Wochen. Auch die Auftragseingänge hätten in den vergangenen drei Monaten nochmals zugelegt. Dementsprechend seien auch die Umsätze im Plus. Die Betriebsauslastung liege bei fast 80 Prozent der betrieblichen Ressourcen.

Weitere Aussichten gut

Die Erwartungen der Handwerksunternehmer für die Monate Juli bis September sehen für die Handwerkswirtschaft einen weiter positiven Verlauf. 85,1 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten für die Sommermonate 2011 gute bis zufriedenstellende Geschäfte. Es werden konstante Auftragseingänge und eine gute Umsatzentwicklung sowie weiterhin ein positiver Beschäftigtensaldo erwartet“, erklärte der Kammerpräsident.

Ausbildung: Stabil positive Entwicklung

„Die Ausbildungssituation im Wiesbadener Kammerbezirk stellt sich zum Stichtag 30. Juni 2011 positiv dar.“ Das verdeutlichte Kammerhauptgeschäftsführer Harald Brandes in seiner Zwischenbilanz. Aktuell sei ein Plus von 7,1 Prozent oder 1.787 statt 1.668 im Vorjahr an neu eingetragenen Lehrverträgen zu verzeichnen. „Eine zuverlässige Prognose über das Jahresendergebnis ist allerdings noch verfrüht“, erklärte Brandes.
„Ein besonderes Anliegen des Handwerks ist es, möglichst vielen Schulabgängern den Weg zu einer Ausbildung zu ebnen. Die Handwerkskammer Wiesbaden hat deshalb die ‚Verbundausbildung im hessischen Handwerk‘ mitentwickelt, in der sie zusammen mit ein oder zwei Ausbildungsbetrieben einen Ausbildungsvertrag mit Lehrlingen abschließt, die auf dem ‚ersten Arbeitsmarkt‘ keine oder kaum eine Chance gehabt hätten“, erklärte Brandes. 81 Lehrlinge hätten in diesem Programm bereits ihre Gesellenprüfung erfolgreich abgelegt und 8 ehemalige ‚Verbundler‘ haben sich sogar für die Meisterprüfung angemeldet. Die Verbundausbildung ist zum „Erfolgsmodell“ geworden“, erklärte der Kammerhauptgeschäftsführer.

Fachkräftemangel und Finanzierung

„Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte im Handwerk wird sich in naher Zukunft weiter verschärfen und die Betriebe in ihrer Entwicklungsfähigkeit schwächen“, zitierte Kammerpräsident Repp aus einer Umfrage zur Fachkräftesicherung. Deshalb würden eine systematische Personalentwicklung und eine Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit zunehmend wichtiger.
Gerade für kleinere Unternehmen, so Kammerhauptgeschäftsführer Brandes, mache die gestiegene Risikosensitivität der Banken die Kreditaufnahme teilweise schwierig. Mit Unterstützung der Berater der Kammer könnte über die Bürgschaftsbank Hessen und Förderprogramme der KfW und der WIBank oft geholfen werden.