Handwerk im Abschwung

Vorstellung der Ergebnisse der Konjunkturumfrage

(PresseBox) ( Arnsberg, )
"Die konjunkturelle Lage in Südwestfalen ist noch nicht so dramatisch wie Anfang der 80er Jahre. Allerdings liegt der Handwerksindex mit nur noch 74,8 von 100 Punkten wieder deutlich niedriger und die Umfragewerte lassen einen weiteren deutlichen Abschwung erwar-ten", so Hauptgeschäftsführer Meinolf Niemand bei der Vorstellung der aktuellen Befragungsergebnisse auch mit Blick auf die jüngsten Voraussagen der Wirtschaftsinstitute. Im Handwerk betroffen seien derzeit vor allem Unternehmen mit großer Abhängigkeit von der Industrie. Im Baubereich habe der lang anhaltende Winter zudem deutlich Spuren hinterlassen. Versetzt zeichneten sich jedoch auch deutliche Einbußen für die anderen Bereiche im Handwerk ab.

Positive Auswirkungen erwarte er von der verbesserten steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen für private Haushalte. Bereits die erste Stufe habe für die Handwerksbetriebe Aufträge ausgelöst, die sonst nicht vergeben worden wären. Richtig sei auch die Aufstockung des Gebäudesanierungsprogramms. Davon profitierten Handwerk, Eigenheimbesitzer, Vermieter, Mieter und nicht zuletzt die Umwelt. Allerdings: "Die Staatsquote muss deutlich gesenkt werden. Mehr Netto vom Brutto ist die Voraussetzung für eine dauerhafte Belebung der Binnenwirtschaft", unterstrich Meinolf Niemand. Die Kommunen forderte er auf, die zusätzlichen Mittel aus dem Konjunkturprogramm II konsequent zu nutzen und die neuen Rahmenbedingungen für die Vergabe öffentlicher Aufträge mit ihren deutlich erhöhten Freigrenzen zu einer Stabilisierung im Bau- und Ausbaubereich schnell einzusetzen.

An die Banken appellierte der Hauptgeschäftsführer der Handwerks-kammer Südwestfalen, Handwerksbetriebe nicht mit Investmentfirmen gleichzusetzen. "Die eingeführten Instrumente zur Stabilisierung des Fi-nanzsystems müssen nachprüfbar dazu führen, dass es bei der Kredit-gewährung an mittelständische Unernehmen wieder zu einer Entspan-nung kommt. Sonst wird der Wiederaufschwung gefährdet."

Beim Arbeitsmarkt im Handwerk könne nicht übersehen werden, dass sich durch die Auftragslage der Abschwung in den kommenden Monaten verfestigen werde. "Der Frühjahrsaufschwung ist seit langen Jahren erstmals wieder ausgeblieben. Die Betriebe sind weiterhin bemüht, auch unter erschwerten Bedingungen Beschäftigung zu sichern und Kompetenz in den Betrieben zu halten, doch bleiben ihnen nur wenig Chancen dazu." Dies werde sich auch negativ bei einem Wiederaufschwungs auswirken, da dann hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen erst wieder herangebildet werden müssten.

Für den Ausbildungsmarkt sieht Meinolf Niemand derzeit keine anges-pannte Situation. "Das Handwerk braucht weiter hoch qualifizierten Berufsnachwuchs und derzeit sind in unserer Lehrstellenbörse 133 freie Ausbildungsplätze registriert."

Alle Daten (vollständige Textfassung, Folien und Info-Grafik) finden Sie auch im Internet: http://www.hwk-suedwestfalen.de/pm16a-konjunktur.html
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