Neujahrsempfang der Wirtschaftskammern "Dies ist eine glückliche Region"

(PresseBox) ( Konstanz, )
Über 800 Gäste feierten auf Einladung der Handwerkskammer Konstanz und der IHK Hochrhein-Bodensee den Beginn des neuen Jahres 2008. Festredner des gemeinsamen Neujahrsempfangs im Konstanzer Konzilgebäude war der Journalist, Buchautor und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Frank Schirrmacher.

Das Wörtchen "glücklich" fiel auffällig häufig an diesem Vormittag, an dem sich die Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein Stelldichein gaben. Natürlich wünschte man sich traditionell ein glückliches neues Jahr 2008. Doch darüber hinaus blickte man auch durchaus zurück auf einige glückliche Momente, die das vergangene Jahr zu bieten hatte.

"Jeder ist seines Glückes Schmied," so fasste Handwerkskammerpräsident Hoch nicht nur die Anstrengungen der Universität Konstanz in den letzten Monaten im Kampf um den begehrten Elite-Titel zusammen. Eine glückliche Fügung sei auch die Ernennung des Meistertitels zur Spitzenqualifikation durch die Europäische Kommission. Mit eingestreuten Redewendungen und alten Sprichwörtern aus dem Bereich des Handwerks hielt Hoch eine Ansprache, die sowohl Höhen, aber auch Tiefen des Wirtschaftsbereichs Handwerk im Jahr 2007 widerspiegelte.

Entgegen dem allgemeinen Trend hätten die Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks aufgrund des Wegfalls der Eigenheimzulage und der Mehrwertsteuererhöhung im letzten Jahr einen schweren Stand gehabt. Auch prangerte Hoch die Bürokratielast für mittelständische Betriebe, die Verpackungsverordnung oder das dreigliedrige Schulsystem an.

Trotz Schwierigkeiten, geeignete Auszubildende zu finden, schafften die Unternehmen der Region ein Rekordplus an neuen Ausbildungsstellen von 12,5 Prozent. Damit kam Hoch auf die positiven Ereignisse des Jahres zurück. Glücklich schätzen durften und dürfen sich jene Handwerkszweige, die sich im Bereich (erneuerbare) Energien und Klima engagierten, sowie jene, die im weitesten Sinne die Zielgruppe der älteren Menschen ansprechen. Barrierefreie Badlösungen, orthopädische Hilfen - das sind nur einige Themen, die in Zukunft in einer alternden Bevölkerung an Bedeutung gewinnen werden.

Der diesjährige Festredner Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der FAZ und Autor des Bestsellers "Das Methusalemkomplott" konnte dies nur unterstreichen. Der "Dirty Harry" des Feuilletons, wie ihn die Wochenzeitung ZEIT einmal betitelte, fasste in seinem Vortrag sehr kurzweilig einige Thesen aus seinem Werk zusammen. "Sie leben in einer glücklichen Region", begann Schirrmacher vielversprechend. Andere Regionen wie etwa weite Teile Mecklenburg-Vorpommern zeigten bereits heute, wo die Reise hingehe: Sinkende Geburtenraten und Abwanderung der wenigen jungen, gut ausgebildeten Menschen ließen ganze Orte vergreisen. Im Jahre 2030 wird der durchschnittliche Deutsche 50 Jahre alt sein, zum Vergleich: im Gazastreifen ist das Durchschnittsalter dann 16 Jahre. "Wir müssen uns mit dieser Veralterung abfinden und entsprechende Konsequenzen aus dieser Entwicklung ziehen. Wir stehen am Beginn eines großen Umbruchs, der ein Umdenken hinsichtlich des Themas Alter und Altersgrenzen erfordert," sagte Schirrmacher. Für die Unternehmen bedeute dies ganz konkret, in ältere Mitarbeiter zu investieren. Auch gut qualifizierte Frauen müssten verstärkt gefördert werden. Neue Märkte würden sich auftun. Schirrmachers Quintessenz: Wir werden älter, alles wird anders, stellen wir uns dieser Tatsache.

Wie immer gab es nach dem offiziellen Teil des Neujahrsempfangs einen Imbiss im Foyer, bei dem die eine oder andere These des Publizisten noch heiß diskutiert wurde.
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