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Pressemitteilung BoxID: 121956 (Handwerkskammer Konstanz)
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Energiesparförderung

Handwerkskammer zeigt den Weg durch den Förderdschungel

(PresseBox) (Konstanz, ) Für Energiesparmaßnahmen gibt es eine Fülle interessanter Förderprogramme von Bund und Land. Anhand themenspezifischer Förderübersichten gibt die Handwerkskammer einen Überblick, welche Fördermöglichkeiten für Energiesparmaßnahmen und den Einsatz regenerativer Energieträger genutzt werden können.

Energiesparen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Bei heutigen Strom- und Brennstoffpreisen sind Energiekosten auf eine für alle Verbraucher schmerzhaft spürbare Größe angewachsen. Allein schon durch bewussteren Umgang mit Energie lässt sich so mancher Euro einsparen. Das richtige Lüftungsverhalten im Winter, die schaltbare Steckerleiste, die Elektrogeräten den Standby-Verbrauch abgewöhnt oder auch der Verzicht auf Kurzstreckenfahrten mit dem Auto sind typische Beispiele dafür.

Förderung für Energiesparinvestitionen

An anderer Stelle muss erst einmal investiert werden, wenn Energie gespart werden soll oder Klima schonende erneuerbare Energien zum Einsatz kommen sollen. Neue Fenster, der Austausch der Heizung, die Dämmung von Dach und Fassade oder die Anschaffung einer Solaranlage kosten Geld. Die Politik hat erkannt, dass das notwendige Kapital für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen oft fehlt und bietet deshalb für Energiesparmaßnahmen deutlich zinsverbilligte Kredite an.

Auch Hausbesitzer, die über einen prall gefüllten Sparstrumpf verfügen, brauchen oft einen Anstoß, das Ersparte zu Gunsten der Umwelt (und in zweiter Linie gleichzeitig zu Gunsten des eigenen Geldbeutels) einzusetzen. Auch das hat die Politik erkannt und bietet deshalb neben zinsverbilligten Krediten auch Zuschüsse für die Sanierung von Altbauten oder die Nutzung regenerativer Energien an.

Wer heute die Generalsanierung eines Altbaus vornimmt, kann in der Zuschussvariante des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der Kreditanstalt für Wiederaufbau je nach Sanierungsergebnis pro Wohneinheit zwischen 2.500 und 8.750 Euro Zuschuss bekommen – geschenktes Geld. Auch in der Kreditvariante des gleichen Programms winkt dem Kreditnehmer je nach Sanierungsergebnis über günstige Zinskonditionen hinaus noch ein Teilschulderlass in Höhe von 2.500 bis 6.250 Euro.

Erhöhte Zuschüsse für regenerative Energien

Wer gerade mit der Anschaffung einer thermischen Solaranlage oder einer Holzheizung liebäugelt, kann sich freuen: Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat die Fördersätze im Marktanreizprogramm Anfang August um 50 Prozent erhöht. Anlass für die Erhöhung sind deutliche Rückgänge der Auftragsvolumina in den Bereichen Solarthermie und Holzheizung. Umweltminister Sigmar Gabriel will durch verbesserte Investitionsanreize den Markt für diese klimaschonenden Technologien ankurbeln.

Solarkollektoranlagen für die Warmwasserbereitung werden jetzt mit 60 Euro je angefangenen Quadratmeter Bruttokollektorfläche gefördert, mindestens 412,50 Euro pro Anlage. Bei Anlagen zur kombinierten Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung beträgt die Förderung sogar 105 Euro je angefangenen Quadratmeter Bruttokollektorfläche. Die Erweiterung bestehender Solarkollektoranlagen fördert das Ministerium mit 45 Euro je Quadratmeter.

Holzpelletheizungen werden jetzt mit 36 Euro je Kilowatt Nennwärmeleistung gefördert, mindestens 1.500 Euro je Anlage. Bei Anlagen zur Verfeuerung von Holzhackschnitzeln beträgt die Förderung 750 Euro je Anlage, für Scheitholzvergaserkessel 1.125 Euro je Anlage. Anträge auf Förderung von Holzheizungen können allerdings nur noch für bis zum 31.12.2007 betriebsbereite Anlagen bewilligt werden. Interessenten sollten sich deshalb möglichst rasch entscheiden.

Für besonders innovative Anlagen wie z. B. große solarthermische Anlagen zur solaren Kühlung oder Prozesswärmeerzeugung wird zusätzlich ein Innovationsbonus gewährt, der bis zum Dreifachen der Basisförderung beträgt.

Zuschüsse für Energieberatung

Hausbesitzer, die zwar generell Interesse am Energiesparen oder erneuerbaren Energien haben, aber nicht wissen, was für ihr Gebäude sinnvoll oder machbar wäre, haben Glück: Auch Energieberatung wird von Bund und Land gefördert. Im Rahmen des so genannten Vor-Ort-Beratungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie werden Energieberatungen bezuschusst. Für Ein- und Zweifamilienhäuser beträgt der Zuschuss 175 Euro, für größere Gebäude 250 Euro.

Speziell für Ein- und Zweifamilienhäuser macht das Ministerium für Umwelt und Verkehr mit dem Energie-Spar-Check ein besonders attraktives Angebot: Dank Förderung durch das Ministerium und durch das baden-württembergische Handwerk erhalten Hausbesitzer mit einer Eigenbeteiligung von nur 100 Euro eine umfassende Energieberatung. Speziell qualifizierte „Gebäudeenergieberater im Handwerk“ nehmen hierzu vor Ort die Gebäudedaten auf und beraten am Objekt.

Aktuelle Förderübersichten

Peter Schürmann, Umweltschutzberater und Förderexperte der Handwerkskammer Konstanz, empfindet das Förderangebot im Bereich Energie als schwer durchdringbares Dickicht, in dem ständig Pflanzen absterben und neue nachwachsen. Um Handwerkern und deren Kunden den Weg durch den Förderdschungel zu weisen, hält er deshalb fortlaufend aktualisierte Förderübersichten bereit. Wer sich einen Überblick über die Fördermöglichkeiten für Energieberatung, Energiesparmaßnahmen und den Einsatz erneuerbarer Energien verschaffen will, findet hier Förderübersichten zu den Themen

- Energiediagnosen an bestehenden Gebäuden
- Heizungserneuerung
- Holzheizung
- thermische Solaranlagen
- Wärmedämmung
- Niedrigenergie- und Passivhäuser
- Photovoltaikanlagen
- Wärmepumpen und
- allgemeine Modernisierungsmaßnahmen

Die Förderübersichten können von der Homepage der Handwerkskammer Konstanz www.hwk-konstanz.de im Bereich Beratung/Umweltschutz herunter geladen werden. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann die Förderübersichten unter Telefon 07531 / 205-386 kostenlos abrufen.

Jeder Zeit einen virtuellen Besuch wert ist auch das neue baden-württembergische Energieportal www.energiesparfoerderung-bw.de. Hier haben die Besucher unter anderem die Möglichkeit, konkrete Vorhaben einzugeben und sich alle denkbaren Fördermöglichkeiten anzeigen zu lassen.