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Pressemitteilung BoxID: 125455 (Handwerkskammer Koblenz)
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Mit verkürzter Lehre zum Berufsabschluss

Modellvorhaben für kürzerdienende Soldaten auf Zeit startet im Januar 2008 / Fachkräftepotenzial für die Unternehmen

(PresseBox) (Koblenz, ) Nach der Schule zur Bundeswehr, vier Jahre Verwendung in der Laufbahn der Mannschaften, vier Jahre älter, aber immer noch ohne Berufsabschluss ... Soldaten auf Zeit (SaZ), die sich ohne vorangehende Berufsausbildung für mindestens vier Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet haben, ermöglicht das Beratungszentrum Bundeswehr-Wirtschaft (BzBwWi) unter dem Dach der Handwerkskammer Koblenz (HwK) ab Januar 2008 in einer 15-monatigen Ausbildung den anerkannten Berufsabschluss in einem von vier Handwerksberufen.

Pioniere des Modellvorhabens werden SaZ sein, deren Dienstzeitende auf den 31. März 2008 fällt. Um möglichst vielen SaZ die Teilnahme zu ermöglichen, soll die modulare Berufsausbildung viermal im Jahr beginnen. Das BzBwWi bietet sie zunächst in den Berufen der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, der Elektroniker, Feinwerkmechaniker und Metallbauer an.

In die Konzeption des Modellvorhabens einer verkürzten Ausbildung für SaZ war neben der HwK die Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (PSZ) im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) – dieser ist der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) zugeordnet – eingebunden. Grundsätzliche Voraussetzung für die Verkürzung der Lehrzeit war die Anerkennung des Soldatendienstes als ein Beruf – wenn dieser auch auf Zeit ausgeübt wird.

Zeitliche Gestaltung der Ausbildung Die Berufsausbildung beginnt für die SaZ bereits zehn Wochen vor Dienstzeitende – unter Nutzung von Urlaubsansprüchen und nach Absprache mit den Disziplinarvorgesetzten. Insgesamt beläuft sich die Ausbildungsdauer auf 15 Monate, die SaZ erwerben also ihre Gesellenbriefe bereits 13 Monate nach der Entlassung aus der Bundeswehr.

Ein hoher Anspruch, den das Modell an die angehenden Handwerker stellt, denn Klarheit über die beruflichen Ziele und der unbedingte Wille, sie zu erreichen, sind entscheidende Voraussetzungen, um diese Form einer Intensiv-Lehre zu meistern. Zudem sind die Ausbildungskosten nicht vollständig über die BFD-Ansprüche abgedeckt.

Die berufliche Bildungsmaßnahme beginnt im dritten Monat vor Dienstzeitende mit einem einmonatigen fachpraktischen Berufsorientierungspraktikum sowie einem einmonatigen fachpraktischen und fachtheoretischen Lehrgang in den HwK-Berufsbildungszentren (BBZ 1). In diesen zwei Monaten lernen die Teilnehmer anhand von Projekten das arbeitsmarktrelevante und technologische Umfeld des gewählten Berufes und das Anforderungsprofil in der Ausbildung kennen.

Unmittelbar nach Ende der Dienstzeit vermittelt ein weiterer vierwöchiger HwK-Lehrgang (BBZ 2) den SaZ die für den Einstieg in eine betriebliche Ausbildung erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse. Darauf folgt ein viermonatiger Abschnitt der beruflichen Fachbildung im Betrieb. Ein dritter fachtheoretischer HwK-Lehrgang (BBZ 3) über sechs Wochen schließt sich an. Nach der weiteren sechsmonatigen betrieblichen Ausbildung bereitet ein abschließender zweiwöchiger fachtheoretischer Bildungsabschnitt (BBZ 4) bei der HwK auf die Ablegung der Gesellenprüfung vor dem Prüfungsausschuss der HwK vor.

Chance auch für die Betriebe Ihren Ausbildungsbetrieb suchen die SaZ eigenverantwortlich und klären mit ihm die Vergütung zur Sicherung des Lebensunterhalts in den verbleibenden sechs Monaten nach Ende der Förderhöchstdauer durch den BFD.

Der Qualifizierungsbetrieb muss als Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung für die Berufsausbildung im entsprechenden Ausbildungsberuf geeignet sein. Über die Lehrstellenbörsen der Kammern und Arbeitsagenturen hinaus steht auch die Ausbildungsberatung der HwK gleichermaßen den SaZ wie den Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

Die Partner aus Bundeswehr und Wirtschaft, die das Modellvorhaben einer verkürzten Ausbildung für SaZ auf den Weg gebracht haben, sehen darin „eine Riesen-Chance für junge Leute, die sich im Klaren darüber sind, was sie wirklich möchten und die Bereitschaft aufbringen zum Büffeln, bis der Kopf qualmt“, wie es der zuständige stellvertretende PSZ-Leiter Generalmajor Wolfgang Born ausdrückt.

HwK-Präsident Karl-Heinz Scherhag und Hauptgeschäftsführer Dr. h. c. mult. Karl-Jürgen Wilbert verweisen auf die andere Seite: „Unsere Handwerksbetriebe können aus dem Kreis der Soldaten wertvolle Mitarbeiter gewinnen, die mit beiden Beinen im Leben stehen und beruflich vorankommen möchten. Mit Förderung durch die Bundeswehr haben sie die Möglichkeit, beruflich und menschlich gereifte Mitarbeiter zu Fachkräften in ihren Unternehmen und auf ihre besonderen Anforderungen hin auszubilden.“

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