Intensivierter wechselseitiger Austausch

Marktchancen für den Mittelstand: Neues Projektbüro für Kontakte mit Südosteuropa

(PresseBox) ( Koblenz, )
Sie waren eigens aus Südosteuropa nach Deutschland gereist, um teilzunehmen an der Eröffnung eines neuen, von der Ost-West GmbH der Handwerkskammer Koblenz betreuten Projektbüros, das künftig die wirtschaftlichen Bande zwischen Rheinland-Pfalz und ihren Ländern noch enger knüpfen soll: Unternehmer und Politiker aus Albanien, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldawien, Montenegro und Rumänien. Außerdem bei dem Projekt dabei sind Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Serbien. Angesiedelt ist das Projektbüro am Flughafen Hahn in den Räumlichkeiten des Mittel- und Osteuropazentrums (MOEZ).

Das über die "sequa gGmbH - Partner der deutschen Wirtschaft" abgewickelte Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) und dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium finanziert. Neben der Ost-West-GmbH der HwK Koblenz als Projektsteuerer sind das von ihr ins Leben gerufene und im bulgarischen Sofia ansässige Mittelstandsbüro Balkan, die Handwerkskammern der Pfalz, Rheinhessen und Trier, die IHK Rheinhessen, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (ifas) am Umwelt-Campus Birkenfeld der FH Trier sowie das MOEZ daran beteiligt.

Karl-Heinz Scherhag, Präsident der HwK Koblenz, verwies bei der Eröffnung auf die langjährige Erfahrung der Kammer mit Partnerschaftsprojekten in Südosteuropa, in Asien und Afrika. Austausch, so Scherhag, funktioniere immer nur in zwei Richtungen. Trotzdem seien natürlich vor allem die positiven Auswirkungen für die exportorientierten Mitgliedsbetriebe der Kammern in der Region eine wichtige Motivation für das Engagement in entsprechenden Projekten.

"Das neue Projektbüro leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der wirtschaftlichen Verflechtung mit den Ländern Südosteuropas", bekräftigte Alexander Baden, Hauptgeschäftsführer der HwK Koblenz. "Für unsere rheinland-pfälzischen Handwerksbetriebe eröffnen sich damit zahlreiche Möglichkeiten, neue Geschäftskontakte aufzubauen und vor allem Bestehende zu verfestigen und auszudehnen." Das werde, so MOEZ-Geschäftsführer Walter Strutz, auch einen Schwerpunkt in der Arbeit des Projektbüros bilden, das besonders kleine und mittlere Betriebe bei deren Einführung im Ausland unterstützen und wichtige Kontakte auf politischer Ebene knüpfen werde. Beispielhaft für die internationale Zusammenarbeit verwies Alexander Baden darauf, dass die HwK Koblenz gegenwärtig in Albanien die Vorarbeiten für ein Handwerksgesetz unterstütze, so wie sie es zuvor schon in anderen Balkanländern getan habe. "Es ist wichtig, dass sich unser duales Ausbildungssystem auch in Südosteuropa etabliert, damit die Position des deutschen Handwerks insgesamt in Europa gestärkt wird", so Alexander Baden. Außerdem bemühe man sich dort um die Einführung der Qualifikation zum Solarteur, denn: "Wir müssen unsere Partner in Sachen Umwelt- und Energietechnologie fit machen. So leisten wir nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern eröffnen auch neue Absatzmärkte für hiesige Unternehmen. Schließlich ist Deutschland führend beim Export dieser Technologien und so soll es auch bleiben."

Der Vizepräsident der bulgarischen Wirtschaftskammer, Georgi Schivarov, betonte, dass der Einrichtung des Projektbüros gerade in wirtschaftlich kritischen Zeiten besondere Bedeutung zukomme, eröffne es doch Möglichkeiten für einen positiven Blick in die Zukunft. Auch die Delegationen aus Rumänien und Moldawien, die in Präsentationen ihre Länder und deren wirtschaftlichen Perspektiven vorstellten, bekräftigten bei der Eröffnung noch einmal das Interesse ihrer Länder an einer intensiven Zusammenarbeit. Anschaulich dokumentierte der Präsident der Handwerkskammer in Skopje, Nikola Petrov, die bisher erzielten Erfolge des Kammerengagements in Südosteuropa. In Mazedonien, so Petrov, habe man dank der Hilfestellung der HwK Koblenz ein Handwerksgesetz verabschiedet, die Eintragung in der Handwerksrolle und die Meisterprüfung etabliert und die Ausbildung systematisiert. Vor allem aber habe sich das Handwerk mittlerweile auch wirtschafts- und gesellschaftspolitisch zu einem wichtigen und ernst genommenen Faktor entwickelt.
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