Hexenmeister auf pianistischem Parforceritt

Joseph Moog in der HwK-Reihe "Junge Pianisten spielen große Meister"

(PresseBox) ( Koblenz, )
Wenn er spielt, stimmen die Kritiker nahezu unisono höchstes Lob an, nennen ihn den "Klaviertitan", den "Hexenmeister", der "kühne pianistische Parforceritte" absolviert und mit seinen "Virtuosenpranken" wahre akrobatische Kunststücke auf den Tasten vollbringt. Diese Hymnen begleiten seit langem den Weg des 1987 in Neustadt an der Weinstraße geborenen Joseph Moog, der am Sonntag, 25 Januar, 11 Uhr in der Reihe "Junge Pianisten spielen große Meister" in der Galerie Handwerk Koblenz in der Rizzastraße zu hören ist, der sechste in dieser ambitionierten Konzertserie der Handwerkskammer Koblenz.

Mit vier erhielt Moog den ersten Klavierunterricht, ein pianistisches Wunderkind, das schon im zarten Alter auch selbst zu komponieren begann. Nicht umsonst gehört mittlerweile ein eigenes Werk zu fast jedem seiner Konzerte; auch in der Matinee wird ein Walzer aus seiner Feder zu hören sein. Mit zehn war Moog bereits Jungstudent bei Sontraud Speidel in Karlsruhe, studierte ab 2001 bei Bernd Glemser in Würzburg, seit 2007 bei Arie Vardi in Hannover und gastiert regelmäßig in großen Konzertsälen, bei namhaften Festivals und mit renommierten Orchestern. Zu den zahlreichen Preisen, die Moog im Lauf seiner steilen Karriere gewann, zählt der vom Freundeskreis der Rheinischen Philharmonie gestiftete Publikumspreis, den er bei der Preispremiere im vergangenen Jahr in Empfang nehmen konnte.

Dass er die Herzen seines Publikums im Sturm erobert, liegt natürlich auch am höchst virtuosen Repertoire, bei dem Joseph Moog gleichzeitig seine hohe technische Brillanz und seine souveräne musikalische Intelligenz ausspielt. In der Matinee in der Galerie Handwerk steht u. a. Frédéric Chopins um 1830 komponierte "Grande Polonaise brillante" in Es-Dur auf dem Programm, gespielt, wie üblich, im Klavierauszug und mit dem ihr vorangestellten klangsinnlichen Andante spianato. Gerade auf Moogs Interpretation des zweiten expressiven Themas der Polonaise darf man gespannt sein, reizt ihn doch, eigener Aussage nach, an den Werken Chopins deren oft lyrischer Grundtenor. Nicht fehlen darf eines der Scherzi des Komponisten, die der Pianist besonders schätzt, in diesem Fall das b-Moll-Scherzo op. 31, von dem Chopin selber meinte, es sei "grabesähnlich", wie ein "Beinhaus" zu interpretieren.

Eine ähnliche Vorliebe hegt Joseph Moog für die Werke Alexander Skrjabins, an dem er die Fähigkeit, "mit Musik zu malen", schätzt. Eine Fähigkeit, die auch die in Konzertprogrammen eher selten vertretene Vierte Sonate op. 30 von 1903 verrät, die sich von zartester Schwärmerei bis zu heftigster Ekstase steigert. Der Schlusspunkt ist eines solch virtuosen Programms würdig: Franz Liszts faustische, gewaltige Klangmassen auftürmende h-Moll-Sonate von 1852/53.

Informationen und Kartenvorverkauf bei der Galerie Handwerk,www.galerie-handwerk-koblenz.de
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