Wissenstransfer für Multiplikatoren

Im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme halten sich derzeit rund 30 chinesische Lehrkräfte im Berufsbildungszentrum auf.

Hildesheim, (PresseBox) - In den Werkstätten der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen erwerben sie sich Wissen in den Fachrichtungen Kraftfahrzeugtechnik bzw. CNC-Technik. Die Fortbildungsmaßnahme ist eingebettet in ein Weiterbildungsprojekt zwischen dem chinesischen Bildungsministerium und der InWEnt - Internationale Entwicklung und Weiterbildung gGmbH, zum Aufbau eines nationalen Lehrer- und Schulleiterfortbildungssystems für die mittlere und höhere Berufsbildung in der VR China. Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen die Weiterqualifizierung von ausgewählten chinesischen Fachkräften zu speziellen Fachthemen sowie der Beginn des Wissenstransfers in Schulen und Betrieben vor Ort in China. Die chinesischen Gäste werden sechs Wochen in Hildesheim sein, um sich das nötige Rüstzeug anzueignen, welches sie für die Umsetzung der großen Aufgaben, vor denen ihr Land steht, benötigen werden.

Dafür werden sie im Berufsbildungszentrum sowie an einigen weiteren Standorten in Deutschland, fachbezogen in der Anwendung moderner handlungsorientierter Methoden sowie der Organisation praxisorientierter beruflicher Aus- und Weiterbildungsgänge geschult. Ferner geht es um die Verwirklichung von Qualitätsstandards in der Berufsbildung sowie um die Vermittlung des neuesten Stands der Technik in ihrer beruflichen Fachrichtung. Nach ihrer Rückkehr nach China, sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen unter Anwendung ihrer in Deutschland erworbenen Kenntnisse maßgeblich am Aufbau des Fortbildungssystems für Lehrer und Schulleiter in China beteiligt sein, um die Qualität der Fachkräfteausbildung in China zu verbessern. Auf chinesischer Seite ist das zentrale Bildungsministerium in Peking verantwortlich und der Partner von InWEnt.

"Unser praxisorientiertes Berufsbildungssystem gilt in vielen Ländern als vorbildlich" betonte der Präsident der Handwerkskammer, Jürgen Herbst." Wir sehen, dass es gegenüber einer verschulten Ausbildung Stärken hat. Im Ausland schätzt man diesen Vorteil. Deshalb arbeiten wir gern mit anderen Ländern im Rahmen des Wissenstransfers zusammen.“ In den kommenden Monaten werden noch weitere Lehrergruppen im Berufsbildungszentrum erwartet.

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