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Pressemitteilung BoxID: 368652 (Handwerkskammer Heilbronn-Franken)
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Säcke schleppen ist passé: Ausbildung zum Müller für Technikbegeisterte interessant

(PresseBox) (Heilbronn, ) Weizen, Dinkel und Roggen gehören zum täglichen Brot von Dominic Seyfferle. Und das nicht nur auf dem Frühstückstisch. Der 20-Jährige aus Walheim bei Ludwigsburg absolviert zurzeit eine Ausbildung zum Müller. In der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen lernt er, verschiedene Getreide zu Mehlen zu verarbeiten. Dabei braucht er nicht mehr wie es früher einmal war, viel Muskelkraft, sondern vor allem viel Köpfchen. Im Vordergrund seiner Ausbildung steht das Bedienen und Warten der Mühlenanlage. 2006 wurde der Beruf des Müllers deshalb um den Zusatz "Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft" ergänzt.

Wenn Dominic Seyfferle morgens in die Mühle kommt, geht er als erstes ins Labor und überprüft die Qualität der verschiedenen Getreide- und Mehlmischungen auf Mineralstoff- und Proteingehalt, Fallzahl und Feuchte. Danach macht er einen Kontrollgang durch den Betrieb, um sicherzustellen, dass alle Maschinen in Ordnung sind. Gemeinsam mit den Müllermeistern sorgt er für das reibungslose Funktionieren der Anlage. "Aus diesem Grund habe ich mir den Beruf des Müllers auch ausgesucht", sagt Dominic Seyfferle. "Es gefällt mir, viele verschiedene Maschinen kennenzulernen und sie reparieren zu können." Deshalb ist für ihn nach der Ausbildung auch nicht Schluss mit dem Lernen. Er möchte den Müllermeister machen und den Abschluss zum Müllereitechniker gleich dranhängen. "Wenn man sich richtig gut auskennen will, ist das einfach ein Muss."

Außer einem Faible für Technik sollte man für den Beruf des Müllers keine Scheu vor Staub und schmutzigen Fingern haben, weiß Ausbilder Klaus Hecht. Wichtig sei außerdem, dass man mit flexiblen Arbeitszeiten zurechtkommt. "Wir arbeiten im Dreischichtbetrieb und je nachdem was so anfällt, laufen unsere Maschinen auch mal am Wochenende." In der Frießinger Mühle sind 130 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen hat eine lange Tradition. Es existiert bereits seit 1848. Zunächst in Kirchberg/Murr, seit 1988 in Bad Wimpfen.