68. Meisterfeier mit Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka

(PresseBox) (Düsseldorf, ) .

- Führungselite im Rheinischen Handwerk wächst um 942 Jungmeister
- Annähernd jeder zweite Absolvent will gründen, mehr als drei Viertel wollen selbst ausbilden
- Mehr Nachwuchs im Kfz-Gewerbe – Rückgang im Ausbauhandwerk

Im Bezirk der Handwerkskammer (HWK) Düsseldorf haben im vergangenen Jahr 942 Handwerkerinnen und Handwerker die Fortbildungsprüfung zum Meister und zur Meisterin bestanden. In den Jahren davor zählte die Akademie der HWK 1028 (2015) bzw. 950 (2014) Absolventen. Die erfolgreichen Prüflinge nahmen am Sonntag in der Düsseldorfer Stadthalle ihre begehrten Meisterurkunden in Empfang. 16 Absolventen erhielten als jahresbeste Absolventen den Meisterbrief auf offener Bühne aus den Händen von Bundesbildungsministerin Prof. Johanna Wanka. Die Trägerin des Georg-Schulhoff-Preises als Festrednerin, Handwerkspräsident Ehlert in einer programmatischen Eröffnungsansprache sowie Düsseldorfs OB Thomas Geisel in einem Grußwort geizten vor 2500 Teilnehmern nicht mit Anerkennung für die neue Meistergeneration als der – so Ehlert - „Leistungselite des beruflichen Qualifizierungswegs".

Eine Umfrage der Kammer unter allen Absolventen untermauert die überragende Stellung der Meister- als Unternehmerschule: Danach plant rund jeder zweite Jungmeister (46 Prozent, wie im Vorjahr) eine Unternehmensgründung oder -Übernahme - oder er hat diesen Schritt bereits vollzogen. Noch stärker ist die Bereitschaft ausgeprägt, die frisch erworbene Kompetenz auf Meisterlevel an den Nachwuchs weiterzugeben: Mehr als drei Viertel der Absolventen (77 % der Meister/innen; Vorjahr: 75 %) wollen später selbst ausbilden. 60 Junghandwerker (Vorjahr 64) erwarben die Meisterqualifikation in einem der 53 seit 2004 zulassungsfreien Handwerke, in denen die Meisterprüfung nicht mehr obligatorisch ist für den Gewerbezugang. In diesen Berufen schindet auch die berufspädagogische Fähigkeit zur betrieblichen Unterweisung von Nachwuchs dramatisch, reißt die Qualifizierungskette vom Lehrling zum Meister.

Das Durchschnittsalter der Meisterabsolventen beträgt 29 Jahre. In 32 Berufen vom Augenoptiker über den Galvaniseur und Glasbläser bis zum Zahntechniker haben Handwerkerinnen und Handwerker Meisterschulen besucht. 242 Qualifikanden „bauten" ihren Abschluss im Kraftfahrzeuggewerbe (plus zwölf Prozent), 238 in einem Ausbauhandwerk (minus 26 %), 155 in einem Dienstleistungsberuf (Friseur, Maßschneider, Bestatter) und 125 in der Branchengruppe des Gewerblichen Bedarfs (u.a. im Metallbau, in der Feinwerk- und der Landmaschinenmechanik). Sie erwarben ihre Qualifikation in addiert 1,5 Mio. Unterrichtsstunden. 204 (21,7 %; Vorjahre 21,2 % und 20,1 %) erfolgreiche Meisterprüflinge sind weiblich. Der Meistertitel bleibt international begehrt. 71 neue Meister/-innen sind ausländischer Herkunft (Quote 7,5 %, Vorjahre 7,8 % und 7,0 %). Sie kommen aus der Türkei (25) und weiteren 19 Staaten – unter anderem aus Russland, Kasachstan und Kirgisistan. Aus den Krisengebieten des Nahen Ostens: aus Syrien, dem Iran und dem Libanon fand auch eine Anzahl Flüchtlinge in die Aufstiegsfortbildung im Handwerk.

Regional entfällt die größte Kohorte an Jungmeistern auf die Landeshauptstadt (85); gefolgt von den Kreisen Mettmann (76), Wesel (73), Neuss (64), Kleve (57), Viersen (56) und den Städten Essen (53) und Wuppertal (42).

Handwerkskammer Düsseldorf (HWK)


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