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Pressemitteilung BoxID: 521253 (Handwerkskammer Dresden)
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Zugunsten von kleinen Betrieben Vorauszahlung von Sozialversicherungsbeiträgen abschaffen

Handwerkskammer: Chance für Bürokratieabbau nutzen

(PresseBox) (Dresden, ) Die Deutsche Rentenversicherung wird in diesem Jahr voraussichtlich einen deutlichen Überschuss erzielen. Die Überschüsse in der Rentenkasse sollten nach Auffassung der Handwerkskammer Dresden dazu genutzt werden, um eine erhebliche Belastung für kleine und mittelständische Betriebe rückgängig zu machen. Durch die im Jahr 2005 eingeführte Pflicht zur Vorauszahlung der Sozialversicherungsbeiträge - und die damit verbundene Verlagerung der Fälligkeit vom 15. des Folgemonats auf den drittletzten Arbeitstag des laufenden Monats - sind Betriebe gezwungen, noch vor Ablauf des Monats die zu entrichtenden Abgaben zu schätzen. Zudem müssen die Betriebe statt zwölf seitdem 24 Lohnabrechnungen erstellen, weil nach der Vorauszahlung die tatsächlichen Beiträge auf Basis der exakten Lohnhöhe ermittelt werden müssen. Letztere steht aber erst am Ende des Monats fest.

Die Handwerkskammer Dresden fordert deshalb die Abschaffung der 2005 eingeführten Regelung zur Vorauszahlungspflicht. Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: "Mit der im Jahr 2005 getroffenen Fehlentscheidung wurde den Sozialversicherungsträgern unter die Arme gegriffen, die zusätzliche Belastung müssen aber vor allem die kleinen Betriebe ausbaden. Deshalb muss diese Fehlentscheidung zurückgenommen werden. Das wäre ein wirksamer Schritt zum häufig beschworenen Bürokratieabbau."

Ein entsprechendes Schreiben hat die Handwerkskammer jetzt an Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen geschickt. Darin heißt es unter anderem: "Wir fordern Sie im Namen der in unserem Kammerbezirk ansässigen 22.700 Handwerksbetriebe und ihren rund 125.000 beschäftigten Angestellten auf, die im Jahre 2005 getroffene Fehlentscheidung zu korrigieren."