Aufwärtstrend im Handwerk hat sich stabilisiert

(PresseBox) ( Kammerbezirk Dortmund, )
Der Aufwärtstrend im Handwerk hat sich stabilisiert: 66 Prozent der Unternehmen berichten von einer aktuell guten oder zumindest zufrieden stellenden Geschäftslage (Herbst 2009: 63 Prozent). "Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Krise überwunden ist", sagte Geschäftsführer Wilhelm Hicking am Montag, als er die Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer (HWK) Dortmund vorstellte. Alle Gewerke würden mit großer Zuversicht nach vorn blicken und eine positive Entwicklung ihrer Geschäftslage erwarten. Am deutlichsten sei dies bei den Handwerken für den Gewerblichen Bedarf der Fall. Hicking: "Hier gibt es im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 41 Prozent auf insgesamt 84 Prozent bei der Erwartungshaltung. Ein solch erfreuliches Plus haben wir seit Beginn der Konjunkturberichterstattung noch nicht gehabt."

Gute Ergebnisse habe man etwa im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe verzeichnet, teilte Hicking mit. So seien im Bauhauptgewerbe wieder mehr als zwei Drittel (68 Prozent) mit ihrer derzeitigen Lage zufrieden, im Ausbaugewerbe seien es sogar 75 Prozent. Und: In beiden Gruppen werde zuversichtlich auf das kommende halbe Jahr geblickt. Spürbar verbessert habe sich auch die Geschäftssituation bei den Gesundheitshandwerken und den Personenbezogenen Dienstleistungen, so der Geschäftsführer. Während 67 Prozent der Unternehmen aus den Gesundheitshandwerken mit ihrer jetzigen Lage Zufriedenheit zeigten (Frühjahr 2009: 57 Prozent), seien es bei den Personenbezogenen Dienstleistungen 60 Prozent (Frühjahr 2009: 54 Prozent).

Rückläufige Tendenzen gebe es demgegenüber bei den Handwerken für den Gewerblichen Bedarf. Nur 54 Prozent (Frühjahr 2009: 56 Prozent) der Unternehmen aus dieser Gruppe seien mit ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Situation zufrieden. Auch im Kfz-Gewerbe und bei den Nahrungsmittelhandwerken sei die Geschäftsentwicklung nicht positiv verlaufen. Beurteilten bei den Kfz-Unternehmen nur 56 Prozent ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder zufrieden stellend (Frühjahr 2009: 59 Prozent), seien es bei den Nahrungsmittelhandwerken 60 Prozent (Frühjahr 2009: 71 Prozent). Gleichwohl blickten beide Branchen optimistisch nach vorn und rechneten zumindest mit einer Stabilisierung ihrer wirtschaftlichen Situation, unterstrich Hicking.

Die Konjunkturindikatoren im Überblick

Geschäftslage: 66 Prozent der heimischen Handwerksbetriebe bezeichnen ihre derzeitige Geschäftslage als gut oder zufrieden stellend (Frühjahr 2009: 63 Prozent). Für die kommenden sechs Monate erwarten 74 Prozent, dass die Geschäftslage gleich bleibt oder sich bessert (Frühjahr 2009: 53 Prozent).

Beschäftigte: 78 Prozent der Unternehmen melden gleich bleibende oder steigende Mitarbeiterzahlen (Frühjahr 2009: 77 Prozent). Bis Herbst gehen 15 Prozent davon aus, Stellen abbauen zu müssen (Frühjahr 2009: 23 Prozent), mit Beschäftigungszuwächsen rechnen lediglich 8 Prozent (Frühjahr 2007: 6 Prozent).

Investitionen: 37 Prozent der Betriebe haben im vergangenen halben Jahr weniger investiert (Frühjahr 2009: 42 Prozent). 35 Prozent signalisieren das für die nächsten sechs Monate (Frühjahr 2009: 44 Prozent).

Aufträge: 9 Prozent der Befragten verzeichneten steigende Auftragseingänge (Frühjahr 2009: 8 Prozent). Für die nächsten sechs Monate erwarten 71 Prozent eine Stabilisierung der Auftragslage (Frühjahr 2009: 49 Prozent).

Preise: Bei 61 Prozent der Betriebe sind die Preise gleich geblieben (Frühjahr 2009: 58 Prozent). Höhere Preise konnten lediglich 15 Prozent am Markt durchsetzen (Frühjahr 2009: 17 Prozent).

Umsatz: 55 Prozent der Handwerksunternehmer aus dem Dortmunder Kammerbezirk melden Umsatzrückgänge (Frühjahr 2009: 52 Prozent). 65 Prozent erwarten eine zumindest stabile Entwicklung bis zum Herbst.

Die präsentierten Ergebnisse basieren auf einer halbjährlich von der HWK Dortmund durchgeführten Konjunkturumfrage unter rund 4.000 repräsentativ ausgewählten Betrieben. Der Rücklauf dieser Frühjahrsumfrage 2010 betrug ca. 27 Prozent (1.084 Unternehmen). Der gesamte Konjunkturbericht ist im Internet (Menüpunkt "Aktuelles") zu finden unter www.hwk-do.de Im Kammerbezirk Dortmund gibt es rd. 20.000 Handwerksbetriebe, die in 2009 einen Umsatz von ca. 15 Mrd. Euro erwirtschaftet haben. Das Gebiet erstreckt sich von der Hellweg-Lippe-Region (Soest-Lippstadt/Unna/Hamm) über Dortmund und Lünen, Bochum, Herne, Hagen bis zum Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei 157.000, die der Lehrverhältnisse bei 13.000.
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