"Umfassendes Abkommen statt TTIP light!"

Kammer und Verbände bekräftigen großes Interesse an Freihandelsabkommen mit den USA

(PresseBox) ( Hamburg, )
Die norddeutsche Wirtschaft hat ihr großes Interesse an einem umfassenden Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika bekräftigt. Gerade weil es noch wenig Fortschritte beim Thema Marktzugang, vor allem bei der öffentlichen Beschaffung, gebe, müsse jetzt das Engagement für die Verhandlungen verstärkt werden, sagte Dr. Hans Fabian Kruse, Vorsitzender des Ausschusses für Außenwirtschaft der Handelskammer Hamburg und Präsident des AGA-Unternehmensverbandes, bei der Veranstaltung „Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) - Ziele, Themen, Verhandlungsstand“ im Plenarsaal der Kammer.

Kruse warnte vor einem „TTIP light“ und betonte die Vorteile eines umfassenden Abkommens für die Hamburger Wirtschaft. Die USA seien der wichtigste Außenhandelspartner Deutschlands und die Nummer Vier bei den Partnerländern des Hamburger Hafens. 950 Hamburger Unternehmen unterhielten Geschäftsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten, 120 US-Firmen hätten Niederlassungen in der Hansestadt. „TTIP hat das Potenzial, diese engen wirtschaftlichen Verflechtungen deutlich zu vertiefen“, so Kruse.

"Die Kommission hat den klaren Auftrag aller EU-Länder, ein umfassendes, ausgewogenes und ambitioniertes Abkommen auszuhandeln, das allen Stakeholdern in der EU zugutekommt und das die Messlatte für die Handelsthemen des 21. Jahrhunderts hoch legt“, sagte Lutz Güllner, Leiter des Referats Kommunikation der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission, in seinem Vortrag. „Wir haben bei diesen Verhandlungen eine Riesenchance, neue Möglichkeiten auf dem US-Markt zu erschließen, die gerade den kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen würden.“ Es sei wichtig - so Güllner weiter - auch die Regeln für die Globalisierung zu stärken, ohne dabei die bewährten Standards in Frage zu stellen. Güllner wörtlich: „Mit diesem Ziel vor Augen ist es durchaus möglich, ein Abkommen mit der gegenwärtigen US-Regierung abzuschließen - wenn auch noch viele Fragen zu klären sind und viel Arbeit vor uns liegt. Für uns ist allerdings auch klar:
Inhalt geht vor Terminplan. Am Ende muss ein gutes Abkommen stehen, das unserem Auftrag entspricht."

Die Europäische Union verhandelt seit Mitte 2013 über ein Freihandels- und Investitionsabkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika - die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, kurz TTIP. Es geht darum, Zölle und andere nichttarifäre Handelsbarrieren im transatlantischen Handel zwischen der EU und den USA abzubauen. Zudem sollen mit TTIP Einschränkungen für kommerzielle Dienstleistungen verringert, Investitionssicherheit und Wettbewerbsgleichheit verbessert und der Zugang zu öffentlichen Aufträgen in beiden Wirtschaftsräumen vereinfacht werden. Ende April wurde die 13. Verhandlungsrunde abgeschlossen.

Organisatoren der Veranstaltung waren neben der Handelskammer der AGA-Unternehmensverband, die Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel Hamburg und der CDH im Norden – Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb.
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