Dem Fachkräftemangel durch mehr Aus- und Weiterbildung begegnen

Hamburger Arbeitsmarktbarometer - Aktuelle Mitgliederumfrage der Handelskammer

(PresseBox) ( Hamburg, )
Weil gut passende Arbeitskräfte fehlen, fällt es gut jedem vierten Hamburger Unternehmen (26,6 Prozent; Vorjahr: 27,1 Prozent) schwer, offene Stellen längerfristig (mehr als zwei Monate) zu besetzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitgliederbefragung der Handelskammer zu den Themen "Fachkräftebedarf und -sicherung". Besonders stark betroffen sind unter anderem das Gastgewerbe, unternehmensbezogene Dienstleister, die Gesundheitswirtschaft sowie Einzelhändler. 44,6 Prozent der befragten Hamburger Unternehmen haben dagegen aktuell keine Probleme bei der Besetzung offener Stellen (Vorjahr: 38,3 Prozent), für 28,8 Prozent der Befragten besteht derzeit kein Personalbedarf (Vorjahr: 34,6 Prozent).

Die Ankündigung vieler Betriebe, dem zu erwartenden Fachkräftemangel durch mehr Aus- und Weiterbildung zu begegnen (51,5 Prozent bzw. 47,7 Prozent) hält Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, für einen sinnvoller Schritt: "Mitarbeiter, die im eigenen Betrieb eine duale Berufsausbildung absolviert haben, sind nicht nur mit den fachlichen Anforderungen und Abläufen bestens vertraut, sondern haben auch die Unternehmenskultur aufgesogen. Dies ist ein unschätzbarer Vorteil gegenüber neuen Angestellten, die von extern kommen und den Betrieb erst kennenlernen müssen." Gleiches gelte für Mitarbeiter, die berufsbegleitend eine Weiterbildung absolvieren und so dem eigenen Betrieb mit ihrem Wissens- und Erfahrungsschatz erhalten blieben. "Insofern sollten Betriebe unbedingt die Weiterbildung ihrer Beschäftigten nicht nur finanziell und organisatorisch unterstützen, sondern ihre Mitarbeiter auch dazu ermuntern, sich beruflich fortzubilden", so Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Gerade der permanente Praxisbezug beruflich Qualifizierter sei ein großer Vorteil gegenüber Absolventen mit akademischem Hochschulstudium. Der berufliche Bildungsweg über eine duale Berufsausbildung, eine Aufstiegsfortbildung zum Fachkaufmann, Fachwirt oder Industriemeister sowie in der dritten Stufe zum Betriebswirt (IHK) bzw. Technischem Betriebswirt (IHK) stelle eine hervorragende

Möglichkeit dar, die eigenen Mitarbeiter für Führungs- und Managementaufgaben zu qualifizieren.

Befragt nach Hindernissen bei der Einstellung ausländischer Fachkräfte gaben 41,2 Prozent der Unternehmen an, dies nicht beurteilen zu können. 29 Prozent der Betriebe sehen hier keine Schwierigkeiten. Unzureichende Deutschkenntnisse nennt hingegen etwa jedes vierte Unternehmen (23,2 Prozent) als Hindernis. Jeweils rund jedes zehnte Unternehmen verweist auf die aufwändigere Fachkräftesuche im Ausland (z. B. Kontaktaufnahme, Bewerberauswahl) sowie auf Schwierigkeiten bei der Bewertung von Qualifikationen.

Anlage: Hamburger Arbeitsmarktbarometer 2014
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