HWWI-Rohstoffpreisindex sank im Juli

(PresseBox) ( Hamburg, )
Im Juli lag der HWWI-Rohstoffpreisindex erstmals seit fünf Monaten unter dem Vormonatswert: -5,0 Prozent in Euro und -4,4 Prozent in US-Dollar. Verbilligt haben sich gegenüber Juni vor allem Getreide, Ölsaaten und Pflanzenöle sowie Rohöl. Die Preise von Industrierohstoffen zogen dagegen weiter an.

Vom Tiefstand im vergangenen Dezember bis zum Juli ist der HWWI-Rohstoffpreisindex in Euro um 28,3 Prozent gestiegen. In US-Dollar waren es 35,4 Prozent. Gegenüber dem Rekordstand vor einem Jahr waren die Rohstoffpreise im Juli durchschnittlich noch um 41,5 Prozent (in Euro) bzw. 47,7 Prozent (in US-Dollar) niedriger.

Die Tageswerte des HWWI-Index in Euro sind im Juli zunächst gesunken, später im Monat aber deutlich gestiegen. Von Anfang Januar bis Ende Juli verteuerte sich Nordseeöl (Brent) um 71,9 Prozent. Die hohen Preise von Mitte Juni wurden dabei nicht ganz erreicht. Die Verteuerung der übrigen Rohstoffe fiel dagegen im bisherigen Jahresverlauf insgesamt mäßiger aus. Der Index für Industrierohstoffe erhöhte sich seit Anfang Januar um 22,5 Prozent. Erheblich stärker zogen die Notierungen bei Metallen an - angeführt von Kupfer, das aufgrund umfangreicher Vorratskäufe Chinas um 83,6 Prozent teurer wurde. Mit dem Anstieg der Rohölpreise, durch den sich die Erzeugung von synthetischem Kautschuk verteuerte, stiegen auch die Preise für Naturkautschuk überdurchschnittlich (+36,4 Prozent). Einen noch größeren Preisanstieg gab es bei Zucker (+53,6 Prozent), bedingt vor allem durch pessimistische Ernteschätzungen in Indien, dem Land mit dem weltweit größten Verbrauch. Die Preise anderer Nahrungsmittel sind seit Jahresbeginn zumeist nur wenig gestiegen (Ausnahme: Tee). Bei Getreide führten verbesserte Ernteaussichten sogar teilweise zu niedrigeren Preisen - bei Weizen und insbesondere bei Mais. Billiger wurde in diesem Jahr auch importierte Steinkohle infolge eines rezessionsbedingten niedrigeren Bedarfs für die Stromerzeugung.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.