Erfolg im Dienst der Verkehrssicherheit

8. Bundeskongress der GTÜ in Rust

Stuttgart, (PresseBox) - Geschäftsführer Rainer de Biasi mit Entwicklung der GTÜ sehr zufrieden. Deutlicher Anstieg bei den Hauptuntersuchungen. Jedes achte Auto in Deutschland GTÜ-geprüft unterwegs. Neue Dienstleistungspalette gut angenommen.

Innenminister Heribert Rech mach sich als Gastredner für Pkw-Maut und höhere Bußgelder bei Verkehrsverstößen stark.

Deutschlands größte amtlich anerkannte Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger legt weiter zu. Geschäftsführer Rainer de Biasi rechnet bis zum Jahresende mit rund 5 Millionen Fahrzeuguntersuchungen durch die GTÜ. Auch die Zahl der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchungen nimmt in einem insgesamt rückläufigen Markt stetig zu. Jedes achte in Deutschland zugelassene Auto ist mittlerweile GTÜ-geprüft unterwegs. Rainer de Biasi wertete dies auf dem Bundeskongress der Gesellschaft für Technische Überwachung in Rust als einen deutlichen Vertrauensbeweis der Autofahrer in die qualitäts- und serviceorientierte Prüftätigkeit der GTÜ-Partner.

Das Wachstum der Stuttgarter Überwachungsorganisation wurde neben den amtlichen Hauptuntersuchungen auch durch mehrere neue Dienstleistungen rund um das Automobil beschleunigt. Dazu zählt ein komplettes Dienstleistungspaket für historische Fahrzeuge. "GTÜ-Prüfingenieure erstellen seit dem Wegfall des Monopols im März dieses Jahres Gutachten, die für die Anerkennung des Autos als Oldtimer notwendig sind", erklärt de Biasi. Hinzu kommt das Oldtimer-Informationssystem der GTÜ mit über 2.100 Automobilmarken, das allen Klassikliebhabern auf der Suche nach technischen Daten und Testberichten wertvolle Hilfe leistet.

Stark nachgefragt wird auch der Service die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Fahrzeuge, die länger als 18 Monate abgemeldet waren. Hier genügt seit März für die erneute Zulassung der Nachweis einer Hauptuntersuchung durch eine anerkannte Prüforganisation wie der GTÜ. "Damit haben auch Kfz-Betriebe endlich die freie Wahl der Prüforganisation", betont der GTÜ-Geschäftsführer.

Anlass zur Besorgnis gibt nach den Worten von de Biasi das Sicherheitsrisiko älterer Fahrzeuge. Das Durchschnittsalter aller Pkw liegt heute bei über als acht Jahren. Rund 20 Prozent der Fahrzeuge (9 Millionen) sind älter als 12 Jahre. Die Mängel dieser Fahrzeuge nehmen im Alter überproportional stark zu. Besonders groß ist bei diesen Autos auch die Zahl der die Umwelt belastenden Mängel, wie zu hohe Abgaswerte und Ölverlust. Die GTÜ fordert deshalb eine jährliche Hauptuntersuchung für Fahrzeuge von neun Jahren und älter.

Als großen Erfolg wertete de Biasi die GTÜ-Plakettensuch- und Nachrüstdatenbank für Autofahrer, Werkstätten und Behörden. Hier lässt sich mit wenigen Mausklicks feststellen, welche Plakette ein Fahrzeug bekommt, welche Autos nachgerüstet werden können und welche Nachrüstmöglichkeiten es zu welchen Kosten gibt. Bereits im Vorfeld von drohenden Fahrverboten für ältere Fahrzeuge in Umweltzonen haben Autofahrer so die Möglichkeit, sich zu diesem Thema umfassend zu informieren und ihren Wagen rechtzeitig mit einem Schadstoffminderungssystem nachrüsten zu lassen.

Innenminister Rech: GTÜ leistet wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech (CDU) lobte als Gastredner die Leistungen der GTÜ. Durch regelmäßige Untersuchungen der Fahrzeuge habe die Überwachungsorganisation entscheidend zur Verkehrssicherheit beigetragen. Rech dankte den Kfz-Sachverständigen für ihren "wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung".

In seiner Rede zum Thema "Mobilität in Deutschland — der Bürger zwischen Emotion und Sicherheit", packte der Innenminister auch verkehrspolitisch "heiße Eisen" an. Bei der Finanzierung des Autobahnbaus führt nach seinen Worten kein Weg an der Straßenmaut vorbei. Die bisherige Finanzierung über den Haushalt sei ein Auslaufmodell. Um die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland bedarfsgerecht auszubauen, sprach sich Rech für die Einführung einer Pkw-Maut aus. Durch eine gleichzeitige Senkung der Kfz-Steuer werde sie die Autofahrer jedoch nicht belasten, versprach der Minister.

Bei der umstrittenen Forderung nach einer Erhöhung der Bußgelder bei Verkehrsverstößen stellte sich Rech klar auf die Seite der Befürworter. Es gehe hier nicht darum "Kasse zumachen", so der Innenminister, sondern darum, Verkehrsteilnehmer vor "uneinsichtigen und verantwortungslosen Rowdies" zu schützen.

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