Grüner Fisher: Zeitlose Mittel gegen die Panik

(PresseBox) ( Rodenbach, )
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Vernünftig und besonnen bleiben
„In der Finanzwelt herrscht Chaos, sowohl in den USA als auch im Rest der Welt. Durch ihre Probleme hat auch die breite Wirtschaft Leck geschlagen, an den undichten Stellen ist es jetzt zu einer Eruption gekommen. Kurzfristig wird die Arbeitslosigkeit steigen, die Geschäftstätigkeit wird zurückgefahren und die Schlagzeilen werden angsteinflößend bleiben. Deshalb… habe ich amerikanische Aktien gekauft.“ So beginnt Warren Buffett seine Kolumne in der New York Times im Oktober 2008. An den globalen Aktienmärkten kam es damals zu einer kräftigen Verkaufswelle, ähnlich zu den Vorkommnissen, die wir jüngst erlebt haben.

Das Prinzip beachten
Natürlich ist die konkrete Situation heute eine andere, aber es gilt das Grundprinzip: Wer in einer Panik kühlen Kopf bewahrt, wird letztendlich die Oberhand gewinnen. Aktieninvestitionen sind ein Statement, getragen von der Überzeugung und dem Optimismus, dass die menschliche Kreativität langfristig eine bessere Zukunft erschaffen kann. Für seine Worte wurde Warren Buffett seinerzeit scharf kritisiert. Doch die nachfolgende Dekade widerlegte sämtliche Kritiker. Wir befinden uns aktuell wieder in einer angsterfüllten Zeit, das ist keine Frage. Aber sie wird ebenso vorübergehen und die globalen Aktienmärkte werden wieder aufblühen - das hat uns die Historie gelehrt.

Zeit ist der entscheidende Faktor
Die aktuelle Abwärtsbewegung ist nur wenige Wochen alt. Es herrscht noch keine Klarheit darüber, welchen Umfang die wirtschaftlichen Einschläge annehmen werden. In der Markthistorie sind selbst bei flächendeckenden Pandemien keine nachhaltigen Schäden für Wirtschaft und Märkte nachweisbar. Jedoch ist es klar, dass der negative Einfluss umso stärker ausfallen wird, je länger diese Unterbrechung der wirtschaftlichen Aktivitäten andauert. Die Auswirkungen werden auch nicht unmittelbar sichtbar werden, da durch die düsteren Aussichten diverse Konsumaktivitäten schon in den März vorgezogen wurden.

Verunsicherung ist hoch
Bisher existieren nur Vermutungen, sowohl was die Abschwächung des Virus selbst angeht, als auch die Dauer der verringerten Geschäftstätigkeit der Unternehmen. Diese Unsicherheit unterstreicht eine simple Tatsache: Niemand weiß, wann genau dieser Abwärtstrend endgültig beendet sein wird. Ähnlich dazu äußerte sich Warren Buffett im Jahr 2008 - er habe keine Ahnung, wann diese Abwärtsbewegung endet. Damals wie heute müssen sich Investoren also dieselbe Frage stellen: Angesichts all dieser Unsicherheit, was gilt es jetzt zu tun?

Die richtige Perspektive
Investoren müssen sich damit abfinden, auch wenn es schmerzhaft erscheint, dass die nahe Zukunft ungewiss ist. Langfristig zeigt sich jedoch die klare Perspektive, dass harte Einschnitte IMMER von neuen Aufwärtsbewegungen gefolgt werden. Märkte verarbeiten die Panik und bewegen sich wieder nach oben, sobald die Realität nicht ganz so düster ausfällt, wie es in pessimistischen Zeiten erwartet wird. Es wäre dabei ein Fehler, auf gute Nachrichten oder eine Erholung der Wirtschaftsdaten zu warten - Aktienmärkte reagieren schneller, wie beispielsweise der Crash 1987 und der Höhepunkt der Finanzkrise im März 2009 zeigen.

Fazit
Kurzfristig wird der Markt von düsteren Aussichten beherrscht, der Pessimismus kann sich ausbreiten. Auch Warren Buffetts Prognose im Oktober 2008 hat monatelang keine Früchte getragen. Doch auch wenn das präzise Timing nicht funktionieren kann, so bleibt die grundlegende Überzeugung für die Widerstandskraft der globalen Wirtschaft ein zeitloses Erfolgsrezept.

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