Greenpeace-Protest gegen Pannenserie im AKW Kruemmel

Defekter Transformator wird heute nach Dortmund transportiert

Hamburg, (PresseBox) - Gegen den Weiterbetrieb des Atomkraftwerks Kruemmmel protestieren seit heute morgen Greenpeace-Aktivisten vor dem Reaktor mit einem Banner "Nur Abschalten bringt Sicherheit". Anlass sind erneute technische Probleme im Atomkraftwerk des Energiekonzerns Vattenfall: Ein etwa 90 Tonnen schwerer Transformator fuer die Eigenversorgung des Kraftwerkes ist defekt. Er soll heute auf einem Tieflader nach Dortmund transportiert werden, um ueberprueft zu werden. Ende vergangener Woche wurde bekannt, dass nach zahlreichen Rissen in Leitungen erneut auch Risse in Armaturen des AKW gefunden wurden.

"Das Mass ist voll, wie viele Risse, falsche Duebel und Fehlschaltungen muessen denn noch auftreten, damit ein Atomkraftwerk in Deutschland endgueltig abgeschaltet wird", sagt Heinz Smital, Atomexperte von Greenpeace. "Kruemmel gehoert endgueltig vom Netz."

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat am vergangen Samstag gefordert, die sieben aeltesten AKW in Deutschland so schnell wie moeglich abzuschalten. Sein Vorschlag zeigt sowohl den Gewinn an Sicherheit auf, den dieser Schritt bringen wuerde, als auch die energiepolitisch geringe Bedeutung eines Weiterbetriebs. "Kruemmel muss auf jeden Fall auch auf diese Liste der abzuschaltenden AKW", fordert Smital. "Die Pannenserie belegt, wie anfaellig dieser Reaktor ist."

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