Greenpeace Bilanz 2006: Grosse Erfolge fuer die Umwelt

(PresseBox) ( Hamburg, )
2006 war das Jahr eines der groessten Erfolge in der Geschichte von Greenpeace: Neun Jahre nach dem Start einer globalen Kampagne wurde in Kanada ein riesiges Gebiet vor den Saegen der Industrie gerettet. 1,8 Millionen Hektar des Great-Bear-Regenwaldes an der Westkueste wurden langfristig unter Schutz gestellt, eine Flaeche fast halb so gross wie die Niederlande. An der russisch-finnischen Grenze wurde zudem der Kalevalski-Urwald unter Schutz gestellt. Auch im Amazonas war Greenpeace erfolgreich: Weltweit fuehrende Soja-Haendler stimmten zu, zwei Jahre keine Soja mehr zu beziehen, fuer deren Anbau zuvor der Urwald abgebrannt wurde.

Gegen den japanischen Walfang war Greenpeace nicht nur im Suedpolarmeer aktiv: Waehrend dort Aktivisten ihre Schlauchboote zwischen bedrohte Wale und Fangschiffe manoevrierten, demonstrierte Greenpeace vor der japanischen Botschaft in Berlin mit einem gestrandeten, toten Wal gegen das Abschlachten der Tiere. In der Folge gaben alle japanische Konzerne ihre Beteiligung an der Jagd auf. Nur der Staat besteht noch auf den Walfang.

Auch der Schutz der Verbraucher vor Gentechnik und Pestiziden im Essen spielte eine grosse Rolle fuer Greenpeace: Die Aktivisten entdeckten illegalen, genmanipulierten Reis aus den USA in Supermarktware. Die Industrie hat seitdem den Import von Langkornreis aus den Staaten gestoppt.
Zudem untersuchte Greenpeace immer wieder Obst und Gemuese auf Rueckstaende von Pestiziden. Die Umweltschuetzer deckten auch nach sechsmonatiger Recherche ein Netz illegaler Pestizidhaendler auf. Nach anfaenglichen Widerstand haben nun alle Handelsketten ein Proramm zur Reduzierung von Pestiziden gestartet. Inzwischen gibt es Anzeichen fuer eine Trendwende bei der Giftbelastung.

Fuer Greenpeace hat der Einsatz gegen den Klimawandel hoechste Prioritaet.
"Die Menschen erkennen zunehmend, welche Bedrohung der Klimawandel darstellt. Uns bleiben nur noch zehn Jahre, um den Anstieg der weltweiten Temperatur deutlich unter zwei Grad zu halten", sagt Brigitte Behrens, Geschaeftsfuehrerin von Greenpeace Deutschland. "Die letzten Urwaelder koennen wir nicht bewahren, wenn wir nur gegen Kettensaegen und Brandrodung vorgehen. Den Waeldern droht die Vernichtung auch durch steigende Temperaturen. Wir muessen mit aller Kraft gegen den Klimawandel vorgehen.
Und es macht mir Mut, dass wir dabei auf so viele Foerderer zaehlen koennen."

Die Zahl der Foerderer von Greenpeace in Deutschland erreicht 2006 einen neuen Hoechststand. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4000 auf 558.500. Zum Vergleich: Die Sozialdemokraten haben etwa 548.000 Mitglieder, die CDU rund 544.000. Der Ertrag ist im vergangenen Jahr mit 40,5 Millionen Euro stabil geblieben (2005: 40 Millionen). Der Grossteil der Spenden an Greenpeace betraegt unter zehn Euro pro Monat. Gelder aus der Industrie oder der Politik werden nicht angenommen.

In Zukunft wird Greenpeace Deutschland mehr internationale Aufgaben uebernehmen. Daher begann im Jahr 2006 eine Umstrukturierung im deutschen Buero, die inzwischen zum groessten Teil abgeschlossen ist.
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