Aktuelle Entwicklungen beim Grammer Konzern im Mittelpunkt des Besuchs von Staatsministerin Aigner

Amberg / München, (PresseBox) - .


Bayerische Wirtschaftsministerin Aigner besucht Innovationsstandort von Grammer in Haselmühl
Staatsministerin Aigner informiert sich in Gesprächen mit Gewerkschaften undUnternehmen über die aktuellen Entwicklungen bei der Grammer AG
Staatsministerin Aigner zeigt sich besorgt über mögliche Folgen eines Kontrollwechsels bei der Grammer AG im Hinblick auf Arbeitsplätze und Unabhängigkeit eines erfolgreichen bayerischen Unternehmens


Am heutigen Freitag besuchte die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner das Werk Haselmühl des börsennotierten Fahrzeugzulieferers Grammer. An dem oberpfälzischen Standort werden innovative Sitze und Sitzsysteme für den Lkw-Bereich sowie für Offroad-Fahrzeuge entwickelt und produziert. Der Besuch im Stammwerk bei Amberg erfolgte rund ein Jahr nach der Auszeichnung von Grammer im Rahmen des renommierten bauma Innovationspreises für die „Genius Cab“, ein unternehmensübergreifendes Projekt zur Entwicklung der Fahrzeugkabine für die zukünftigen Generationen von Baumaschinen. Grammer ist mit seinen gefederten Sitzsystemen und hochwertigen Interieurkomponenten einer der führenden Entwicklungs- und Produktionspartner für die internationale Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie mit mehr als 12.000 Mitarbeitern weltweit und mit über 3.000 Beschäftigten auch ein wichtiger Arbeitgeber in Deutschland.

Aktuelle Entwicklungen bei der Grammer AG

Nach einer Besichtigung der Fertigung und Gesprächen mit Mitarbeitern des Unternehmensbereichs Seating Systems informierte sich die Ministerin in einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Grammer AG, Herrn Hartmut Müller, und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und 1. Bevollmächtigten der IG Metall Amberg, Herrn Horst Ott, über die aktuellen Entwicklungen bei der Grammer AG. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Beteiligung der beiden der Familie Hastor gehörenden Gesellschaften, der Cascade International Investment GmbH (Cascade) und der Halog GmbH & Co. KG (Halog) an der Grammer AG. Die Cascade will maßgeblichen Einfluss auf die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands der Grammer AG nehmen und beabsichtigt fünf von sechs Aufsichtsräten der Kapitalseite durch eigene Vertreter zu ersetzen. Wesentliche Kunden der Grammer AG haben sich bereits ablehnend gegen den Vorstoß gezeigt und gegenüber der Politik, Gewerkschaften und dem Unternehmen betont, dass die Unabhängigkeit der bestehenden Organe der Grammer AG auch zukünftig als unerlässlich angesehen wird.

Ministerin Ilse Aigner besorgt über mögliche Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Unabhängigkeit eines bedeutenden bayerischen Unternehmens

„Ich konnte mich heute in Haselmühl unmittelbar über die Innovationen, aber auch die hohe Qualität und Zuverlässigkeit und die wichtige Position von Grammer in der Zuliefererkette informieren“, sagte die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Ilse Aigner. „Die Bedenken der Kunden sind ein Hinweis auf die Gefährdung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung und damit auch vieler Arbeitsplätze“, so die Staatsministerin: "Für mich ist entscheidend, dass die Beziehungen zu den Herstellern nicht belastet werden, eine langfristige Zusammenarbeit möglich ist und eine gute Zukunftsperspektive erhalten bleibt." Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Hartmut Müller und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Ott informierte sich die Ministerin über die potentiellen Risiken einer Einflussnahme der Cascade auf den Aufsichtsrat und das Management.

Arbeitnehmer lehnen Kontrollübernahme durch die Familie Hastor ab

Die Arbeitnehmerseite hatte sich bereits im Vorfeld irritiert und besorgt über die Beteiligung der Familie Hastor und der geäußerten Forderungen gezeigt. „Wir wissen, dass die führenden Automobilhersteller sowohl die Beteiligung der Hastor Familie als auch die geplante Kontrollübernahme durch Cascade ablehnend beurteilen und dieses auch bei der künftigen Vergabe von Aufträgen berücksichtigen könnten“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Grammer AG und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Amberg, Horst Ott. „Als Arbeitnehmervertreter fordern wir die Familie Hastor auf, sich von ihrem Engagement bei Grammer zurückzuziehen und die unabhängigen Governance Strukturen nicht zu verändern. Grammer hat sich einen ausgezeichneten Ruf in der Branche erworben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dafür eintreten, dass dieser Ruf in keinster Weise beschädigt wird“, ergänzt Ott.

Vorstand betont Erfolgsgeschichte der Grammer AG

„Der Grammer Konzern befindet sich auf einer klaren Erfolgsspur. Wir haben in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Unternehmensentwicklung realisiert, indem wir unsere Strategie gemeinsam mit dem gesamten Aufsichtsrat konsequent umgesetzt und gleichzeitig auch unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mehr als verdoppelt haben. Nun können wir diese Erfolge in Form von hohem Wachstum, steigender Profitabilität, innovativen Produkten und exzellenten Kundenbeziehungen ernten“, so Hartmut Müller, Vorstandsvorsitzender der Grammer AG. „Wir freuen uns, dass uns Politik und Gewerkschaften in der Auseinandersetzung mit Cascade den Rücken stärken. Die Forderungen der Cascade können wir nicht nachvollziehen und wir kennen bis heute nicht Hintergründe und Ziele der Beteiligung der Hastor Familie an der Grammer AG. Wir bedauern, dass sich Cascade jeglichen Gesprächsinitiativen verweigert hat“, stellt Müller die Position des Managements dar.



 

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