Dr. Klemens Hammerer übernimmt Professur im Exzellenzcluster QUEST an der Leibniz Universität Hannover

Forschungsgruppe untersucht ab 15. September die Theorie neuartiger Quantensysteme

(PresseBox) ( Hannover, )
Dr. Klemens Hammerer wird ab Mittwoch, 15. September 2010, die Forschungsgruppe

"Theoretical Physics - Macroscopic Quantum Objects" am Exzellenzcluster QUEST (Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research) in Hannover leiten. Er folgt damit dem Ruf auf eine Professur für theoretische Physik mit spezieller Ausrichtung auf makroskopische Quantenobjekte und wird am Institut für Theoretische Physik an der Leibniz Universität Hannover arbeiten. Dr. Hammerer war bisher als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck beschäftigt. Thematisch wird er sich in Hannover mit grundlegenden Fragestellungen der Quantenmechanik makroskopischer Systeme und der Theorie neuartiger Quantentechnologien beschäftigen.

Die Forschung der Arbeitsgruppe "Theoretical Physics - Macroscopic Quantum Objects" dreht sich um die zentrale Frage: "Wie groß - im weitesten Sinne - kann ein physikalisches System sein, ohne seine quantenphysikalischen Eigenschaften zu verlieren?" An der Schnittstelle zwischen theoretischer Quantenoptik, Quanteninformationstheorie und nano- und mikrostrukturierten Festkörpersystemen sollen Wege gefunden werden, um die Quantentheorie im Makrokosmos zu testen. "Neben dieser fundamentalen Fragestellung werden wir auch mögliche Anwendungen der Quantenphysik in der Quanteninformations- und Quantenkommunikationstechnologie, wie zum Beispiel an Quantencomputern, und der Metrologie untersuchen", erklärt Dr. Hammerer. "Hannover hat sich insbesondere mit dem Exzellenzcluster QUEST als Zentrum der Forschung im Bereich der Quantentechnologien positioniert und ich freue mich sehr darauf, meine Forschung in diesem attraktiven Umfeld weiterführen zu können", so Dr. Hammerer weiter.

In enger Zusammenarbeit mit führenden experimentellen Gruppen wird sich Dr. Hammerer mit einem breiten Spektrum von Quantensystemen, von einzelnen Lichtteilchen, den sogenannten Photonen, und Atomen in Fabry-Perot-Resonatoren über atomare Zusammenschlüsse, von nano- oder mikromechanischen Oszillatoren bis hin zu makroskopischen Testmassen in Gravitationswellendetektoren beschäftigen. Der Fokus der Arbeiten liegt in der Nutzung quantenköharenter Effekte in der Wechselwirkung von Licht und Materie, um den Quantenzustand massiver, makroskopischer Objekte präparieren, kontrollieren und verifizieren zu können.

"Wir freuen uns sehr, mit Klemens Hammerer einen hoch motivierten Wissenschaftler für den Bereich der theoretischen Grundlagen der Quantenphysik im Rahmen von QUEST zu bekommen", sagt Prof. Dr. Wolfgang Ertmer, der Sprecher des Exzellenzclusters. "Mit Hammerer konnten wir erneut einen international renommierten Wissenschaftler für die Forschung und Lehre am Standort Hannover gewinnen."

Dr. Klemens Hammerer, Jahrgang 1975, hat an der Universität Innsbruck Physik studiert und arbeitete von 2002 bis 2006 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching. Im Mai 2006 promovierte er an der Technischen Universität München über die Verarbeitung von Quanteninformationen mit Atomen und Licht. Nach seiner Promotion arbeitete Dr. Hammerer am Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck und erfüllte neben seiner Forschung einen Lehrauftrag mit verschiedenen Themenschwerpunkten aus dem Bereich der Quantenoptik.

Der Exzellenzcluster QUEST (Centre for Quantum Engineering and Space-Time-Research) wird seit November 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördert. Die Hauptforschungsbereiche des Clusters sind das Quanten-Engineering und die Raum-Zeit-Forschung. Beteiligt sind sechs Institute der Leibniz Universität Hannover sowie die vier folgenden externen Partner: Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

(Albert-Einstein-Institut) mit dem Gravitationswellendetektor GEO600, das Laser Zentrum Hannover e.V., die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und das Zentrum für Angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen.

Weitere Information über QUEST im Internet unter: http://www.quest.uni-hannover.de
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