DFG fördert Forschung zur Physik in Quantendrähten

Forschergruppe geht in die zweite Förderperiode

(PresseBox) ( Hannover, )
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschergruppe FOR1700 „Metallic Nanowires on the Atomic Scale: Electronic and Vibrational Coupling in Real World Systems“ für weitere drei Jahre mit rund 2,6 Millionen Euro. Die Gutachter der DFG haben die Ergebnisse der ersten Periode, die seit 2012 lief, sehr positiv bewertet und loben die gelungene Vernetzung zwischen den Teilprojekten. Die Sprecher der Forschergruppe sind Prof. Christoph Tegenkamp und Prof. Herbert Pfnür, beide vom Institut für Festkörperphysik der Leibniz Universität. Neun weitere Universitäten, Technische Hochschulen und außeruniversitäre Forschungsinstitute deutschlandweit sind beteiligt.

Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der außergewöhnlichen physikalischen Eigenschaften eindimensionaler elektronischer Systeme (1-D). Als prototypische 1-D-Systeme dienen den Forscherinnen und Forschern metallische Nanodrähte. Sie entstehen durch Selbstorganisation auf isolierenden Einkristalloberflächen von Silizium und Germanium mit einer Höhe von nur einer Atomlage und Breiten von wenigen Atomen. Damit sind sie zwangsläufig an ihre Unterlage gekoppelt. Diese Quantendrähte verhalten sich nach theoretischen Vorhersagen grundlegend anders als 2-D- oder 3-D-Systeme. Die Kopplung beeinflusst allerdings die Eigenschaften der eindimensionalen Systeme. Wie genau dies passiert oder aber gesteuert werden kann, will die Forschergruppe in der Zusammenarbeit von theoretischen und experimentellen Physikerinnen und Physikern herausfinden. Die Ergebnisse sollen zu einem besseren Verständnis der Struktur und der Funktionalitäten eindimensionaler elektronischer Systeme beitragen.

Eine DFG-Forschergruppe ist ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftler oder Wissenschaftlerinnen, die gemeinsam an einem Forschungsvorhaben arbeiten. Das Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft erlaubt eine weitgehend flexible Gestaltung des Verbundes mit der Möglichkeit der Etablierung von Nachwuchsgruppen, der Kooperation mit außeruniversitären Partnern, der zeitlichen Freistellung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern oder der internationalen Zusammenarbeit.
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