Frankfurt Institute for Advanced Studies eingeweiht

FIAS erhält Neubau in der Science-City Frankfurt

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Der Neubau des Frankfurt Institutes for Advanced Studies (FIAS) wurde vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch am Samstag feierlich eingeweiht. Das FIAS, vor drei Jahren von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt gegründet, ist eine in Deutschland einzigartige Forschungseinrichtung.

Es hat sich spezialisiert auf die interdisziplinäre Vernetzung der Wissenschaften und will vor allem komplexe Systeme in der Natur durch theoretische Modelle erforschen. Es wird finanziell getragen durch Spenden von Firmen, Stiftungen und privaten Zuwendern.

Hessens Ministerpräsident Koch würdigte bei der Einweihung das FIAS als einen "Leuchtturm der Forschung von internationalem Rang". "Deshalb auch", fuhr Ministerpräsident Koch fort, "hat die Landesregierung alles getan, um das anspruchsvolle Projekt in dieser beispielhaften Partnerschaft von Staat und Sponsoren zu ermöglichen."

Frankfurts Oberbürgermeisterin Roth nannte das FIAS "eine in Deutschland einzigartige Denkfabrik". Sie trage dazu bei, dass Frankfurts Ruf als Stadt der Wissenschaft weltweit untermauert wird. "In dieser Stadt zeigt sich, dass Wissenschaftler neue Wege gehen können, wenn sie von einer aktiven Bürgergesellschaft gefördert werden."

Der knapp fünf Millionen Euro teure Neubau des Forschungsinstituts soll auf einer Fläche von 4000 Quadratmetern über 100 Forscherinnen und Forscher beherbergen. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Ergebnisse aus Gehirnforschung, Physik, Biologie und Chemie zu analysieren und theoretische Modelle zu entwickeln, die helfen, die komplexesten Vorgänge in der Natur zu verstehen.

Der Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, Prof. Rolf Steinberg betonte, der FIAS-Neubau schaffe hervorragende Arbeitsbedingungen für die Wissenschaftler. "Durch das Zusammenwirken von Staat, Universität und Privaten ist hier ein Ort entstanden, der naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung den nötigen Freiraum bietet."

Das FIAS wurde 2004 von der Universität Frankfurt als unabhängige Stiftung gegründet. Die Hessische Landesregierung stellte für den Neubau ein großes Grundstück im Zentrum der Science-City Frankfurt-Riedberg zur Verfügung. Der wissenschaftliche Betrieb am Institut wird vorwiegend aus Spenden finanziert.

Initiatoren und Gründungsdirektoren des FIAS sind der Theoretische Physiker Prof. Walter Greiner und der Hirnforscher Prof. Wolf Singer. Zu den Themen, an denen Wissenschaftler am FIAS arbeiten, gehören hochenergetische Vorgänge in Atomkernen, Modelle für das Immunsystem, theoretische Chemie oder das Zusammenspiel der Gehirnzellen beim Verarbeiten von Informationen und beim Lernen.

Dabei arbeiten die Wissenschaftler eng mit anderen Forschungseinrichtungen in der Region zusammen, etwa mit den Max-Planck-Instituten in Frankfurt und Mainz oder mit der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt. Ein internationaler wissenschaftlicher Beirat, dem auch drei Nobelpreisträger angehören, berät das FIAS bei Planung und Durchführung der Forschungsarbeiten.
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