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Pressemitteilung BoxID: 114175 (Goethe-Institut e. V.)
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Jutta Limbach schlägt Klaus-Dieter Lehmann als Nachfolger vor

(PresseBox) (München, ) Jutta Limbach beabsichtigt, zum 29.02.2008 ihr Amt als Präsidentin des Goethe-Instituts zu beenden. Darüber hat sie das Präsidium des Goethe-Instituts auf dessen Sitzung am 28.06.2007 informell verständigt. Wunschkandidat für die Nachfolge ist der derzeitige Vizepräsident des Goethe-Instituts und Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Klaus-Dieter Lehmann.

Jutta Limbach trägt sich mit der Absicht, das Amt als Präsidentin des Goethe-Instituts zum 29.02.2008 zu beenden. Dies teilte sie am 28.06.2007 auf der Präsidiumssitzung in München mit. Als Nachfolger schlug sie den derzeitigen Vizepräsidenten des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann (*1940) vor, der nach Ablauf seiner Amtszeit als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin ab Ende Februar für das neue Amt zur Verfügung stünde.

Ein förmlicher Beschluss ist nicht gefasst worden. Die Mitglieder des Präsidiums haben aber durch Beifall ihr Einverständnis mit der Nachfolge signalisiert. Jutta Limbach steht dem Goethe-Institut seit 2002 als Präsidentin vor und wurde Anfang 2006 für eine zweite Amtszeit gewählt. Als Motiv für das vorzeitige Ende ihrer Amtszeit nannte Jutta Limbach neben privaten Gründen ("Sechs Jahre in einem der schönsten Ehrenämter sind genug. Das Amt der Präsidentin ist mit viel Umtriebigkeit und rhetorischen Pflichten verknüpft. Mit 73 Jahren hat man einen Anspruch auf eine freie Lebensgestaltung") auch die Gewissheit, entscheidende Aufgaben vorangebracht zu haben. Nach der durch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier auch in finanzieller Hinsicht eingeleiteten Trendwende im letzten Jahr ist das Reformkonzept zur Neuaufstellung der Zentrale vergangene Woche im Präsidium im Wesentlichen akzeptiert und auf den Weg gebracht worden. Das Goethe-Institut befinde sich damit nach einem kritischen Jahr 2006 wieder im Aufwind.

Zu den Aufgaben des Präsidiums zählt die Überwachung der Tätigkeiten des Vorstands. Es beschließt über die Richtlinien für die Institutsarbeit und die langfristigen konzeptionellen Planungen für das Gesamtinstitut. Das Präsidium besteht aus sechs Mitgliedern, die von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von vier Jahren gewählt werden, sowie je einem Vertreter des Auswärtigen Amtes und des Bundesministeriums der Finanzen sowie drei Arbeitnehmervertretern. Der Präsident/die Präsidentin wird als höchster Repräsentant des Vereins laut Vereinssatzung für vier Jahre gewählt. Die Wahl bedarf der Bestätigung durch den Bundesaußenminister.

Goethe-Institut e. V.

Das Goethe-Institut in Kürze: Das weltweit tätige deutsche Kulturinstitut fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein umfassendes Deutschlandbild. In Zeiten neuer globaler Herausforderungen zielt die Arbeit des Goethe-Instituts auf ein vertieftes Verständnis der Kulturen untereinander und auf die Stärkung des Ansehens Deutschlands in der Welt. Derzeit verfügt das Goethe-Institut über 134 Institute in 82 Ländern sowie über 13 Institute in Deutschland. Das Goethe-Institut betreut außerdem neben 72 Lesesälen, Dialogpunkten und Informationszentren 64 ausländisch-deutsche Kulturgesellschaften, 37 Sprachlernzentren und 195 Lehrmittelzentren.

2006/2007
...lernten 165 800 Menschen die deutsche Sprache an den 134 Goethe-Instituten im Ausland,
...kamen 28 000 meist junge Menschen aus über 170 Ländern nach Deutschland, um an den Goethe-Instituten im Inland in 3700 Sprachkursen Deutsch zu lernen,
...wurden 2500 Aus- oder Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer und Schüler der Gastländer im Rahmen von Bildungskooperationen organisiert,
...besuchten mehr als acht Millionen Menschen die 10 758 Kulturveranstaltungen des Goethe-Instituts weltweit, darunter 5000 im Bereich Film, 1500 im Bereich Tanz und Theater, sowie rund 1000 im Bereich Musik,
...hatten die Bibliotheken der Goethe-Institute 850 400 Besucher und 473 500 Informationsanfragen im Ausland,
...förderte das Goethe-Institut rund 281 Buchübersetzungen in 36 Sprachen,
...wurden die Seiten der Goethe-Institut-Website monatlich 13 Millionen Mal abgerufen,
...wurden rund 1700 Kulturmittler und Journalisten aus dem Ausland betreut, die als Sympathieträger für Deutschland in ihre Heimatländer zurückkehrten.

Haushalt: Das Jahresbudget des Goethe-Instituts belief sich 2007 auf rund 254 Millionen Euro. Rund 174 Millionen Euro erhielt das Goethe-Institut durch Zuwendungen des Auswärtigen Amtes. Ca. 85 Millionen Euro werden die Goethe-Institute im Jahr 2007 im In- und Ausland durch Sprachkurse, Prüfungsgebühren, Veranstaltungseinnahmen sowie Drittmittel und Sponsoring erwirtschaftet haben. Das Goethe-Institut finanziert damit etwa 35 Prozent seiner Kosten selbst. Für das Jahr 2008 liegt der Gesamtetat des Goethe-Instituts voraussichtlich bei 285 Millionen Euro. Es erhält Zuwendungen vom Auswärtigen Amt in Höhe von 201 Millionen Euro. Die Einnahmen durch Sprachkurs- und Prüfungsgebühren an den Goethe-Instituten im In- und Ausland werden auf rund 85 Millionen Euro geschätzt.

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