"Die Tropen" - Erfolgsausstellung zu Gast in Kapstadt

(PresseBox) ( München, )
Zum ersten Mal zeigt das Ethnologische Museum/Staatliche Museen zu Berlin gemeinsam mit dem Goethe-Institut eine Ausstellung südlich der Sahara. Am 1. April wurde die Schau "Die Tropen. Ansichten von der Mitte der Weltkugel", die zuvor mit großem Erfolg in Brasília, Rio de Janeiro und Berlin präsentiert wurde, in der Iziko National Gallery in Kapstadt eröffnet. Anwesend waren auch der südafrikanische Kulturminister Pallo Jordan und Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts.

Fluchtpunkt oder Ort der Verdammnis: Die Tropen regen moderne Künstler schon seit mehr als 100 Jahren dazu an, eine eigene Interpretation dieses Mythos zu wagen. Die Ausstellung "Die Tropen. Ansichten von der Mitte der Weltkugel" schlägt zum ersten Mal eine Brücke zwischen Werken, die in vormoderner Zeit entstanden, und zeitgenössischen Positionen. Exponate aus Afrika, Asien, Ozeanien und dem tropischen Amerika aus den Sammlungen des Ethnologischen Museums in Berlin, die weltweit zu den wichtigsten gehören, treten in einen Dialog mit Werken zeitgenössischer Künstler aus Brasilien, Südamerika, Europa, Afrika und Asien. Alte und neue Kunst werden räumlich gemischt. Bis zum 5. Januar 2009 wurde sie im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt, ab dem 1. April ist die Ausstellung in der Nationalgalerie in Kapstadt zu sehen.

Klaus-Dieter Lehmann hob hervor: "Die Goethe-Institute mit ihrer lokalen Nähe und ihrem weltweiten Netz sind gemeinsam mit den staatlichen Museen zu Berlin erstmals Partner der Nationalgalerie Südafrikas in Kapstadt - 15 Jahre nach dem Ende der Apartheid. Die Ausstellung ,Die Tropen' wendet sich gegen Ignoranz und Arroganz und unterstreicht die Gleichwertigkeit der Kulturen. Die Kunst ist nicht der Wettermacher, aber im Besitz des Barometers."

"Mit der Präsentation der Tropen-Ausstellung ist ein Dialog möglich geworden, mit dem wir 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer und 15 Jahre nach dem Ende des Apartheid-Regimes die Bedeutung der Kultur für die bilateralen Beziehungen beider Länder unterstreichen", so Peter Anders, Leiter der Kulturprogramme am Goethe-Institut Südafrika. Mit der Ausstellung möchten die Iziko South African National Gallery, das Goethe-Institut und das Ethnologische Museum Berlin auch zu einer Diskussion über Fremd- und Eigenbilder in der Kunst anregen. Nadja Daehnke, Kuratorin der Nationalgalerie in Kapstadt, ist davon überzeugt, dass die Ausstellung in Südafrika zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem westlichen Mythos der Tropen beitragen werde. Es gehe darum, nach den langen Jahren der Apartheid Stereotypen zu überwinden.

Die Tropenausstellung wird von einem Kulturprogramm der Iziko South African National Gallery und des Goethe-Instituts begleitet und läuft bis 14. Juni 2009. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Goethe-Instituts und des Ethnologischen Museums - Staatliche Museen zu Berlin und wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

"Die Tropen - Ansichten von der Mitte der Weltkugel"
1. April bis 14. Juni 2009 Iziko South African National Gallery, Cape Town
Öffnungszeiten: 10.00 - 17.00 Uhr Dienstag bis Sonntag, 1. Mai geschlossen
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