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Pressemitteilung BoxID: 17645 (Giesecke & Devrient GmbH)
  • Giesecke & Devrient GmbH
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Lösungen zur sicheren Identifikation

Moderne Ausweisdokumente mit Chip bringen mehr Sicherheit bei der Grenzkontrolle

(PresseBox) (Hannover/München, ) Ob bei der Grenzkontrolle, beim Betreten von Firmengebäuden oder beim Zugang zu geschlossenen Computersystemen: Die Notwendigkeit, Personen schnell und sicher identifizieren zu können, wird immer wichtiger. Anhand biometrischer Merkmale, wie Fingerabdruck, Irismuster und Gesichtsgeometrie, lässt sich die Identität eines Menschen zweifelsfrei überprüfen. Um mehr Sicherheit bei Ausweiskontrollen zu gewährleisten, sollen künftig die Körperkenndaten auf einen Chip im Reisedokument gespeichert werden. Der Technologiekonzern Giesecke & Devrient (G&D) hat sich auf die neuen Anforderungen im internationalen Reiseverkehr vorbereitet und bietet sämtliche Systemkomponenten für die Einführung des Reisepasses mit Chip, auf dem auch biometrische Daten des Inhabers abgelegt sind.

„Übliche Authentifizierungsverfahren wie Passwörter und Unterschriften können ausspioniert, vergessen oder gefälscht werden. Biometrische Daten hingegen sind personenbezogen und deshalb fälschungssicher“, erläutert Michael Bauer, Produktverantwortlicher bei G&D. Zur gängigsten Methode gehört die Überprüfung des Fingerabdrucks. Dabei werden charakteristische Punkte und Linien auf der Fingerkuppe – so genannte Minuzien – gescannt. Rund zwölf Minuzien reichen aus, um einen Menschen zweifelsfrei zu erkennen. Doch nicht jeder besitzt lesbare Minuzien, deshalb ist die Erfassung der Daten bei diesen Personen besonders aufwändig. Verlässlicher sind Irisdaten, die von einem Laser gescannt werden, denn sie bieten sechsmal so viele unterscheidbare Merkmale.

Die International Civil Aviation Organization (ICAO), eine Sonderbehörde der Vereinten Nationen für den internationalen Luftreiseverkehr, bemüht sich bereits seit Jahren um einen einheitlichen technischen Standard bei der Ausweiskontrolle. Sie empfiehlt für die Pass-Identifikation die Anwendung der Gesichtserkennung. Diese Methode bietet die Möglichkeit, Fotos sowohl über eine Gesichtserkennungs-Software zu vergleichen als auch aus dem Chip auszulesen und visuell zu überprüfen. Man unterscheidet zwei Verfahren: zum einen die Erfassung der geometrischen Lage von Augen, Nase und Mund, wobei diese nach einem bestimmten Algorithmus in einen Markierungswert umgerechnet wird, zum anderen die Messung der Infrarotemission des Gesichts.

Werden neue Ausweise mit biometrischen Daten eingeführt, sind auch weitreichende Systemanpassungen notwendig. G&D bietet hierfür die passende Gesamtlösung. „Wir unterstützen sämtliche Anforderungen der ICAO und können unsere Lösung in bereits bestehende und neue Dokumentensysteme maßgeschneidert integrieren“, so Bauer. Die Sicherheitsvorkehrungen beginnen bereits vor dem Einsatz der chipbasierten Ausweiskarte: Um Missbrauch vorzubeugen, muss sich auch der Beamte der Ein-wohnermeldebehörde authentifizieren, bevor er Zugang zum Erfassungssystem bekommt. Das geschieht über eine Berechtigungskarte, auf der sich ebenfalls biometrische Merkmale befinden. Zur Authentifizierung schiebt der Beamte die Chipkarte in ein Lesegerät und legt seinen Finger auf einen Sensor. Das System vergleicht die Daten mit den gespeicherten Referenzdaten und ermöglicht den Zugang zum Erfassungssystem. Man spricht hier von der „Match On Card“ Technologie.

Erst dann kann der Beamte mit der so genannten „Enrollment-Phase“ beginnen – dem Erfassen von Personendaten des Bürgers. Dazu gehören Name, Adresse, Augenfarbe und Größe. Auch der international genutzte optisch lesbare Code (Machine Readable Zone) – der Personendaten und Prüfziffern als Zeichenfolge wiedergibt – wird wie bisher erfasst. In einem nächsten Schritt erfolgt die Erfassung biometrischer Daten. Soll beispielsweise die Gesichtsgeometrie auf dem Chip hinterlegt werden, erfasst eine Kamera digital das Referenzbild der Person. Aus den Bilddaten wird dann der so genannte Gesichtserkennungsalgorithmus errechnet. Die gewonnenen Daten kommen als rund dreizehn Kilobyte große Bilddateien auf den Chip.

Giesecke & Devrient GmbH

Giesecke & Devrient (G&D) ist Technologieführer bei Smart Cards und Anbieter chipkartenbasierter Lösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Gesundheit, Identifizierung, Transport sowie IT-Sicherheit (PKI). G&D ist zudem führend in der Herstellung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten sowie in der Banknotenbearbeitung. Die G&D Gruppe mit Sitz in München hat Tochterunternehmen und Joint Ventures in der ganzen Welt. Im Geschäftsjahr 2007 beschäftigte das Unternehmen knapp 9.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter www.gi-de.com.