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Pressemitteilung BoxID: 120744 (GfK)
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Moderates Wachstum im 2. Quartal

Umsatzziel für Geschäftsjahr 2007 bestätigt

(PresseBox) (Nürnberg, ) .
- Umsatz erhöht sich um 3,6 Prozent auf 553,7 Millionen Euro
- Organisches Umsatzwachstum erreicht 4,9 Prozent; hohe Dynamik in Schwellenländern und den margenstarken Geschäftsfeldern Retail and Technology und Media
- Angepasstes operatives Ergebnis beläuft sich auf 63,5 Millionen Euro und liegt auf Vorjahresniveau
- Auftragsbestand per Ende Juli liegt bei 81,5 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes und übertrifft Vorjahr deutlich
- Cashflow steigt um fast 60 Prozent auf 56,6 Millionen Euro
- Umsatzprognose für 2007 bestätigt: organisches Wachstum von mindestens 5 Prozent

Das erste Halbjahr verlief für die GfK Gruppe moderater als im überaus erfolgreichen Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 553,7 Millionen Euro. Organisch wuchs das Unternehmen um 4,9 Prozent. Das angepasste operative Ergebnis erreichte 63,5 Millionen Euro. Die Marge, das Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz, lag bei 11,5 Prozent (Vorjahr: 11,9 Prozent) und erreicht somit den zweitbesten Wert in der Unternehmensgeschichte. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich sehr positiv entwickelt.
Er stieg um fast 60 Prozent auf 56,6 Millionen Euro.

Die insgesamt etwas verhaltenere Umsatz- und Ergebnisentwicklung der GfK Gruppe beruht vor allem auf zwei Faktoren: Negative Währungseffekte und der unter den Erwartungen liegende Verlauf von Geschäften in den zwei Geschäftsfeldern Custom Research und HealthCare. Regional verzeichnet die GfK in den Zukunftsmärkten Zentral- und Osteuropa, Asien und Pazifik sowie Lateinamerika ein sehr starkes organisches Wachstum. Auf Geschäftsfeldebene legten besonders die margenstarken Bereiche Retail and Technology und Media zu.

Insgesamt ist die Auftragssituation in der GfK sehr gut. Ende Juli waren bereits 81,5 Prozent der für 2007 erwarteten Umsätze der GfK Gruppe verbucht oder im Auftragsbestand enthalten. Damit konnte das hohe Vorjahresniveau von 79,4 Prozent nochmals deutlich überschritten werden.

Die GfK Gruppe steigerte ihren UMSATZ in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 553,7 Millionen Euro. Organisch wuchs das Unternehmen dabei um 4,9 Prozent. Insgesamt resultierten 0,5 Prozent des Wachstums aus Akquisitionen. Negative Wechselkurseffekte haben das Wachstum um 1,8 Prozent verringert.

Das ANGEPASSTE OPERATIVE ERGEBNIS (im Folgenden: Ergebnis) liegt mit 63,5 Millionen Euro annähernd auf dem hohen Vorjahresniveau (63,8 Millionen Euro). Die Marge liegt bei 11,5 Prozent (Vorjahr: 11,9 Prozent). Dies ist die zweitbeste Marge, die die GfK jemals in einem Halbjahr erreicht hat.

Entwicklung der Geschäftsfelder

Alle Geschäftsfelder der GfK bis auf HealthCare konnten ihren Umsatz organisch steigern. Besonders dynamisch haben sich Retail and Technology und Media entwickelt.

CUSTOM RESEARCH: Im Geschäftsfeld Custom Research liefert die GfK mit rund 50 Tochterunternehmen in mehr als 30 Ländern und über Kooperationen in mehr als 60 Ländern Informationsservices für operative und strategische Marketingentscheidungen. Dazu gehören Tests und Studien zu Produkt-und Preispolitik, zur Markenpositionierung und Markenführung, zu klassischen und modernen Formen der Kommunikation mit Verbrauchern und Nutzern, zur Optimierung der Distribution sowie zu Fragen der Kundenbindung und -loyalität.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres lag der Umsatz im Geschäftsfeld Custom Research mit 258,3 Millionen Euro 3,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das organische Wachstum belief sich auf 4,2 Prozent, während Währungseffekte mit minus 1,6 Prozent den Umsatz schmälerten. Das Ergebnis betrug 15,0 Millionen Euro. Es liegt ein Viertel unter dem Vorjahreswert. Die verhaltene Umsatzentwicklung und die hinter den Erwartungen zurückgebliebene Ergebnisentwicklung beruht im Wesentlichen auf ausbleibenden Verlängerungen von Verträgen im Bereich Automobilmarktforschung. Dies betrifft syndiziertes Geschäft in den Regionen Nordamerika und Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika mit ihrer kontinuierlichen Datenerhebung. Eine kurzfristige Anpassung der Kostenstruktur ist nur eingeschränkt möglich, da diese Daten auch für andere Verträge notwendig sind.
Der Ausfall dieser Verträge belastet auch das Ergebnis. Andere Bereiche im Geschäftsfeld Custom Research entwickeln sich sehr gut.

RETAIL AND TECHNOLOGY: Im Geschäftsfeld Retail and Technology versorgt die GfK ihre Kunden mit Informationsservices, die auf Basis kontinuierlicher Erhebungen und Analysen der Umsätze insbesondere von technischen Konsumgütern im Einzelhandel in über 70 Ländern gewonnen werden. Zu den Marktsegmenten, für die die GfK Daten erhebt und analysiert, zählen Bürokommunikation, Fototechnik und Optik, elektrische Haushaltsgeräte, Informationstechnologie, Telekommunikation, Sportausrüstung, Tourismus sowie Unterhaltungselektronik und Unterhaltungsmedien.

Im Geschäftsfeld Retail and Technology lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2007 mit 122,3 Millionen Euro 8,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das organische Wachstum belief sich auf 9,9 Prozent und übertraf damit sowohl das Vorjahreshalbjahr als auch das erste Quartal dieses Jahres. Währungseffekte schmälerten dieses um 1,3 Prozent. Das Ergebnis wuchs um 15,2 Prozent auf 28,2 Millionen Euro. Mit 23,1 Prozent hat das Geschäftsfeld Retail and Technology die höchste Marge aller Geschäftsfelder der GfK. Sie liegt ebenso wie der Umsatz höher als im Vorjahreshalbjahr (22,9 Prozent) und auch höher als die Marge des ersten Quartals dieses Jahres (19,7 Prozent).

CONSUMER TRACKING: Im Geschäftsfeld Consumer Tracking liefert die GfK ihren Kunden Informationsservices, die auf kontinuierlichen Erhebungen und Analysen von Einkaufsentscheidungen und -verhaltensweisen von Verbrauchern in 26 europäischen Ländern basieren. Die Informations- und Beratungsleistungen betreffen nahezu alle schnelllebigen Konsumgüter sowie zahlreiche Gebrauchsgüter und Dienstleistungen.

Der Umsatz des Geschäftsfelds Consumer Tracking erhöhte sich in der Berichtsperiode um 1,6 Prozent auf 49,7 Millionen Euro. Das Umsatzwachstum ist nahezu ausschließlich organisch bedingt. Das Ergebnis liegt mit 3,1 Millionen Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres und innerhalb der Erwartungen der Gesellschaft.

MEDIA: Im Geschäftsfeld Media bietet die GfK Informationsservices zu Intensität und Art der Nutzung von Medien und Medienangeboten sowie zu deren Akzeptanz an. Das Angebot richtet sich an Kunden aus Medienunternehmen, Agenturen und der Markenartikelindustrie in über 20 europäischen Ländern und in den USA. Es betrifft Informationen sowohl zu klassischen Medien wie Fernsehen, Hörfunk, Print, Film und Außenwerbung als auch zum Internet.

Das Geschäftsfeld Media erzielte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatzanstieg von 4,6 Prozent auf 59,6 Millionen Euro. Das organische Wachstum belief sich auf 7,9 Prozent und übertraf das Vorjahr deutlich (4,8 Prozent). Die positive Geschäftsentwicklung ist auf gute Geschäfte im Bereich der Mediennutzungsmessung durch neue Verträge und Vertragsverlängerungen zurückzuführen. Währungseffekte verringerten den Umsatz um 3,3 Prozent. Das Ergebnis im ersten Halbjahr liegt mit 12,3 Millionen Euro weitestgehend auf Vorjahresniveau. Das entspricht einer Marge von 20,6 Prozent (Vorjahr: 22,0 Prozent). Die Abweichung zum Vorjahr entstand im Wesentlichen durch eine höhere Belastung aus Wechselkurseffekten.

HEALTHCARE: Im Geschäftsfeld HealthCare liefert die GfK ihren Kunden Informations- und Beratungsservices für die Gesundheitsmärkte. Die Dienstleistungen beinhalten Analysen zu Fragen der Produktentwicklung und Marktkommunikation, Imagepflege und Preisbindung von Medikamenten, Marktpositionierung und Kundenzufriedenheit sowie Informationen zu Absatzvolumina von Produkten im dental- und veterinärmedizinischen Bereich und in Laboratorien.

Der Umsatz im Geschäftsfeld HealthCare liegt im ersten Halbjahr 2007 bei 61,6 Millionen Euro und damit geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres.
Hier wirkte sich die Stagnation von Budgets aus der Pharmaindustrie in Nordamerika und Großbritannien aus. Währungseffekte verringerten den Umsatz um 4,2 Prozent. Das Ergebnis verzeichnete im selben Zeitraum mit einer Steigerung von 5,3 Prozent eine gute Entwicklung. Es lag bei 5,9 Millionen Euro. Bei einem positiven organischen Zuwachs von 7,6 Prozent schmälerte die Währungsentwicklung das Ergebnis.

Entwicklung der Regionen

Die GfK hat ihr Geschäft in sechs Regionen geordnet: Deutschland, Westeuropa/ Mittlerer Osten/Afrika, Zentral- und Osteuropa, Nordamerika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik.

Der verstärkte Fokus der GfK auf die Geschäftsentwicklung in Zukunftsmärkten zahlt sich aus. In den Wachstumsregionen Zentral- und Osteuropa, Asien und Pazifik und Lateinamerika entwickelt sich die Gesellschaft sehr dynamisch.

Durch den starken Euro haben sich für die Geschäftstätigkeiten aus Konzernsicht in Nordamerika und der Region Asien und Pazifik negative Währungseffekte ergeben. Obwohl diese Währungseffekte den in Euro ausgewiesenen konsolidierten Umsatz reduzierten, ist die Belastung für das Unternehmensergebnis begrenzt. Im Wesentlichen fallen die Produktionskosten der GfK Gruppe in der jeweiligen lokalen Währung an, in der das Unternehmen seine Umsätze fakturiert. Die Gesellschaft nutzt die US-Dollar-Erträge vor allem zur Tilgung von Krediten, die ebenfalls in dieser Währung aufgenommen wurden.

DEUTSCHLAND als Hauptsitz der GfK ist die dem Umsatz nach zweitgrößte Region. Hier erwirtschaftete die Gesellschaft in den ersten sechs Monaten 135,6 Millionen Euro Umsatz. Das entspricht einem guten organischen Wachstum von 5,3 Prozent.

WESTEUROPA/MITTLERER OSTEN/AFRIKA ist mit 231,7 Millionen Euro die umsatzstärkste Region. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2007 um 4,3 Prozent, davon waren 3,7 Prozent organischer Natur.

Die Region ZENTRAL- UND OSTEUROPA steuerte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 32,8 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei. Das Wachstum ist mit 11,7 Prozent ausschließlich organisch bedingt. Wechselkurseffekte erhöhten das Wachstum um 0,8 Prozent.

In NORDAMERIKA erhöhte sich der Umsatz organisch im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent auf 119,1 Millionen Euro. Der hohe Wechselkurs des Euro schmälerte den Umsatz um 7,3 Prozent.

In LATEINAMERIKA erzielte die GfK einen Umsatz von 11,4 Millionen Euro.
Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 von 21,8 Prozent. In dieser aufstrebenden Region mit jungen GfK-Unternehmen erwirtschaftete das Unternehmen mit 24,9 Prozent das höchste organische Wachstum weltweit.

Der Umsatz in der Region ASIEN UND PAZIFIK erhöhte sich um 17,0 Prozent auf 23,1 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte daraus resultiert aus organischem Wachstum. Wechselkurseffekte beeinträchtigten das Umsatzwachstum in Höhe von 5,7 Prozent.

Ausblick

Die GfK rechnet damit, ihren Umsatz im Jahr 2007 um mehr als 5 Prozent organisch steigern zu können. Wechselkursveränderungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Das Unternehmen erwartet damit, das durchschnittliche Branchenwachstum erneut zu übertreffen, das nach aktuellen Schätzungen von Experten im Jahr 2007 bei rund 5 Prozent liegen wird.

Das Umsatzziel der GfK Gruppe wird durch die gute Auftragslage der Gesellschaft bestätigt. Das Auftragsbuch (Summe aus den bereits fakturierten Aufträgen und dem noch 2007 betreffenden Auftragsbestand) deckt per Ende Juli schon 81,5 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes 2007 gegenüber 79,4 im Vorjahr ab. Die Marge der GfK Gruppe soll bei bis zu 13,5 Prozent (vorher mehr als 13,5 Prozent) liegen.

Die Umsatzprognose des Geschäftsfeldes Custom Research bleibt unverändert. Die Marge wird etwas unter der des Vorjahres liegen. Im Geschäftsfeld Retail and Technology erwartet die Gesellschaft ein stärkeres Umsatzwachstum und eine bessere Marge als bisher prognostiziert. Bei etwas niedrigerem als erwartetem Umsatz geht die GfK im Geschäftsfeld Consumer Tracking von einer unveränderten Marge im Vergleich zum Vorjahr aus. Das Geschäftsfeld Media sollte seinen Umsatz stärker ausbauen als bisher erwartet und wird eine Marge wie im Vorjahr erzielen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld HealthCare wird verhaltener als im Vorjahr eingeschätzt.

Voraussichtliche Finanztermine

14. November 2007 Neunmonatsbericht zum 30. September1)
28. Februar 2008 Vorläufiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 20071)
31. März 2008 Bilanzpressekonferenz, Nürnberg 15. Mai 2008 Quartalsbericht zum 31. März1)
21. Mai 2008 Hauptversammlung, Fürth 14. August 2008 Halbjahresbericht zum 30. Juni1)
14. November 2008 Neunmonatsbericht zum 30. September 1)

1) Die Veröffentlichung erfolgt voraussichtlich vor Börsenbeginn