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Pressemitteilung BoxID: 622682 (GfK)
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Mobiltelefone im Rekordhoch

GfK-Ergebnisse zum Telekommunikationsmarkt - erstes Halbjahr 2013

(PresseBox) (Nürnberg, ) Die weltweite Nachfrage (ohne Nordamerika) nach Mobiltelefonen verzeichnet ein neues Rekordhoch. Weltweit wurden noch nie so viele Handys verkauft wie im ersten Halbjahr 2013. Vor allem die Nachfrage nach Smartphones, die immer günstiger angeboten werden, trägt zu dem rasanten Wachstum bei. Hinzu kommen neue Premiumausstattungsmerkmale bei Geräten der mittleren und oberen Preisklassen. Das sind Ergebnisse von GfK zum Markt für Telekommunikation anlässlich der IFA 2013 in Berlin.

Im Zeitraum Januar bis Juni 2013 stieg die globale Nachfrage nach Smartphones gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 66 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der Markt für klassische Mobiltelefone um 25 Prozent. Insgesamt führten beide Trends aber zu einer Zunahme des Gesamtverkaufsvolumens um 10 Prozent. Inzwischen sind 59 Prozent der verkauften mobilen Endgeräte Smartphones. Im Vorjahr waren sie mit 41 Prozent Anteil noch in der Minderheit gegenüber traditionellen Handys.

Vorreiter für diesen Trend ist der chinesische Markt. Dieser wuchs mit insgesamt plus 37 Prozent am rasantesten. Auch der Anteil von Smartphones an allen mobilen Endgeräten ist mit 85 Prozent im globalen Vergleich in China am höchsten. Westeuropa rangiert hier mit 71 Prozent an zweiter Stelle, während in Afrika, Indien und Lateinamerika noch immer mehr klassische Handys verkauft werden.

In Westeuropa haben sich Smartphones schon länger fest etabliert. Bereits im vierten Quartal 2011 haben hier die technischen Alleskönner klassische Handys volumenmäßig überflügelt.

Preisportfolio polarisiert

In den Schlüsselmärkten Westeuropas ist die Marktdurchdringung durch Smartphones schon relativ weit fortgeschritten. Dennoch zeigt sich für diese beliebte Gerätegattung noch kein deutlicher Preisverfall. Das durchschnittliche Preisniveau auf Basis nicht subventionierter Verkaufspreise blieb für diese Gerätekategorie bei etwa 350 Euro weitgehend stabil. Während am unteren Ende der Preisskala günstiger angebotene Smartphones in traditionelles Handyterrain vordringen, verteidigen top-ausgestattete Alleskönner am oberen Preissegment, das heißt über 500 Euro, mit 30 Prozent Anteil ihre hohe Bedeutung im Markt.

Schneller, größer und schlanker

Die Trends hinsichtlich Design und Performance von Smartphones sind eindeutig: Die Displays werden größer, die Gehäuse schlanker und die Prozessorleistung nimmt deutlich zu. In Westeuropa wuchs der Anteil von Geräten mit einem Display von mindestens 4,5 Inch deutlich. Im Sommer 2013 hatte bereits jedes vierte Smartphone ein in dieser Größe dimensioniertes Display, während im Sommer 2012 nur eines von zehn Geräten mit einem solchen Bildschirm ausgestattet war. Zwei von drei Smartphones warten inzwischen mit schlankem Design auf. Die zunehmende Größe der Geräte wird dadurch ausgeglichen, dass sie mit einer Dicke von weniger als 10 Millimeter in der Jackett-, oder Hosentasche kaum mehr auftragen. Für das zweite Halbjahr 2013 und für 2014 wird ein bedeutender Trend im Angebot so genannter "Phablets" liegen, einer größenmäßig nochmals darüber liegenden Smartphone-Kategorie, welche bis auf 7 Inch Bildschirmdiagonale anwachsen werden.

In Bezug auf die Performance haben Smartphones im Jahr 2013 deutlich zugelegt. Hinsichtlich Arbeitsspeicher, Prozessorgeschwindigkeit und der Fähigkeit, zur Datenübertragung NFC (Near Field Communication) oder dem neuen Hochgeschwindigkeitsstandard LTE (Long Term Evolution), treffen die Konsumenten auf ein wesentlich verbessertes Angebot. So war in Westeuropa im zweiten Quartal 2013 bereits fast jedes vierte verkaufte Smartphones LTE-fähig. Im Vorjahr lag der Anteil noch nahezu bei Null.

Trend zu mehr Vielfalt

In Bezug auf die Betriebssysteme zeichnen sich unterschiedliche Trends ab. Auf der einen Seite hat Android als das dominierende offene Betriebssystem seine Führungsposition deutlich ausgebaut. Drei von vier Smartphones, die in Westeuropa verkauft werden, basieren heute auf dieser Plattform. Auf der anderen Seite gibt es an vielen Stellen Anstrengungen, mehr Vielfalt herzustellen. Neben Relaunches etablierter Systeme sind auch verschiedene Aktivitäten neuer Anbieter zu verzeichnen. Diese dürften sich im zweiten Halbjahr 2013 bemerkbar machen, sowohl im Einstiegsbereich als auch in den gehobenen Preissegmenten.

Die Vielfalt an Smartphones war noch nie so groß wie im Moment. Von günstigen Einstiegsgeräten bis hin zu Phablets treffen die Kunden auf ein breit gefächertes Angebot. GfK geht daher für Westeuropa für das Gesamtjahr 2013 von einem Anstieg des Volumens um 16 Prozent auf 115 Millionen verkaufte Geräte aus. Prognostiziert wird weltweit ein Volumen von etwa 950 Millionen Verkäufen.

Zur Methode

GfK erhebt im Rahmen ihres Telecom-Handelspanels in mehr als 90 Ländern weltweit regelmäßig Daten zu Mobil- und Festnetztelefonen, Tabletcomputern, mobilen Breitbandsticks, Mobilfunkzubehör, Funkgeräten und Telefontarifen. Der vorliegenden Analyse liegen Informationen zur weltweiten Entwicklung des Mobilfunk-Marktes zum Halbjahr 2013 zu Grunde. Unter Westeuropa werden hier die Märkte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den Niederlanden zusammengefasst.

Weitere Informationen: Arndt Polifke, +49 911 395-3116, arndt.polifke@gfk.com oder im Messebüro auf der IFA in Berlin vom 6. September bis zum 11. September 2013 (VIP Raum 2, Großer Stern).

GfK

GfK ist eines der größten Marktforschungsunternehmen weltweit. Annähernd 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforschen, wie Menschen leben, denken und konsumieren. Dabei setzt GfK auf permanente Innovation und intelligente Lösungen. So liefert GfK in über 100 Ländern das Wissen, das Unternehmen benötigen, um die für sie wichtigsten Menschen zu verstehen: ihre Kunden. Im Jahr 2012 betrug der Umsatz der GfK Gruppe 1,51 Milliarden Euro.

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