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Pressemitteilung BoxID: 236038 (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten)
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Claus-Harald Güster: "Wir sind Teil der Lösung!"

NGG-Betriebsrätekonferenz: Finanzmarktkrise - Ernährungsindustrie und Gastgewerbe vor neuen Herausforderungen

(PresseBox) (Göttingen, ) Auch an der Ernährungswirtschaft, dem Nahrungsmittelhandwerk und dem Gastgewerbe geht die Finanzmarkt- und Konjunkturkrise nicht vorbei. Mehr als 100 Betriebsräte aus den NGG-Branchen diskutieren diese Entwicklung und beraten am Mittwoch in Göttingen Strategien ihres betrieblichen und tarifpolitischen Handelns.

"Simplen Kostensenkungsprogrammen, Entlassungen und Sozialabbau werden wir mit aller Entschiedenheit entgegen treten", hat Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), erklärt. Vor allem gehe es darum, das Einkommen der Beschäftigten zu sichern und "wo immer irgend möglich, neue Arbeitsplätze zu schaffen". Vor diesem Hintergrund habe die Tarifempfehlung für 2009, die Einkommen zwischen fünf und sieben Prozent zu erhöhen, eine besondere Bedeutung.

Sollte ein Unternehmen tatsächlich in eine schwierige wirtschaftliche Phase geraten, dann seien zunächst die betrieblichen und tarifvertraglich flexiblen Arbeitszeitinstrumente zu nutzen. Dazu gehörten der Abbau von Plusstunden auf Arbeitszeitkonten, die Vereinbarung von Freistunden sowie der Abbau von Urlaub und die Vermeidung von Überstunden. Darüber hinaus sollten die von der Bundesregierung beschlossenen Instrumente der Arbeitsmarktpolitik wie Kurzarbeit und Qualifizierung genutzt werden.

Erst, wenn diese Instrumente und flexible Arbeitszeiten ausgereizt seien, könne auch über tarifliche Öffnungsklauseln verhandelt werden. Schon heute seien viele Arbeitsplätze durch Ergänzungstarifverträge abgesichert, so Güster. Aber: "Auch künftig werden die Öffnungsklauseln wie bisher nur nach präzisen Einzelfallprüfungen und nur für einen begrenzten Zeitraum angewendet." NGG werde die Hoheit über Abweichungen von Tarifverträgen behalten und von den Arbeitgebern Beschäftigungssicherung, tragfähige Zukunftskonzepte, Investitions- und Innovationszusagen sowie Ausbildungsplätze verlangen.

Claus-Harald Güster: Die aktuelle Entwicklung zeige deutlich, dass Unternehmen stärker auf Zukunfts- und Beschäftigungssicherung und nicht auf kurzfristige Rendite auszurichten seien. Dazu brauche es mehr Mitbestimmung in Aufsichtsräten und Betrieben. Insbesondere dort, wo Unternehmen staatliche Unterstützung erhielten, dürften Betriebsänderungen nur mit Zustimmung des Betriebsrates möglich sein, denn "wir sind Teil der Lösung".

Weitere Informationen auf www.ngg.net