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Von der Forschung zur Anwendung: Neueste Trends aus der Anorganischen Chemie

Gemeinsame Fachgruppentagung mit Preisverleihungen in Regensburg

(PresseBox) (Frankfurt am Main, )
Vom 24. bis 27. September findet erstmalig eine gemeinsame Vortragstagung für Anorganische Chemie der Fachgruppen Wöhler-Vereinigung und Festkörperchemie und Materialforschung statt. An der Universität Regensburg werden die beiden Fachgruppen der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) neueste Trends aus allen Teilbereichen der Anorganischen Chemie vorstellen. Im Rahmen der Tagung werden zahlreiche Wissenschaftler für ihre herausragende Forschung ausgezeichnet. So erhält Professor Dr. Christian Limberg den renommierten Alfred-Stock-Gedächtnispreis der GDCh.

Auf dem Programm der Tagung stehen fachübergreifend Themen, die die gesamte Bandbreite der modernen Anorganischen und Festkörperchemie bis hin zu industriellen Anwendungen und wichtigen Zukunftsthemen repräsentieren. Das Spektrum der Vorträge reicht von einer dynamischen Hauptgruppenelementchemie über eine innovative Koordinationschemie von d- und f-Blockelementen bis hin zu einer vielseitigen Festkörper- und Materialchemie in Grundlagenforschung und industrieller Anwendung.

Direkt zu Beginn der Tagung erhält am 24. September Professor Dr. Christian Limberg, Humboldt Universität zu Berlin, den Alfred-Stock-Gedächtnispreis. Die GDCh würdigt mit der Auszeichnung seine umfassenden Arbeiten zu Sauerstoffkomplexen und Oxidationsreaktionen. In seiner Forschung verknüpft er Ideen aus Metallorganik, Bioanorganik und Festkörperchemie und trägt zu einem tieferen Verständnis von Oxidations- und Oxygenierungsreaktionen bei.

Der 1965 in Essen geborene Limberg studierte an der Ruhr-Universität Bochum Chemie. Nach seiner Promotion im Jahr 1992 promovierte er 1995 zusätzlich an der University of Oxford, UK. 1999 habilitierte Limberg sich an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. 2003 folgte er einem Ruf an die Humboldt-Universität zu Berlin, an der er bis heute forscht und lehrt. Der mehrfach ausgezeichnete Chemiker (unter anderem 2002 mit dem Carl-Duisberg-Gedächtnispreis der GDCh) war und ist in zahlreichen Gremien aktiv, in denen er sich für die Anorganische Chemie einsetzt.

Auf der Tagung wird außerdem der mit 5000 Euro dotierte Wöhler-BASF-Nachwuchspreis an Dr. Fabian Dielmann, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, verliehen. Als Schlüssel zu zahlreichen katalytischen Prozessen entwickelt Dielmann Methoden zur Aktivierung besonders reaktionsträger kleiner Moleküle (z.B. CO2, SF6, H2, SO2, N2) und starker CF- und CO-Bindungen. Seine international beachteten Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der elektronenreichen Phosphane eröffnen neue Anwendungsgebiete für diese Substanzklasse und bieten zudem vielversprechende Perspektiven für die sehr diversen Bereiche der synthetischen Chemie, in denen Phosphane eingesetzt werden.

Den ebenfalls mit 5000 Euro dotierten Starck-Promotionspreis der Fachgruppe Festkörperchemie und Materialforschung teilen sich in diesem Jahr Dr. Sebastian Bette, Technische Universität Bergakademie Freiberg, und Dr. Chia-Chin Chen, Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre herausragenden Promotionsarbeiten auf dem Gebiet der Festkörperchemie und Materialforschung.

Im Rahmen der Tagung wird außerdem Professor Dr. Mathias Wickleder, Universität zu Köln, mit der mit 1000 Euro dotierten Rudolf-Hoppe-Vorlesung ausgezeichnet. Die Fachgruppe Festkörperchemie und Materialforschung würdigt damit seine besonderen Verdienste auf dem Gebiet der Festkörperchemie und Materialforschung innerhalb der letzten fünf Jahre.

Weitere Informationen zur Tagung unter www.2018woehler-fk.de

Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker ist mit rund 31 000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen sowie 60 Ortsverbände und regionale JungChemikerForen. Die GDCh fördert die wissenschaftliche Arbeit sowie den Austausch und die Verbreitung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie unterstützt die Schaffung von Netzwerken, transdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Aus- und Fortbildung in Schule, Hochschule und Beruf.

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