Wilhelm-Klemm-Preis geht an Festkörperchemiker Wolfgang Bensch

Weitere Preisverleihungen im Rahmen des GDCh-Wissenschaftsforums Chemie

(PresseBox) ( Frankfurt am Main, )
Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) würdigt Professor Dr. Wolfgang Bensch, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, am 16. September in Aachen mit dem Wilhelm-Klemm-Preis. Die Verleihung findet im Anschluss an das erste Plenarsymposium „Faszination Chemie“ des GDCh-Wissenschaftsforums Chemie (WiFo) statt. Am gleichen Tag erhält Professor Dr. Martin Winter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, den Arfvedson-Schlenk-Preis in der Session „Highlights aus der Anorganischen Chemie“. Zudem zeichnet die GDCh Professor Dr. Walter Jansen, emeritierter Professor der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, mit dem Heinz-Schmidkunz-Preis aus. 

Der Wilhelm-Klemm-Preis erinnert an den Münsteraner Professor Wilhelm Klemm, der mit seiner Forschung die anorganische Chemie voranbrachte. Die GDCh zeichnet mit dem Preis Persönlichkeiten aus, die hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Anorganik leisten. In diesem Jahr wird Professor Dr. Wolfgang Bensch von der Christian-Albrechts-Universität Kiel für seine innovative Forschung zur Verbindungsklasse der Chalkogenide geehrt. Damit würdigt die GDCh sein wissenschaftliches Engagement für Festkörperchemie und Materialforschung. Die Anerkennung gilt insbesondere seiner Arbeit im Bereich neuer Syntheseverfahren und in situ-Kristallbildung. Neben seiner Forschung engagiert sich Bensch als Hochschullehrer für die naturwissenschaftliche Ausbildung. Außerdem war er Beiratsmitglied verschiedener Fachzeitschriften und Berater der International Union of Crystallography (IUCr)-Kommission für Strukturchemie (2011-2014). 

Wolfgang Bensch, geboren 1953, studierte und promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach seiner Promotion 1983 arbeitete er als Postdoktorand an der Universität Zürich, bevor er zwischen 1986 und 1989 in der Industrie bei der Firma Siemens tätig war. Später wechselte Bensch von der Industrie in die Forschung und habilitierte sich 1993 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit 1997 ist er Professor für anorganische Festkörperchemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Für seinen Einsatz in der Hochschuldidaktik erhielt der Anorganiker 1999 den Lehrpreis des Landes Schleswig-Holstein.

Der von Albemarle gestiftete Arfvedson-Schlenk-Preis zeichnet herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Lithiumchemie aus. Er geht an Professor Dr. Martin Winter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, für seine Forschung über die Struktur, Stabilität und Kinetik von Lithium-Ionen-Batterien und für seinen besonderen Einsatz für die deutsche Batterieforschung. Martin Winter gilt als Pionier für lithiumbasierte intermetallische Anodenmaterialien wie Li-Si und Li-Sn.

Nach dem Studium und der Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster arbeitete Winter als Postdoktorand am Paul-Scherrer-Institut in der Schweiz. Er habilitierte sich 1999 an der Technischen Universität Graz, wo er bis 2007 lehrte. Seit 2008 ist er Professor am Institut für Physikalische Chemie der Universität Münster. Winter ist Gründer sowie wissenschaftlicher Leiter des MEET-Batterieforschungszentrums der Universität Münster und Direktor des Helmholtz-Instituts Münster. Zudem erhielt er für sein Engagement zahlreiche Auszeichnungen.

Mit dem Heinz-Schmidkunz-Preis ehrt die GDCh Professor Dr. Walter Jansen aus Flensburg. Er erhält die Auszeichnung im Rahmen der Jahrestagung der Fachgruppe Chemieunterricht. Der Heinz-Schmidkunz-Preis zeichnet Persönlichkeiten aus, die mit ihrem besonderen Engagement zur chemiedidaktischen Forschung, der Ausbildung von Chemielehrern sowie dem Chemieunterricht an Schulen beitragen. Die GDCh ehrt Jansen insbesondere für seine Konzepte zur Schuldidaktik der Elektrochemie und sein entwickeltes historisch-problemorientiertes Unterrichtsverfahren. Die Anerkennung gilt zudem dem von ihm gegründeten Projekt Chemol „Heranführen von Kindern im Grundschulalter an Chemie und Naturwissenschaften“, in dessen Rahmen eine umfangreiche Sammlung an Experimenten für einen praxisnahen naturwissenschaftlichen Unterricht entstand.

Walter Jansen (81) studierte Lehramt für die Fächer Chemie und Mathematik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1966 promovierte er, war schließlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Chemielehrer tätig und folgte 1969 dem Ruf auf eine Professur an die Pädagogische Hochschule Flensburg. Bis zu seiner Emeritierung 2004 bekleidete Jansen eine Professur an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Er engagierte sich zwischen 1992 und 1997 als Mitglied im Vorstand der Fachgruppe Chemieunterricht und initiierte die Zeitschrift Chemkon, eine der wichtigsten deutschen Zeitschriften der Chemiedidaktik, deren verantwortlicher Redakteur er bis 2004 war.

Das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie (WiFo) – kurz und bündig

Das GDCh-Wissenschaftsforum Chemie 2019 findet unter dem Motto „Chemie – das gemeinsame Element“ vom 15. bis 18. September im Eurogress in Aachen statt. Erwartet werden über 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denen ein abwechslungsreiches Programm aus Plenarvorträgen, Hauptsymposien, Posterausstellung und Workshops geboten wird. Außerdem werden zahlreiche Preise verliehen.

Weitere Informationen unter: www.wifo2019-aachen.de
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@pressebox.de.