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Pressemitteilung BoxID: 640913 (GESAMTMETALL - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.)
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Scheinumfragen kein Beleg für Zunahme von Werkverträgen

"Rechtsform sagt nicht das Geringste über Arbeitsbedingungen und Entlohnung aus"

(PresseBox) (Berlin, ) Werkverträge sind ebenso alltäglicher und selbstverständlicher Bestandteil einer Volkswirtschaft wie Kaufverträge, und sie werden jeden Tag zigtausendfach abgeschlossen. Und in beiden Fällen ist Missbrauch längst verboten. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall betonte heute, dass es auch keine Belege für eine Zunahme der Werkverträge in jüngster Zeit gebe.

"Zahlen, die die IG Metall im Rahmen der schon mehrfach bekannt gegebenen Betriebsräteumfragen vorlegt, sind weder aussagefähig noch repräsentativ. Im Gegenteil: ihre vergangene Kampagne gegen die Zeitarbeit hat bewiesen, dass diese Scheinumfragen die objektive Wirklichkeit nicht widerspiegeln", so Hauptgeschäftsführer Oliver Zander.

Zander verwies darauf, dass viele Zulieferunternehmen der Branche im Rahmen von Werkverträgen arbeiten: "Die Rechtsform sagt nicht das geringste über Arbeitsbedingungen und Entlohnung aus. Hunderttausende unserer sehr gut nach Tarif bezahlten Arbeitnehmer sind bei Firmen beschäftigt, die ihr Geld mit Werkverträgen verdienen".

Zander verwies auch darauf, dass es längst umfassende Informationsrechte der Betriebsräte gebe. Gegen echten Missbrauch könne und müsse vorgegangen werden, durch stärkere Kontrollen in den notorischen Branchen wie der Fleischindustrie. "Es wird Zeit, dass die IG Metall den Kampagnenmodus endlich wieder verlässt - und zwar im Interesse der Unternehmen und der Beschäftigten."

Hintergrund:

Aussagen, die Werkvertragsarbeitnehmer pauschal als "extern" darstellen, sind irreführend. Tatsächlich sind in der Metall- und Elektro-Industrie viele hochspezialisierte Zulieferer im Rahmen von Werkverträgen tätig. Das bedeutet, dass die dort Beschäftigten Werkvertrags-Arbeitnehmer sind - gleichzeitig nach Tarif bezahlte Stammarbeitnehmer der Metall- und Elektro-Industrie.

Objektive Zahlen zur Zahl der via Werkvertrag beschäftigten Arbeitnehmer gibt es nicht, kann es auch nicht geben: Es ist Sache der Unternehmens, wen und wie viele Beschäftigte er einsetzt, um das vereinbarte "Werk" - Produkt oder Dienstleistung - für den Kunden anzufertigen.

Tatsächlich hat die Metall- und Elektro-Industrie in den vergangenen Jahren über 260.000 neue Stammarbeitsplätze geschaffen, obwohl Aufträge und Produktion noch unter dem Vorkrisenniveau liegen.