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Pressemitteilung BoxID: 646104 (GESAMTMETALL - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.)
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M+E-Konjunktur: Schwacher Start in viertes Quartal

Rentenpläne der großen Koalition legen dem Wachstum Fesseln an

(PresseBox) (Berlin, ) In der Metall- und Elektro-Industrie ist die Produktion im Oktober saisonbereinigt um 2,1 Prozent gegenüber dem September gesunken. Auch im Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August lag die M+E-Produktion mit 1,4 Prozent im Minus. "Der Start ins vierte Quartal war schwächer als erwartet", so der Chefvolkswirt des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Dr. Michael Stahl, "aber es gibt derzeit noch keinen Grund, den erwarteten Aufschwung abzublasen". Denn die Auftragseingänge der M+E-Industrie hätten in den vergangenen Monaten zugelegt, so Stahl, und damit die Basis für eine steigende Produktion geschaffen. Die Auftragseingänge der M+E-Industrie lagen im Zweimonatszeitraum September/Oktober um 2,4 Prozent über den Werten von Juli/August. Dabei sind im Oktober vor allem die Bestellungen aus dem Ausland gestiegen, wie Gesamtmetall mitteilte. "Die Auftragsbücher sind ordentlich gefüllt und das stimmt die Unternehmen insgesamt optimistisch für das letzte Quartal 2013 und den Beginn des Jahres 2014", so Stahl.

Allerdings könnten die Pläne der Politik die längerfristigen Wachstumsaussichten in der M+E-Industrie eintrüben. "Gerade in den teuren Rentenplänen der großen Koalition sehen wir eine Gefahr für die Stabilität der Lohnzusatzkosten", erklärt Stahl. Allein die Kosten der Mütterrente summierten sich bis 2030 auf zusätzliche 130 Milliarden Euro. Steigende Lohnzusatzkosten würden aber die Wettbewerbsfähigkeit der M+E-Unternehmen schwächen und dem Wachstum Fesseln anlegen. "Steigen die Rentenkosten deutlich, macht sich das auch schnell auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar", gibt Stahl zu bedenken.