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Pressemitteilung BoxID: 788787 (GESAMTMETALL - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.)
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Gesamtmetall begrüßt Bundesratsinitiative Niedersachsens zur steuerlichen Forschungsförderung

Zander: "Bundesregierung soll Vorschlag aufgreifen"

(PresseBox) (Berlin, ) Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall begrüßt die heute vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil angekündigte Bundesratsinitiative für eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen. „Gesamtmetall fordert die Bundesregierung auf, dieses Konzept unverzüglich aufzugreifen. Die alarmierend sinkenden Patentanmeldungen in Deutschland zeigen, wie notwendig die steuerliche Forschungsförderung ist. Es ist höchste Zeit, dass die große Koalition etwas für die Attraktivität des Standorts Deutschland tut", so Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander.

Die deutschen M+E-Unternehmen sind eine weltweit führende High-Tech-Industrie. „Nur mit Forschung und Entwicklung, Innovationen und Investitionen werden wir unseren Wettbewerbsvorsprung halten. Der letzte Strukturbericht von Gesamtmetall hat aber gezeigt, dass viele Konkurrenten, insbesondere aus Asien, bei den Themen Know-how, Innovationen und Wissen aufholen", mahnt Zander. Gerade bei den Patenten hat die deutsche M+E-Industrie deutlich an Marktanteilen von 20,5 Prozent (2000) auf 12,4 Prozent (2013) verloren, ein Minus von 8,1 Prozentpunkten. Im Jahr 2013 ging die Zahl der Patente sogar absolut zurück. „Das ist eine Bedrohung für die künftige Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Industrie, denn fehlen Innovationen hat das Auswirkungen auf das Wachstum. Der Vorschlag von Ministerpräsident Weil kommt zur rechten Zeit und ist goldrichtig. Er kann dabei auf die Unterstützung der M+E-Arbeitgeber zählen", erklärt Zander.

Mit dem niedersächsischen Modell zur steuerlichen Forschungsförderung würden insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen künftig unbürokratisch unterstützt. Zehn Prozent der Personalaufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung könnten mit der Steuer verrechnet werden. Der Vorschlag ist zielführend, effektiv und leicht zu handhaben. „Wer ein besseres Modell hat, möge es gerne vorschlagen."