Die German Startups Group plant neben der Digitalagentur Exozet weiteres operatives Geschäft und verringert ihre Kosten

Berlin, (PresseBox) - Die German Startups Group, aktivster privater Venture-Capital-Investor im Zeitraum seit 2012 (CB Insights 2015, PitchBook 2016) und Digitalagentur mit 140 Mitarbeitern mit Sitz in Berlin, plant wie bereits angekündigt, mit überschaubaren Investitionen operative Geschäfte neu aufzubauen, für deren Durchführung sie aufgrund der Kenntnisse, Erfahrungen und des Netzwerks ihres Teams besonders befähigt ist und für die sie neue Tochtergesellschaften gründen, also größere strategische Beteiligungen an ihnen halten wird. Neben ihrer strategischen Mehrheitsbeteiligung an der Digitalagentur Exozet hat die Gesellschaft als konkrete operative Vorhaben bisher die Schaffung einer Sekundärmarktplattform für Startup-Anteile, die Ausgabe von Genussrechten auf die Wertentwicklung einzelner Portfoliounternehmen (vorbehaltlich deren Zustimmung) und die Verwendung einer aus der Insolvenzmasse der Auctionata Paddle8 AG sehr günstig erworbenen Software-Technologie für Echtzeit-Livestream-Auktionen bekannt gegeben. Weitere Themen sind in Prüfung. So will die German Startups Group aus eigener Kraft mit eng begrenztem Risiko zusätzlichen Shareholder Value generieren.

Im Venture-Capital-Geschäft wird sich die German Startups Group bis auf weiteres auf Opportunitäten bei bestehenden, sich besonders gut entwickelnden Portfoliounternehmen oder von erfolgreichen Seriengründern aus ihrem Umfeld konzentrieren. Gleichzeitig wird sie aus ihrem bestehenden Minderheitenbeteiligungsportfolio verstärkt die Veräußerung der reiferen der in den letzten fünf Jahren eingegangenen Beteiligungen in den Vordergrund stellen, um Veräußerungsgewinne zu realisieren. Die weit überwiegende Zahl der Portfoliounternehmen ist als erfolgreich einzustufen und gegenüber den Anschaffungskosten im Wert gestiegen, teilweise substantiell. Dabei unterliegt die Gesellschaft keinerlei Zeitdruck, sondern wird mit Geduld auf die bei vielen Portfoliounternehmen ohnehin geplanten Exits warten und diese – soweit von ihnen gewünscht – aktiv fördern. In einer Vielzahl von Beteiligungen steckt nach Einschätzung der Geschäftsführung bis zum Veräußerungszeitpunkt noch erhebliches Wertsteigerungspotenzial.

Zugleich verringert die Gesellschaft ihre Kosten deutlich. Die Sparmaßnahmen haben das Ziel, ab dem zweiten Halbjahr 2017 bis zu 50% der Sowieso- und Listingkosten gegenüber Juni 2016 einzusparen. Den zweiten großen Kostenblock stellt die Geschäftsführungs- und Haftungsübernahmevergütung („Management Fee“) der Komplementärin, der German Startups Group Management GmbH, dar, die die Geschäftsführung der KGaA innehat und aus dieser Vergütung die laufenden Aufwendungen für Team, Mieträume, Veranstaltungen, Geschäftsreisen usw. trägt. Der weit überwiegende Teil dieser Vergütung ist variabel und beläuft sich auf 2,5% der Einzelbilanzsumme der KGaA p.a. (IFRS). Die Komplementärin verzichtet zugunsten der Aktionäre der KGaA ab 1. Juli 2017 bis auf weiteres auf einen Teil der Geschäftsführungs- und Haftungsvergütung in Höhe von 1,0% der Bilanzsumme p.a. Insgesamt rechnet die Geschäftsführung mit einer Ersparnis von 720 TEUR p.a. oder 0,06 EUR pro Aktie p.a.

Ziel der vorstehenden Maßnahmen ist, im Interesse der Aktionäre den in den Augen der Geschäftsführung durch den Aktienkurs verkörperten Abschlag auf den Net Asset Value pro Aktie zu verringern oder zu eliminieren und bei der Realisierung von Veräußerungsgewinnen den Nettoerlös nach Kosten zu maximieren. Die erzielten Veräußerungserlöse sollen zunächst zur Tilgung der Finanzverbindlichkeiten der Gesellschaft in Höhe von 6,5 Millionen Euro und im Falle der Zustimmung des Aufsichtsrats in der Folge auch für Aktienrückkäufe verwendet werden, solange die Aktie nach Einschätzung der Geschäftsführung unter dem Net Asset Value pro Aktie notiert.

German Startups Group Berlin GmbH & Co. KGaA

Die German Startups Group ist eine börsennotierte Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Berlin und mit Fokus auf junge, schnell wachsende Unternehmen, sog. Startups. Sie erwirbt Mehrheits- und Minderheitsbeteiligungen, insb. durch Bereitstellung von Venture Capital. Die Portfoliounternehmen der German Startups Group können zudem unter anderem bei Strategieentwicklung, im Hinblick auf Finanzierungsrunden, Restrukturierungsnotwendigkeiten, M&A-Transaktionen oder dem Unternehmensverkauf einschließlich eines möglichen Börsengangs von der Expertise, der Erfahrung und dem Netzwerk des Teams der German Startups Group profitieren. Nach eigener Einschätzung stellt die German Startups Group den Startups im Rahmen des Anteilserwerbs damit sog. "Smart Money" zur Verfügung. Ihr Fokus liegt auf Unternehmen, deren Produkte oder Geschäftsmodelle eine disruptive Innovation aufweisen, eine hohe Skalierbarkeit erwarten lassen und bei denen sie Vertrauen in die unternehmerischen Fähigkeiten der Gründer hat, zu denen sie nach eigener Einschätzung aufgrund ihrer engen Beziehungen zu relevanten Akteuren der Startup-Szene frühen Zugang erhält. Der geografische Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Raum. Seit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit im Jahr 2012 hat die German Startups Group ein ihrer Ansicht nach diversifiziertes Portfolio von Anteilen an jungen Unternehmen aufgebaut und sich zum aktivsten privaten Venture-Capital-Investor seit 2012 in Deutschland entwickelt (CB Insights 2015, PitchBook 2016). Von den 43 Minderheitsbeteiligungen an operativ tätigen Unternehmen sind 24 für die Gesellschaft wesentlich und machen zusammen 91% des Werts aller 43 aktiven Minderheitsbeteiligungen aus. Die zehn Fokusbeteiligungen verkörpern 62% des Werts aller aktiven Minderheitsbeteiligungen. Nach Ansicht der Gesellschaft spiegelt das Beteiligungsportfolio einen Querschnitt von vielversprechenden deutschen Startups verschiedener Reifegrade ("Seed", "Early" und "Growth Stage" nach Definition der Gesellschaft) wider und enthält manche der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Startups.

Mehr Informationen unter http://www.german-startups.com.

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